2026, Aktuelles, Interview, Kultur, Rollen, Sage & Schreibe Nr. 42

Kurzinterview mit Manon Wohlgemuth

Von Denny Hofmann, Mirco Manco und Mike Nunziata, G23B


Bild: zVg

Modernste Wissenschaft auf einer Theaterbühne, dazu humorvoll und unterhaltsam präsentiert – passt das überhaupt zusammen?
Für mich stellt sich vielmehr die Frage, warum Wissenschaft nicht grundsätzlich so aufbereitet wird. Sie geht uns alle an und prägt – zugespitzt formuliert – die Zukunft der Menschheit. Wissenschaftskommunikation ist zentral, um Forschungsergebnisse sichtbar und verständlich zu machen. Viele Erkenntnisse entstehen über Jahre hinweg im kleinen Kreis und bleiben dennoch weitgehend unbeachtet. Deshalb: Wissenschaft muss nicht zwingend auf die Theaterbühne, sollte aber so vermittelt werden können, dass auch die Laiin und der Laie sie verstehen.

Wie wählen Sie die Forschenden aus?
Die Recherche ist einer der zeitaufwändigsten Teile der Vorbereitung eines Science Jams. Über die Jahre habe ich dafür verschiedene Kriterien entwickelt. Besonders wichtig sind mir eine fachliche Vielfalt, die Aktualität der Forschungsthemen sowie die Slam-Erfahrung der Forschenden. Zudem achte ich auf eine ausgewogene Vertretung verschiedener (meist deutschsprachiger) Länder und darauf, nicht nur männliche Slammys auf die Bühne zu bringen – was sich ehrlich gesagt oft als grösste Herausforderung erweist.
Wie wichtig ist Ihre Rolle als Moderatorin?
Ich verstehe meine Rolle als Moderatorin als verbindendes Element zwischen den einzelnen Slams. Sie schafft einen Rahmen, gibt dem Format Struktur und – neben Namen und Logo – auch ein Gesicht.