Verabschiedung von Dr. Daniel Meier, Informatik
Von Martina Vazquez, Fachvorsteherin Informatik, Kommunikation, Administration
Lieber Daniel,
acht Jahre ist es her, seit du Teil unserer Schule geworden bist – und ziemlich schnell war klar: Du bist nicht einfach ein neuer Kollege, sondern jemand, der Systeme versteht, strukturiert und verbessert. Dein Einstieg fiel in eine Phase, in der vieles im Umbruch war, und du hast dich diesen Herausforderungen mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit gestellt – nicht abwartend, sondern direkt anpackend.
Ob bei der Migration der WMS-Informatikklassen von stationären Geräten auf Laptop-Umgebungen, bei der Durchführung anspruchsvoller Abschlussprüfungen mit dem Safe Exam Browser oder in der Unterstützung unserer Schülerinnen und Schüler bei Digiskills, der PRO-Helpline oder beim Verfassen von KI-Artikeln für das PRO-Handbuch: Du warst überall dort präsent, wo es technisch anspruchsvoll, unübersichtlich oder schlicht kritisch wurde. Und oft auch dort, wo Dinge zuerst nicht funktioniert haben. Du hast Probleme nicht nur gelöst, sondern analysiert, Abläufe vereinfacht und nachhaltig verbessert.
Für die Fachschaft Informatik warst du damit weit mehr als Unterstützung – du warst ein zentraler Bestandteil unserer Struktur. Dein fundiertes Wissen, unter anderem aus deinem Doktorat im Bereich der künstlichen Intelligenz, hast du grosszügig weitergegeben, ohne es je in den Vordergrund zu stellen. Gleichzeitig hast du dich kontinuierlich weiterentwickelt – besonders im Umgang mit aktuellen KI-Modellen. Du hast ausprobiert, hinterfragt und weitergedacht. Aus der Erkenntnis, dass die Halbwertszeit des Wissens immer kürzer wird, hast du keinen Druck gemacht, sondern ein Arbeitsprinzip.
Auch im Kollegium warst du jemand, auf den man sich verlassen konnte: ruhig, präzise und lösungsorientiert. Wenn ein System nicht lief, ein Tool streikte oder ein Konzept noch nicht sauber war, warst du oft die erste Anlaufstelle. Und meist auch derjenige, der eine funktionierende Lösung liefern konnte. Viele deiner Aufgaben und Projekte würden mühelos Seiten füllen – was bleibt, ist deine Haltung: mitdenken, anpacken, umsetzen. Fachschaftsintern wurdest du zu daniel.meier2 – ganz im Sinne der Informatik: nicht als Kopie, sondern als die deutlich weiterentwickelte Version.
Neben all dem Technischen hast du auch im Unterricht nachhaltige Wirkung erzielt. Als Klassenlehrer der W24B hast du nicht nur organisiert, sondern einen Rahmen geschaffen, der funktioniert hat: klar, direkt und verlässlich. Deine Schülerinnen und Schüler wussten, woran sie waren – und genau das hat ihnen Sicherheit gegeben. Du hast sie nicht nur fachlich begleitet, sondern auch im Umgang mit komplexen Anforderungen unterstützt.
Und dann sind da noch die Geschichten ausserhalb des Schulalltags – deine zwei Töchter, Südfrankreich und das Segeln.
Wir lassen dich nicht gerne gehen. Zu gerne hätten wir noch weitere Projekte mit dir umgesetzt, weitere Diskussionen geführt und weitere Lösungen gemeinsam entwickelt. Gleichzeitig ist klar: Entwicklung bedeutet auch, neue Kontexte zu suchen.
Für alles, was du eingebracht hast – fachlich, strukturell und menschlich – danken wir dir herzlich. Denn man lernt nie aus – aber mit dir haben wir effizienter gelernt.
Lieber Daniel, wir von der Fachschaft Informatik, Kommunikation und Adminsitration wünschen dir weiterhin Neugier, Klarheit und die Fähigkeit, auch komplexe Probleme schnell zu durchdringen.
Alles Gute für das, was jetzt kommt.
