Verabschiedung von Philippe Koch
Von Michael Haueter und Marianne Wülser, Fachschaft Geografie
Danke, lieber Philippe. Dreissig Jahre lang hast du dein Wissen als Geografielehrer in den Dienst der Alten Kanti gestellt, ganz nach dem obigen Motto von Mahatma Ghandi. Du warst dir stets bewusst, dass dein schulisches Wirken bedeutungsvoll für unsere Studierenden ist, und setztest dich über den Unterricht hinaus immer wieder mit voller Kraft für die dir wichtig scheinenden Dinge ein, sei es etwa als unparteiischer Fachschaftsvorstand, als Schulentwickler, als Praktikantenbetreuer oder als Co-Projektleiterdes Tags der Kulturen.
Bei dir gab es keine halben Sachen: Du warst als Pädagoge ein Perfektionist und ruhtest nicht, bis die zu vermittelnden Inhalte stimmig und lehrreich vermittelt werden konnten. Dank deines umfassenden Wissens und deiner Leidenschaft für die Sache fiel es dir leicht, die Studierenden zu begeistern, besonders wenn es um Stadtentwicklung, Energie oder Tourismus ging – Kompetenzen, von denen auch wir in der Fachschaft profitieren durften. Dank deiner umfassenden Ausbildung an der Uni Zürich warst du alles andere als ein wissenschaftliches «One-trick pony», und dennoch bliebst du nicht nur bescheiden und selbstkritisch, sondern fandest zusätzliche Energie für ausserfachliches Engagement – etwa für benachteiligte Studierende.
Viele Begegnungen im Fachschaftszimmer haben sich zu sehr interessanten Gesprächen entwickelt. Es gab kaum ein Thema, über das du nicht Bescheid wusstest; zur Hochform aber liefst du auf, wenn du von deinen Asienreisen erzähltest. Hilfsbereit hast du dich stets auch um Zwischenmenschliches gekümmert – die vielen, fesselnden Gespräche mit dir werden uns fehlen.
Auf Deiner Suche nach dem Glück bist du vielen schönen Dingen begegnet, denen du deine volle Aufmerksamkeit geschenkt hast. Du warst ein wahrer Geniesser und Feinschmecker, wenn es besondere Landschaften , aber auch kulturelle und kulinarische Leckerbissen zu entdecken gab. Die französische und italienische Kultur haben es dir dabei besonders angetan – bei Erzählungen von deinen Reisen an die Côte d’Azur, in die Bretagne oder in das Piemont kamst du ins Schwärmen. Wir sind dir dankbar für die vielen wertvollen Tipps und die kleinen Aufmerksamkeiten, die du uns von deinen Reisen mitgebracht hast.
In Sachen Sport bleibst du für uns ein grosses Vorbild. Fit wie ein Turnschuh, stelltest du uns alle in den Schatten. Deine Form holtest du dir im Sommer auf langen Gebirgstouren mit dem Fahrrad, im Winter machtest du die Skihänge in Zermatt unsicher oder zogst Schleifen auf den Langlaufloipen im Goms. Dazwischen stand immer wieder Fitness auf dem Programm, und uns allen war klar: In Deinen Verletzungsphasen fehlte dir der Sport sehr. Dein unbändiger Bewegungsdrang hat uns oft angespornt, manchmal war es aber einfach nur deprimierend, weil wir schlicht nicht mithalten konnten.
Bei aller Liebe zur Geografie, zum Unterrichten, zum Reisen und zum Sport – das Wichtigste waren für dich immer die Menschen um dich herum. Du pflegtest deine Freundschaften intensiv, und das tust du noch heute. Deine grosse Leidenschaft, das Kochen, hilft Dir dabei: Nach intensiven Vorbereitungen in der Küche wird bei feinem Essen und einem edlen Wein über Gott und die Welt philosophiert.
Lieber Philippe, wir wünschen dir für die Zukunft, dass du neugierig bleibst, den schönen Dingen weiterhin viel Beachtung schenkst, Reisen dich an zahlreiche faszinierende Orte führen und du uns als Freund und spannender Gesprächspartner erhalten bleibst.
Alles Gute!

Bild: Denny Hofmann
