Alle Artikel in: 2026

Neue Verlockungen

Robert Mössinger ging schon als Schüler an der Alten Kanti ein und aus, und sein Wunsch, Oboist zu werden, wurde denn auch an dieser Schule geboren: Seine ersten Erfahrungen mit der Oboe machte er im Orchester bei Felix Forrer; die Kammermusik mit der Blockflöte bei Sabine Kaipainen und die spannenden Chorprojekte und Musik-Kurse bei Janos Tamas nährten seinen Traum, selbst auch Musiker zu werden.

Von Thomas Hunziker, Lehrer für Klarinette

Einer, der Spuren hinterlässt

Nach über 25 Jahren an der Alten Kanti ging Francesco Mugheddu mit Beginn der Sportferien in Pension. Mit ihm verabschiedete die Schule einen engagierten Geschichts- und Italienischlehrer, der es auf ganz natürliche Art und Weise verstand, sowohl seine Schülerschaft als auch sein Kollegium zu begeistern. Denn Francesco war un mostro auf verschiedensten Ebenen.

Von Larissa Ostgen, Italienischlehrerin

On the road

«von unterwegs gesendet in entsprechender kürze und orthographie – sent from the road – where the pavement ends – please excuse brevity and spelling»
Dieser Satz, am Ende so mancher E-Mail von Hannes Giger zu lesen, lässt schon einige der zahlreichen Facetten des nicht nur an der Alten Kanti sehr geschätzten Musikers anklingen.

Von Stefan Läderach

88 Tasten, unzählige Begegnungen

Wer das Unterrichtszimmer von Daniel Woodtli betritt, trifft auf einen Lehrer, der mit ruhiger Stimme spricht, aufmerksam zuhört und scheinbar mühelos zwischen Mozart, Beethoven, Einaudi und den musikalischen Vorlieben seiner Schülerinnen und Schüler navigiert. Da ist einer mit Engagement und viel Fachwissen am Werk. Umso erstaunlicher vielleicht, dass sein eigener Weg zum Klavier nicht aus purer Leidenschaft begann.

Von Mathias Trottmann, Vorstand Fachschaft Instrumentalmusik

Bibliotheken unter Druck

Wer erinnert sich nicht an die Lesestunden mit Anne Frank in der Prinsengracht 263. Wer war nicht überzeugt, die Bildungsstätte Hogwarts habe die eigenen magischen Fähigkeiten verbessert. Zwei Bücher, viele (Jugend-)Erinnerungen. Aber nicht für alle. Denn beide Titel stehen auf der Liste der «Banned Books», die Schulbibliotheken in gewissen Staaten Nordamerikas vorschreibt, wie der Medienbestand auszusehen hat. Doch nicht nur dort, auch andernorts gilt es, (junge) Menschen vor angeblich verstörenden Inhalten zu bewahren. Die Liste umfasst mittlerweile rund 25’000 Titel. Im Blick sind insbesondere Themen wie Queerness, Geschlechtergerechtigkeit oder Sexualität.

Von Caroline Süess, stellvertretende Leiterin Medienzentrum

Druck, gedruckt

Der Anfang einer Illustration ist meist unspektakulär: Graphit auf Papier. Ein erster Druck der Bleistiftspitze auf eine weisse Fläche. Ein erster Eindruck. Vielleicht sogar: eine Vision.
Danach beginnt das Sandwich.

Notizen aus dem Leben einer Illustratorin

Von Anna Deér, Lehrerin für Bildnerisches Gestalten und Illustratorin

Blatt für Blatt, Rolle für Rolle

Gibt es ein Produkt, das die Bezeichnung «alltäglich» zurecht trägt, dann ist das wohl das Toilettenpapier. In diesen unscheinbaren Rollen steckt eine lange, faszinierende Geschichte voller innovativer Prozesse. Die Cartaseta AG in Gretzenbach produziert täglich eine Million dieser Rollen. Geschäftsführer Roberto Todaro gewährte sage&schreibe Einblick in die Herstellung des vielleicht alltäglichsten aller Produkte.

Von Denny Hofmann und Mirco Manco, G23B

Eine bäumige Idee wird zum Erfolg

Aus einer kleinen Idee ist etwas Grosses entstanden: Das Label NIKIN setzt heute ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit in der Schweizer Modebranche. Die Freunde Nicholas Hänny und Robin Gnehm gründeten das Label 2016 mit der Vision, Mode und Umweltbewusstsein zu verbinden. sage&schreibe wollte von Mitgründer Nicholas Hänny wissen, wie alles ins Rollen kam.

Von Lynn Chakaï und Sara Lea Küng, G23B

Wie Worte zu Menschen werden

Im Schauspiel dreht sich alles um Rollen. In diesem Zusammenhang gibt es zwei besonders interessante Perspektiven: die der Person, die die Rollen entwirft, und die der Person, die in diese Rollen schlüpft. Der Drehbuchautor Lorenz Langenegger und die Schauspielerin Anna Pieri Zuercher geben Einblicke in die Herausforderungen und die Faszination ihrer Arbeit für den Zürcher «Tatort».

Von Carla Brandenberger und Zoé Christen G23B

„Ich finde, das ist Kunst“

Sie treffen sich vorwiegend in der Nacht auf Parkplätzen und posieren mit ihren getunten Autos. Nicht selten fallen sie durch laut aufheulende Motoren und riskante Fahrmanöver negativ auf und verärgern die Anwohnerinnen und Anwohner. sage&schreibe hat sich auf die Suche nach sogenannten Autoposern gemacht, um der zweifelhaften Faszination auf die Spur zu kommen.

Von Georg Hemme-Unger, G23B

Rollenbilder im Wandel der Zeit

Die gesellschaftlichen Rollenbilder von Frauen und Männern haben sich in den letzten Jahrzehnten markant verändert. Warum löst Gleichberechtigung heute neue Verunsicherungen aus? Und weshalb verschieben sich die Konfliktlinien zunehmend weg von starren Geschlechtermustern? – sage&schreibe hat beim renommierten Soziologen, Alters- und Generationenforscher François Höpflinger nachgefragt.

Von Seraina Graber, Yumiko Huguenin-Dumittan und Alyssa Seiler, G23B

Wissen für alle –Bibliotheken und Demokratie

Ein Medienzentrum als Informations-Hub ist mehr als ein Ort, an dem Wissen aufbewahrt wird. Hier wird auf vielfältige Art und Weise Wissen zugänglich gemacht und Schulangehörige lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit Information. Hier stehen nicht nur Medien, sondern auch die Menschen im Mittelpunkt.

Von Marcella Haab, Leiterin Medienzentrum

‹Wir müssen nicht werden wie die Männer›

Im Sommer 2025 rückte die Europameisterschaft den Fussball der Frauen ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Euphorie auf den Tribünen, die sich in den Medien widerspiegelte, machte sichtbar, was jahrzehntelang im Schatten gestanden hatte. sage&schreibe hat die ehemalige Torhüterin und heutige Trainerin Elly Trachsel zum Gespräch getroffen, eine, die den Schweizer Frauenfussball seit knapp 50 Jahren aus nächster Nähe erlebt. Sie berichtet von ihren persönlichen Erlebnissen, ordnet bisherige Entwicklungen ein und richtet den Blick optimistisch in die Zukunft.

Von Zoé Christen und Mia Marfurt

Mini-Unternehmen goes Europe

Seit Jahren belegen die Mini-Unternehmen der Alten Kanti im Rahmen der Wettbewerbe von Young Enterprise Switzerland (YES) Spitzenränge. Das aus sieben Schülerinnen und Schülern bestehende Team KIWOKO hat nun mit seinem Kochbuch für Kinder sogar am europäischen Finale in Athen für Furore gesorgt.

Von Mathéo Page, G22K

Gymnasium 27+ – die Reform nimmt Gestalt an

Das Projekt WEGM (Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität) wurde vor gut sieben Jahren lanciert. Inzwischen ist es herangereift, vieles hat sich getan: Die Leitplanken aus dem neuen MAR / MAV (Maturitätsanerkennungsreglement respektive -verordnung) sowie der eidgenössische Lehrplanrahmen wurden und werden in eine kantonale Umsetzung übertragen, die im Kanton Aargau aus drei Teilprojekten – Stundentafel (TP 1), Lehrpläne (TP 2) und Maturitätsprüfungen (TP 3) – besteht.

Von Marianne Deppeler, Prorektorin

Abschlag in die Zukunft

Er ist ehrgeizig, jung und zielorientiert. Denis Hicks besucht das Sportgymnasium an der Alten Kanti und erzählt sage&schreibe von seinem Weg, einen Kindheitstraum zu verfolgen. Er gibt Auskunft über Trainingsroutinen, Disziplin und Fokus in einer Sportart, die weit komplexer ist, als sie auf den ersten Blick scheint: dem Golfsport.

Von Noelia Küttel, G23B

Spinnen, Psychologie und Hoffnung

Ein vollbesetzter Theater-Saal, vier Wissenschaftler/-innen und eine Moderatorin. Dies sind die Eckdaten des «Science Jam», seit 2019 gemeinsam veranstaltet von der Bühne Aarau und der Alten Kanti. sage&schreibe wollte wissen, wie sich aktuellste Forschung aus unterschiedlichsten Bereichen humorvoll und allgemeinverständlich auf der Bühne präsentieren lässt.

Von Denny Hofmann, Mirco Manco und Mike Nunziata, G23B

Donde llega el agua hayriqueza y donde no, pobreza

Ein altes spanisches Sprichwort lautet: Wo es Wasser hat, ist Reichtum, und wo nicht: Armut. Unter diesem Motto fand der Austausch zwischen der 4. Klasse Schwerpunktfach Spanisch der Alten Kantonsschule und dem Colegio Suizo de Madrid statt. Zwei Wochen lang stand alles im Zeichen des Themas Wasser, das die Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern auf spannende und lehrreiche Weise erkundeten.

Von Fabienne Cherrez und Renate Niggler-Müri, Spanischlehrerinnen