2018, Menschen, Porträt, Sage & Schreibe online!

Schweizer und Schweizerinnen umarmen sich viel

Die 18-jährige Claire Ngo aus Kanada kam im August 2018 in die Schweiz, wo sie zuerst einmal einen zweiwöchigen Deutschkurs für Anfänger besuchte. Ab September war sie dann ein Jahr lang Austauschschülerin in der G2F an der Alten Kanti Aarau. Der vorliegende Text ist ihr sprachlich nicht bearbeitetes) Abschiedsreferat, das sie anlässlich eines Farewell-Dinners des Rotary Clubs Aarau Alpenzeiger gehalten hat.

Gruezi mitenand. Min Name isch Claire. I bin Ustuschschüelerin us Kanada. Und i muss säge, mini Ustusch i de Schwiiz isch hure geil gsi.
Ich kann leider nicht für den ganzen Vortrag Schweizer Deutsch sprechen, weil es ehrlich gesagt anstrengend für mich ist. Also, liebe Gäste, ich möchte euch herzlich begrüssen zu meinem Vortrag. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich schon meinen Farewell Vortrag geben muss.
Dieses Jahr war wirklich das Beste, unvergesslichste und unglaublichste Jahr meines Lebens. Viele Austauschschülerinnen sagen, dass ihr Austauschjahr das beste, aber das schwierigste Jahr ihres Lebens ist. Sie sagen, dass sie viele erstaunliche Höhepunkte, aber auch viele schwere Tiefpunkte während ihres Austauschs hatten. Und wenn ich über mein Austauschjahr nachdenke, muss ich lachen, weil ich sagen kann, dass diese Behauptung für mich nicht stimmt. Dieses Jahr war bestimmt das beste Jahr meines Lebens, aber ich hatte eigentlich keine Tiefpunkte. Ganz ehrlich gesagt war dieses Jahr eine Reihe von Höhepunkten und unglaublichen Momenten. Ich muss sagen, dass ich die Schweiz mit schwerem Herzen verlassen werde.
Ein Jugendaustausch ist ein wahnsinnig lustiges Erlebnis. Es hat aber eine Wichtigkeit, die wir manchmal vergessen. Es klingt vielleicht naiv, aber ein Jugendaustausch ist wirklich eine Gelegenheit, Weltfrieden und Verständnis zu fördern. Ein Jugendaustausch ist eine Gelegenheit, die Sachen, die uns unterscheiden, und die uns gleich machen, zu erkennen. Wir lernen, dass unsere Unterschiede schön sind. Aber noch viel wichtiger ist zu erkennen, dass wir nicht so unterschiedlich sind, dass wir nicht Freunde sein könnten. Und ich denke, dass die Schweiz dies gut versteht. Die Schweiz ist ein Land, das vier offizielle Sprachen hat und seinen Ursprung in verschiedene Kulturen findet. Die Schweiz ist ein Land mit sieben Präsidentinnen und Präsidenten und vielen verschiedenen politischen Parteien, die zusammenarbeiten müssen. Es ist nicht immer einfach zusammenzuarbeiten, aber die Schweiz zeigt, dass es möglich ist. Ich liebe diese Kultur der Zusammenarbeit und ich denke, dass dies etwas ist, wovon die Welt etwas lernen kann.

5 Gründe, weshalb die Schweiz eines der glücklichsten Länder der Welt ist
In meinem ersten Vortrag habe ich erwähnt, dass die Schweiz eins der glücklichsten Länder in der Welt ist. Und ich habe als mein Ziel gesetzt, dass ich herausfinden will, warum das so ist. Ich habe gedacht, dass das auch hilfreich für den Rest der Welt sein könnte. Ich präsentiere Ihnen nun meine Erkenntnisse:
Die erste ist wenig überraschend, aber der Reichtum an guter Qualitätsschokolade ist kein Zufall. Ich muss sagen, dass sogar die so genannte “preisgünstige Schokolode” wirklich, wirklich gut ist. Ich habe nie in meinem Leben so viele Schokoladengeschäfte an der Strasse oder Schokolade in Supermärkten gesehen. Und ich denke, dass allein schon der Anblick der Schokolade genug Gründe zum Lächeln gibt.
Zweitens, gutes Brot. Ich werde viele Speisen aus der Schweiz vermissen – Apfelwähe, Vermicelles, Gelato aus dem Tessin, Käse, Schokolade. Aber ich bin nicht sicher, ob ich Brot essen kann, wenn ich zurück in Kanada bin. Ich habe Angst, dass ich jetzt verwöhnt bin und das trockene Supermarkt Toastbrot nicht wieder essen kann. Ich werde besonders den Sonntagszopf vermissen. Mein Gastbruder Patrick hat gesagt, dass Sonntagszopf ein Menschrecht ist. Dem muss ich zustimmen.
Alle hier trainieren viel. Eine Studie zeigt, dass es eine Beziehung zwischen Bewegung und Glück gibt. Und Schweizerinnen und Schweizer trainieren viel. Ich bin mit Familie Wälchli im Herbst gewandert, mit Familie Weber im Winter Ski gefahren, und ich bin mit Familie Räss im Frühling mit dem Fahrrad gefahren. Vielleicht ist das der Grund, warum ich nicht zu viel zugenommen habe!
Alle begrüssen immer alle. Vielleicht ist es, weil die Schweiz klein ist. Alle kennen einander und ihr habt eine grössere Chance, Bekannte zu treffen. Aber ihr begrüsst auch jemanden völlig Fremdes! Während meinen ersten paar Monaten hier haben Kinder mich begrüsst und ich war völlig überrascht und begeistert und habe mich auch gefragt, ob ich so alt aussehe. Aber ich denke, dass es ein wirklich schöner Tick ist. Diese menschliche Verbindung prägt den starken Gemeinschaftssinn.
Schweizer und Schweizerinnen umarmen sich viel. Nun, man sagte mir, dass Schweizer und Schweizerinnen zurückhaltend sind und kalt sein können. Aber gleich bei meiner Ankunft wurde ich mit Umarmungen und Küsschen bombardiert. Kanadier sind vielleicht bekannt für Freundlichkeit, aber ich muss sagen, dass wir nicht so gefühlsbetont sind. Aber ich war angenehm überrascht, als ich hier ankam und ich denke, dass wir in Kanada mehr Umarmungen gebrauchen können.

Die Wichtigkeit der Gastfamilie
Nun, es gibt so viele Leute, die meinen Austausch super gemacht haben- mein Kanadische Rotary Klub, der diesen Austausch ermöglicht hat. Dieser Rotary Klub, weil ihr mich immer unterstützt und herzlich begrüsst habt- ich möchte besonders Silvia und Reto danken, die so hart gearbeitet haben und immer enthusiastisch waren mir zu helfen. Es gibt auch Schweizer Kolleginnen und Freundinnen, die Austauschschülerinnen und selbstverständlich meine Gastfamilien. Ich wurde bei Familie Wälchli, Weber, und Räss begrüsst und ich fühle mich gesegnet, bei diesen wunderbaren Familien gewesen zu sein und sie kennengelernt zu haben. Nein, sie haben mich nicht bezahlt, das zu sagen. Spass beiseite, habe ich jede meine Gastfamilien wirklich lieb. Sie sind so offen, liebenswürdig, grossmütig, hilfsbereit, enthusiastisch und freundlich. Ich werde mein Willkommensabendessen hier an meinem zweiten Tag nie vergessen. Ich habe zum ersten Mal Raclette probiert Und obwohl ich wahrscheinlich nichts verstanden habe, hat es mich tief berührt; diese vollkommen fremden Leute vom anderen Ende der Welt haben das alles für mich getan. Sie haben mich mit offenen Armen und Herzen empfangen – vollkommen Fremde! Und was für eine unbezahlbare Tat der Güte und Grosszügigkeit. Ich habe in diesem Moment wirklich verstanden, was für eine Ehre es ist, eine Austauschschülerin zu sein.

Die Schweiz als ideales Land für einen Austausch
Ich habe auch realisiert, wie viel Glück ich habe, in der Schweiz zu sein. Weil die Schweiz klein ist, und weil die öffentlichen Verkehrsmittel so gut funktionieren, kann man in jede Ecke der Schweiz reisen, und innerhalb eines Tages ist man schon wieder zuhause. Ausserdem hat die Schweiz verschiedene Teile. Man kann also nach Genf oder Lugano reisen und das Gefühl haben, dass man nach Frankreich oder Italien gereist ist! Der einzige Nachteil ist, dass ich immer verwirrt war, wenn ich in den Französisch oder Italienisch sprechenden Teil gereist bin und ich habe dann immer probiert, Deutsch zu sprechen.
Ich bin nach Ascona, Appenzell, Baden, Basel, Bern, Biel, Bremgarten, Brig, Chur, Fiesch, Freiburg, St. Gallen, Grindelwald, Genf, Kandersteg, Lucerne, Lausanne, Lugano, Locarno, Morges, Montreux, St.Moritz, Muotathal, Neuchatel, Oberwil, Valbella, Zug, Zurich und Zermatt gereist. In einige dieser Städte bin ich auch dank euch Rotarier dieses Klubs gereist. Es war schwierig, aber ich habe eine Liste meiner Lieblingsstädte in der Schweiz gemacht. Sie sind in keiner bestimmten Reihenfolge, weil das noch schwieriger wäre.
Lausanne, weil ich liebe die Aussicht auf die Berge vom See aus. Ich habe hier die schönsten Sonnenuntergänge gesehen. Ich liebe auch, dass die Strassen rauf und runter gehen.
Locarno weil ich die farbenfrohen Blumen und die tropische Natur sehr gern habe. Mir gefällt der italienisch angehauchte Strassen- und Architekturstil.
Zürich, weil ich die Altstadt am Fluss entlang liebe, besonders in der Nacht. Mir gefällt auch Zürich während Weihnachtszeit mit geschäftigen Strassen und Weihnachtslichtern. Natürlich habe ich viele gute Erinnerungen an meinen Sprachkurs in Zürich.
Und nicht zuletzt Aarau. Ich liebe es, durch die Altstadt zu spazieren, weil ich mich fühle, als wäre ich in einem Märchen. Mir gefällt auch wie klein sie ist, und trotz der Grösse scheint es, dass es immer voll ist mit Menschen und Geschäftigkeit.

Ausser Reisen, habe ich viele tolle Sachen erlebt. Das erste von vielen ist das Rotary Suonen Wochenende. Es war befriedigend hart zu arbeiten und anderen zu helfen. Wir haben den Sonnenuntergang über den Bergen gesehen, Raclette gegessen, und sie haben uns ein Ständchen mit Akkordeons und Jodeln gespielt. Und ich hatte wirklich das komplette Schweizer Erlebnis.
Die nächste tolle Erfahrung war das Skifahren und die Skischule. Es war ein extrem tolles und demütigendes Erlebnis. Wie ihr sehen könnt, waren meine Kolleginnen etwa halb so gross und alt wie ich, aber sie konnten trotzdem Kreise um mich fahren. Aber dank der Hilfe meines Skilehrers, zusätzlichen Unterrichtseinheiten von Dieter, unendlicher Unterstützung der ganzen Familie Weber, und der Motivation der Chicken Nuggets zum Mittag habe ich die Skisaison beendet landete erstaunlicherweise auf dem vierten Platz in unserem Skirennen. Es ist nicht so wichtig zu wissen, aber für die, die es wissen wollen, wir hatten fünf Teilnehmerinnen, mich eingeschlossen.

Zu der Zeit hatte ich auch die Gelegenheit, mit meinen Mitschülerinnen zu reisen. Die Mädchen in meiner Klasse haben einen Ausflug für ein paar Tage, bei dem wir das Matterhorn und Zermatt besuchten, organisiert und mich eingeladen. Ich hatte so viel Spass mit meinen Schulkolleginnen! Wir haben im Ferienhaus meiner Schulkollegin übernachtet, wir haben zusammen gekocht und sind lange aufgeblieben um Karten zu spielen und zu reden.
Ich hatte auch die Gelegenheit mit dem Jugendrotkreuz Aargau Freiwilligenarbeit zu machen. Wir organisierten Spielen und Aktivitäten für unbegleitete minderjährige Asylbewerber. Wir haben beispielsweise zusammen gekocht, Karten gespielt, sind Eis gelaufen, und haben Theater gespielt. Wir machten diese Aktivitäten um die Interaktion zwischen Schweizern und den jugendlichen Asylbewerber zu fördern. Die Asylbewerber und anderen Freiwilligen waren immer so freundlich und offen und es war eine Freude mitzumachen. Es war auch eine gute Gelegenheit, mein Deutsch zu verbessern zusammen mit den jungen Asylbewerbern!
Weil ich nicht genug Zeit habe, kann ich leider nicht ins Detail gehen, aber ich muss dieses tolle Erlebnis auch erwähnen! Ich bin drei Mal an der Badenfahrt gewesen, einmal natürlich mit diesem Klub, Ich habe an einer European Youth Parliament Session in Romanshorn teilgenommen. Ich bin an einem Militärbesuchstag meines Gastbruder gewesen. Ich habe einen Fussballmatch, Zürich gegen Lugano, geschaut. Ich habe das Bundeshaus besucht und eine Tour mit Nationalrätin Corina Eichenberger-Walther gemacht. Ich bin mit Webers in Göteburg, Schweden, gewesen. Ich war an einem Sam Smith Konzert im Hallenstadion. Ich habe ein Ballett mit Esther im Opernhaus in Zürich geschaut. Ich war beim Sechseläuten in Zürich, bei der Bachfischete in Aarau, und an der Fastnacht in Basel.

Die AKSA – die beste Kanti der Welt?
Mit all dem, was ich gemacht habe, klingt es wahrscheinlich, als wäre ich nie zur Schule gegangen. Aber ich kann Ihnen versichern, dass ich zur Schule gegangen bin. Dieses Jahr war ich eine Schülerin der Alten Kantonsschule Aarau- die bessere Kanti, oder sogar die beste Kanti habe ich gehört. Obwohl ich nie die andere Kantonsschule besucht habe, kann ich bestimmt sagen, dass die AKSA eine super Schule ist. Ich weiss noch, dass ich das erstes Mal, als ich ein Bild des Einstein-Gebäudes gesehen habe, dachte, ich habe wirklich Glück, in einem Schloss zur Schule gehen zu können. Vielleicht klingt es als ob ich übertreibe, aber ihr müsst zum Vergleich ein Bild meiner kanadischen Schule sehen, die nicht viel besser aussieht als das Zentralgefängnis, das wir besucht haben. Die Schule war ein super Erlebnis für mich. Ich bin eigentlich auch überrascht, dass ich sagen kann, dass ich die Schule genossen habe. Die Lehrer und Lehrerinnen waren immer super. Ich möchte besonders Herr Hunziker danken, der immer so freundlich und hilfsbereit ist. Ich hatte extrem Glück so eine offene, freundliche und lustige Klasse zu haben. In der Highschool in Kanada haben wir unterschiedliche Klassen für jedes Fach, was hier ganz anders ist. Das können schlechte Nachrichten sein für einige Leute, aber ich habe wirklich Glück gehabt, weil ich mich schnell mit meinen Klassenkameraden befreundet habe. Auch am Anfang des Jahres, als mein Deutsch wirklich, wirklich schlecht war, haben sich meine Kolleginnen bemüht, mit mir Hochdeutsch zu sprechen. Und wenn ich mich nicht ausdrücken konnte, haben wir immer losgelacht.
Was auch neu war, waren die Projektwochen, was ich wirklich toll gefunden habe! In Herbst hat meine Klasse einen Sozialeinsatz mit Schweizer Bauern in Oberwil gehabt. Es war wirklich ein lustiges, herzerwärmendes, unvergessliches Erlebnis. Meine Klasse und ich hatten viel Zeit um uns kennenzulernen und ich habe mich mit Schweizer Bauern und Bäuerinnen befreundet! In Frühling hatte ich die Möglichkeit nach Turin zu reisen. Es hat fast die ganze Zeit in Turin geregnet. Aber ich denke, dass wir viel Glück hatten im Hinblick auf den Regen, weil nicht so viele Leute das erleben können. Wir haben viele Museen besucht, vieles gutes Essen verschlungen, und schlenderten in unserer Freizeit durch die Strassen. Ich habe auch viele nette Schülerinnen und Schüler kennengelernt! Es war total lustig und absolut unvergesslich! Ich bin mit meiner Austauschfreundin, auch einer AKSA-Schülerin, gereist. Sie kommt aus Japan. Sie kann auch Englisch, aber wir haben das ganze Zeit nur Deutsch gesprochen. Und ich habe dann gemerkt, wie toll das ist. Letztes Jahr während dieser Zeit konnte ich kein Wort Deutsch und jetzt kann ich mit anderen Deutschlernenden und deutschsprechenden Leute eine Beziehung aufbauen.

Schweizerdeutsch als Herausforderung
Mein Fortschritt in Deutsch ist sehr schwierig zu sehen für mich. Deutsch hat so viele Regeln, und bis heute benutze ich normalerweise irgendeinen Fall. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass man Schweizerdeutsch in der Schweiz spricht. Und viele Leute fragen mich, wie schwierig Schweizerdeutsch ist. In einem Wort: schwierig. Am Anfang des Jahres hatten wir wie erwähnt unser Klassenlager. Wir haben mit Schweizer Bauern gearbeitet, die Berndeutsch sprechen. Meine Kolleginnen haben gesagt, dass es auch für sie schwer ist, den Dialekt zu verstehen. Also, wenn eine Nachricht von dem Bauern mich erreichen musste, sah es in etwa so aus- eine Nachricht drei Male übersetzt. Aber zum Glück ist es leichter geworden und ich habe angefangen, Schweizerdeutsch zu verstehen. Hier hatte ich auch durch Rotary die Gelegenheit, ein B1 Zertifikat zu erreichen. Ich hoffe, dass ich mein Deutsch an der Universität weiter machen kann. Ich muss zugeben, es fühlt sich komisch an, über die Zukunft nach meinem Austausch zu sprechen. Das Ende des Jahres kommt und mit ihm merke ich, dass ich viele Sachen aus der Schweiz vermissen werde.
Aber ich muss sagen, was ich am meisten vermissen werde, sind die Menschen. Ich werde meine Mitschülerinnen, Freundinnen, Gastfamilien, Nachbarn, und sogar die Fremden, die mich auf der Strasse begrüssten vermissen! Ich habe hier die liebsten Menschen kennengelernt und es bricht mir das Herz, dass ich gehen muss. Aber der einzige Gedanke, der mich tröstet, ist, dass ich immer Freundinnen und Familien hier in der Schweiz haben werde. Die Schweiz ist wirklich meine zweite Heimat geworden.

Aus dem Wunschland Österreich wurde die Schweiz
Viele Leute haben mich gefragt, warum ich einen Austausch in der Schweiz machen wollte. Und ich hätte mir gewünscht, dass ich etwas Cooles oder Poetisches als Antwort hätte geben können. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich das Land gar nicht gewählt. In meinem Rotary-Distrikt müssen wir Gespräche und Einschätzungen machen und ein Komitee entscheidet, wohin jede Schülerin gehen wird. Darüber hinaus sollte ich eigentlich meinen Austausch in Österreich machen. Aber ich wurde in März informiert, dass die österreichischen Austauschschüler keinen Austausch machen würden. Also konnte ich keinen Austausch in Österreich machen, aber die Nachbarn von Österreich waren bereit, mich aufzunehmen. Das Universum arbeitet manchmal rätselhaft, aber ich bin so glücklich, dass ich in der Schweiz gelandet bin. Ich würde nie mein Austauschjahr in der Schweiz für irgendeinen anderen Ort eintauschen. Danke viel, vielmals Rotary Klub Aarau-Alpenzeiger für die unglaubliche Gelegenheit, ein Austausch hier in der Schweiz zu machen- es hat mich zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht! Alles Gute und ich hoffe, dass sich unsere Wege wieder kreuzen werden!

Von Claire Ngo, (ehemalige) Austauschschülerin