Interview mit Benjamin Böhler
Ein Interview mit Benjamin Böhler, ein Ehemaliger der Alten Kanti Aarau.
von AULA
Ein Interview mit Benjamin Böhler, ein Ehemaliger der Alten Kanti Aarau.
von AULA
Der Kostümfundus des Opernhauses Zürich umfasst rund 80’000 Kostüme und Accessoires. Die Kostümdirektorin Verena Giesbert hat sage&schreibe in die zauberhafte Welt der Kostüme eingeführt.
Von Phoebe Grütter und Adriana Vieira Machado, G23B
Die gesellschaftlichen Rollenbilder von Frauen und Männern haben sich in den letzten Jahrzehnten markant verändert. Warum löst Gleichberechtigung heute neue Verunsicherungen aus? Und weshalb verschieben sich die Konfliktlinien zunehmend weg von starren Geschlechtermustern? – sage&schreibe hat beim renommierten Soziologen, Alters- und Generationenforscher François Höpflinger nachgefragt.
Von Seraina Graber, Yumiko Huguenin-Dumittan und Alyssa Seiler, G23B
Im vergangenen Dezember erlebte ich im KKL einen fast schon metaphysischen Moment: Christopher Nolans Interstellar auf der Leinwand, davor ein grossbesetztes Sinfonieorchester, das die Filmmusik live spielt. Und dann…
Von Michael Schraner, Prorektor und Musiklehrer
Gibt es ein Produkt, das die Bezeichnung «alltäglich» zurecht trägt, dann ist das wohl das Toilettenpapier. In diesen unscheinbaren Rollen steckt eine lange, faszinierende Geschichte voller innovativer Prozesse. Die Cartaseta AG in Gretzenbach produziert täglich eine Million dieser Rollen. Geschäftsführer Roberto Todaro gewährte sage&schreibe Einblick in die Herstellung des vielleicht alltäglichsten aller Produkte.
Von Denny Hofmann und Mirco Manco, G23B
Aus einer kleinen Idee ist etwas Grosses entstanden: Das Label NIKIN setzt heute ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit in der Schweizer Modebranche. Die Freunde Nicholas Hänny und Robin Gnehm gründeten das Label 2016 mit der Vision, Mode und Umweltbewusstsein zu verbinden. sage&schreibe wollte von Mitgründer Nicholas Hänny wissen, wie alles ins Rollen kam.
Von Lynn Chakaï und Sara Lea Küng, G23B
Im Schauspiel dreht sich alles um Rollen. In diesem Zusammenhang gibt es zwei besonders interessante Perspektiven: die der Person, die die Rollen entwirft, und die der Person, die in diese Rollen schlüpft. Der Drehbuchautor Lorenz Langenegger und die Schauspielerin Anna Pieri Zuercher geben Einblicke in die Herausforderungen und die Faszination ihrer Arbeit für den Zürcher «Tatort».
Von Carla Brandenberger und Zoé Christen G23B
Sie treffen sich vorwiegend in der Nacht auf Parkplätzen und posieren mit ihren getunten Autos. Nicht selten fallen sie durch laut aufheulende Motoren und riskante Fahrmanöver negativ auf und verärgern die Anwohnerinnen und Anwohner. sage&schreibe hat sich auf die Suche nach sogenannten Autoposern gemacht, um der zweifelhaften Faszination auf die Spur zu kommen.
Von Georg Hemme-Unger, G23B
Die gesellschaftlichen Rollenbilder von Frauen und Männern haben sich in den letzten Jahrzehnten markant verändert. Warum löst Gleichberechtigung heute neue Verunsicherungen aus? Und weshalb verschieben sich die Konfliktlinien zunehmend weg von starren Geschlechtermustern? – sage&schreibe hat beim renommierten Soziologen, Alters- und Generationenforscher François Höpflinger nachgefragt.
Von Seraina Graber, Yumiko Huguenin-Dumittan und Alyssa Seiler, G23B
Ein Medienzentrum als Informations-Hub ist mehr als ein Ort, an dem Wissen aufbewahrt wird. Hier wird auf vielfältige Art und Weise Wissen zugänglich gemacht und Schulangehörige lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit Information. Hier stehen nicht nur Medien, sondern auch die Menschen im Mittelpunkt.
Von Marcella Haab, Leiterin Medienzentrum
Ein Leben in zwei Welten: Michel von Känel ist Bezirksschullehrer und Dragqueen. Zwei Rollen, die er mit beeindruckender Selbstverständlichkeit lebt. sage&schreibe hat er Einblick gegeben in sein doppeltes Leben.
Von Carla Brandenberger und Mia Marfurt, G23B
Im Sommer 2025 rückte die Europameisterschaft den Fussball der Frauen ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Euphorie auf den Tribünen, die sich in den Medien widerspiegelte, machte sichtbar, was jahrzehntelang im Schatten gestanden hatte. sage&schreibe hat die ehemalige Torhüterin und heutige Trainerin Elly Trachsel zum Gespräch getroffen, eine, die den Schweizer Frauenfussball seit knapp 50 Jahren aus nächster Nähe erlebt. Sie berichtet von ihren persönlichen Erlebnissen, ordnet bisherige Entwicklungen ein und richtet den Blick optimistisch in die Zukunft.
Von Zoé Christen und Mia Marfurt
In der kalten Jahreszeit verlagert sich unser Lebensmittelpunkt nach drinnen, in die geheizten Wohnzimmer. Dort, wo es kuschlig warm ist und man das eisige Wintertreiben ungestört durch die Fenster beobachten kann.
Von Alyssa Seiler, G23B
Seit Jahren belegen die Mini-Unternehmen der Alten Kanti im Rahmen der Wettbewerbe von Young Enterprise Switzerland (YES) Spitzenränge. Das aus sieben Schülerinnen und Schülern bestehende Team KIWOKO hat nun mit seinem Kochbuch für Kinder sogar am europäischen Finale in Athen für Furore gesorgt.
Von Mathéo Page, G22K
Das Projekt WEGM (Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität) wurde vor gut sieben Jahren lanciert. Inzwischen ist es herangereift, vieles hat sich getan: Die Leitplanken aus dem neuen MAR / MAV (Maturitätsanerkennungsreglement respektive -verordnung) sowie der eidgenössische Lehrplanrahmen wurden und werden in eine kantonale Umsetzung übertragen, die im Kanton Aargau aus drei Teilprojekten – Stundentafel (TP 1), Lehrpläne (TP 2) und Maturitätsprüfungen (TP 3) – besteht.
Von Marianne Deppeler, Prorektorin
Ich schaue aufs Meer hinaus. Wuchtige Wellen, die auf die Küste einschlagen. Die Luft ist kalt. Schneidend. Hier sassen wir, du und ich. Vom Krieg erzähltest du.
Von Livia Reichart
Reinhold Bruder war Deutschlehrer
an der Alten Kanti von 1966-2004.
Aula-Mitglied seit 1997. Hier ist ein kleiner literarischer Beitrag von ihm.
Von Reinhold Bruder
Er ist ehrgeizig, jung und zielorientiert. Denis Hicks besucht das Sportgymnasium an der Alten Kanti und erzählt sage&schreibe von seinem Weg, einen Kindheitstraum zu verfolgen. Er gibt Auskunft über Trainingsroutinen, Disziplin und Fokus in einer Sportart, die weit komplexer ist, als sie auf den ersten Blick scheint: dem Golfsport.
Von Noelia Küttel, G23B
Ein vollbesetzter Theater-Saal, vier Wissenschaftler/-innen und eine Moderatorin. Dies sind die Eckdaten des «Science Jam», seit 2019 gemeinsam veranstaltet von der Bühne Aarau und der Alten Kanti. sage&schreibe wollte wissen, wie sich aktuellste Forschung aus unterschiedlichsten Bereichen humorvoll und allgemeinverständlich auf der Bühne präsentieren lässt.
Von Denny Hofmann, Mirco Manco und Mike Nunziata, G23B
Ein altes spanisches Sprichwort lautet: Wo es Wasser hat, ist Reichtum, und wo nicht: Armut. Unter diesem Motto fand der Austausch zwischen der 4. Klasse Schwerpunktfach Spanisch der Alten Kantonsschule und dem Colegio Suizo de Madrid statt. Zwei Wochen lang stand alles im Zeichen des Themas Wasser, das die Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern auf spannende und lehrreiche Weise erkundeten.
Von Fabienne Cherrez und Renate Niggler-Müri, Spanischlehrerinnen
Manon Wohlgemuth ist Moderatorin des Science Jams. Wir haben Sie interviewt.
Von Denny Hofmann, Mirco Manco und Mike Nunziata, G23B
Kurzinterview mit Prof. Dr. Jan Häusser. Er trat am Science Jam auf.
Von Denny Hofmann, Mirco Manco und Mike Nunziata, G23B
Die Hosts Lynn Chakaï und Elias D’Nelson Baltzer (G23B) in einem sehr persönlichen, nuancenreichen Talk zum Thema «Rollen». Was für Rollen wollen wir ausfüllen? Und welche Rollen werden uns zugeschrieben? Die Antworten dazu finden Sie in unserer neusten Podcast Folge.
Die Spuren der Vergangenheit sind in unsere Landschaft eingeschrieben. Wer weiss, wohin schauen, erkennt in Landschaftsformen, Gesteinsschichten, Fossilien und archäologischen Funden eine Geschichte, die sich nicht in Jahrhunderten, sondern in Jahrtausenden und Jahrmillionen geschrieben hat. Eine Geschichte, in der sich Landschaften, Klima, Lebewesen und schliesslich Gesellschaften immer wieder verändert haben – und in der manches doch geblieben ist.
Von Joëlle Kämpf, Geografielehrerin
Spuren am Tatort – oft sind es kleinste Hinweise, die für die Aufklärung eines Verbrechens entscheidend sein können. Bei der Kantonspolizei Aargau ist Valérie Gallinet, Dienstchefin Kriminaltechnik, genau dafür zuständig. Im persönlichen Gespräch gibt sie Auskunft über ihre Arbeit.
Von Kevin Brand und Yumiko Huguenin-Dumittan, G23B
Jäger kennen die regionale Natur mit all ihren Tieren und Pflanzen, sie erhalten die Biodiversität und schützen den Lebensraum der Tiere. Sie regulieren aber auch ihre Population. Wir haben uns zusammen mit Dr. Rainer Klöti, bis vor Kurzem Präsident des Aargauischen Jagdschutzvereins, auf Spurensuche gemacht.
Von Luca Bützberger und Mirco Manco, G23B
Das grösste Organ des menschlichen Körpers verrät vieles über unseren Lebenswandel, über Verletzungen, über das Älterwerden. Und es ist das einzige Organ, das wir nicht nur mit Gesundheit oder Krankheit in Verbindung bringen, sondern auch mit Schönheit. sage&schreibe hat Dr. Malte Schmelter, Facharzt für Dermatologie und Venerologie bei skinmed Lenzburg, zu einem Gespräch über unseren Umgang mit der Haut getroffen.
Von Clara Burkhalter, Zoé Christen und Mia Marfurt, G23B
Wenn die Gäste gehen, fängt ihre Arbeit erst an. Zimmer, in denen eben noch fremde Leben stattfanden, werden zurückgesetzt. Neue Bettwäsche, neue Handtücher, alles sauber machen. Doch nicht alle Spuren sind so eifach zu beseitigen. Eine Reinigungskraft erzählt von ihrer Arbeit im Hotel. Wie sie wegmacht, was andere hinterlassen. Tag für Tag.
Von Clara Burkhalter, Zoé Christen und Mia Marfurt, G23B
Das Archiv von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) enthält und bewirtschaftet mehr als 80 Jahre Radio- und Fernsehgeschichte. Markus Gafner, der mit seinem Team zahllose physische und digitale Audio-Schätze hütet, hat sageschreibe durch das einzigartige kulturelle Erbe der Schweiz geführt.
Von Seraina Graber, Laura Schneider und Adriana Vieira Machado, G23B
Sie sichern das Gelände der Alten Kanti, räumen nötigenfalls auf und sorgen zusätzlich zur Video-Überwachung für Ruhe und Ordnung: das Security-Team von Special Protect AG. Wir haben Adrian Buchser und Martin Vetter auf einem Rundgang begleitet.
Von Luca Bützberger und Balian Wark, G23B
Der amerikanische Spielfilm «Wild Style!» erzählt die Geschichte eines Graffiti-Künstlers. Der Erfolg dieses Films führte auch in der Schweiz zu einem Boom der illegalen Graffiti-Kunst. sage&schreibe hat Pirmin Breu getroffen, einen Sprayer der ersten Stunde, der heute ganz legal Graffitis gestaltet.
Von Mirco Manco und Balian Wark, G23B
Einst ein berühmter Schriftsteller in Afghanistan, dann zur Flucht gezwungen. Azizullah Ima hat sich mit seiner Familie im Kanton Aargau ein zweites Leben aufgebaut. Geholfen haben ihm dabei eine grosse innere Kraft – und die Literatur.
Von Seraina Graber, Laura Schneider und Adriana Vieira Machado, G23B
Noch nie war es einfacher, ein Umweltengel zu sein. Ökologisches Tanken mit Shell, klimaneutral chatten mit Swisscom, und dank recycelten Adidas-Turnschuhen die Ozeane retten.
Unser Konsum ist die Lösung für die Umweltkrise. Transparenz und Nachhaltigkeit waren gestern.
Greenwashing ist dabei der neue Ablasshandel für unser gutes Gewissen.
Von Lara Melissa Müller und Viviane Peter, G24L
Die geheimnisvollen Schuhabdrücke im Treppenhaus des Einsteinhauses – sie haben Generationen von Schülerinnen und Lehrpersonen bewegt. Sind es Spuren von Bauarbeitern? Vielleicht von Einstein höchst persönlich? Zahllose Versuche wurden unternommen, die Herkunft der Abdrücke zu klären. Erfolglos.
Von Lynn Chakaï und Mirco Manco, G23B
Im Sportgymnasium der Alten Kanti werden jährlich ungefähr zwanzig Leistungssportler/-innen mit Maturazeugnis und den Grundlagen zu einer Karriere im Spitzensport entlassen. Um diese Doppelbelastung zu meistern, braucht es viel Geschick.
Von Lara Dredge, Prorektorin, Leiterin Sportgymnasium und Deutschlehrerin
So viele tolle Rezepte in unseren Feeds und auf den sozialen Medien, aber – Hand aufs Herz: Wir sind doch fast immer zu faul, sie nachzukochen. Alles viel zu aufwändig.
Von Adriana Vieira Machado, G23B
Einhundert Einsendungen aus der ganzen Deutschschweiz zum Thema «Galgenvogel», sechs Finalistinnen, drei Preisträgerinnen und ein prall gefülltes Aargauer Literaturhaus Lenzburg. Dies die Eckdaten des im April 2025 zum dritten Mal verliehenen «Wedekind-Preis für junge Literatur». sage&schreibe hat den Literaturhausleiter und eine Jurorin zum Literaturpreis befragt.
Von Andreas Neeser, Redaktionsleitung
Die Spuren der Vergangenheit sind in unsere Landschaft eingeschrieben. Wer weiss, wohin schauen, erkennt in Landschaftsformen, Gesteinsschichten, Fossilien und archäologischen Funden eine Geschichte, die sich nicht in Jahrhunderten, sondern in Jahrtausenden und Jahrmillionen geschrieben hat. Eine Geschichte, in der sich Landschaften, Klima, Lebewesen und schliesslich Gesellschaften immer wieder verändert haben – und in der manches doch geblieben ist.
Von Joëlle Kämpf, Geografielehrerin
Der Wecker klingelte. Der Mann warf die Decke zurück, rollte auf die Seite, streckte sich und stand auf. Ein Morgen wie jeder andere.
Von Jakub Kwiatkowski
Liebe Andrea, Reisen war schon immer deine grosse Leidenschaft. Deshalb fasst das ‘logbook’ deine berufliche Karriere als grosses Reiseabenteuer sachlich und kurz zusammen; die Abenteuer und Herausforderungen, die Frustrationen, Freuden und Erfolge erfasst es nicht. Unzähligen Schülerinnen und Schülern hast du während deiner Karriere mit Freude und grossem Einsatz die englische Sprache und die Vielfalt der Kulturen und Literaturen der anglophonen Welt nähergebracht.
Von Monika Bauder, Englischlehrerin
Föifesächzgi! So ne Seich. Jetz mues i lo goh.
Aber es sig e gueti Sach, me lists uf allne Rotgäbersiite: Chönne lo goh macht di glücklech. Muesch lehre, ned alles z kontrolliere;
Von Hans-Jürg Suter
Rechtsanwältin, Stadträtin Aarau, Verwaltungsrätin, Matura Typus E 1994
Interview durchgeführt von AULA.
Ich muss früher mit dem Lernen anfangen. Ich muss mich besser organisieren. Ich muss bessere Noten schreiben. – Stimmt. Ich muss perfekter werden. Das wird dauern, aber es ist eben auch nötig.
Von Allegra Guiffo Longué, G23F
Danke, lieber Philippe. Dreissig Jahre lang hast du dein Wissen als Geografielehrer in den Dienst der Alten Kanti gestellt, ganz nach dem obigen Motto von Mahatma Ghandi.
Von Michael Haueter und Marianne Wülser, Fachschaft Geografie
Dass die Erstellung des Stundenplans der Alten Kanti seit Jahren eng verknüpft ist mit einem Campari Soda, habe ich erst vor wenigen Jahren erfahren. Wie eine Befreiung musste es sich jeweils für Hans-Jürg anfühlen, wenn er sich, nach Wochen intensivsten Tüftelns in seiner Stundenplanklausur, zum erfolgreichen Abschluss Stephan Eichers Version des Mundart-Klassikers von «Taxi» gönnte:
Von Dr. Andreas Hunziker, Rektor
Musik, Bewegung, Lachen und Tanz – wer einen Kubaner oder eine Kubanerin beschreiben muss, kommt ohne diese Begriffe nicht aus. Vielleicht können die Kinder noch nicht gut reden, aber wenn sie Musik hören, fangen sie an, sich zu bewegen. Das hat mit der Immigration aus Afrika und Europa zu tun.
Von Elias D’Nelson Baltzer, G23B
Eine Postkarte, eine ausländische Banknote oder Kaffeeflecken und Fettränder – wenn ausgeliehene Bücher zurückkommen, erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mediothek so manche Überraschung. Eine Übersicht.
Von Nina Federer und Stephan Häfliger, Medienzentrum der Alten Kanti
Im Zimmer 17 im Einsteinhaus unterrichtet seit 28 Jahren ein Künstler: Jürg Hoerners Kunst ist von hohem gesellschaftlichem Wert, denn er balanciert. Er wägt ab, er findet den Ausgleich zwischen ganz unterschiedlichen Menschen, Ansprüchen und Fachgebieten.
So versteht Jürg Hoerner das Unterrichten – als die Kunst des immer wieder gelingenden Balanceakts. Darin hat er es zur Meisterschaft gebracht.
Von Daniela Faller, Fachschaftsvorsteherin Wirtschaft und Recht
Austausch – das bedeutet für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Möglichkeit, für ein halbes oder ein ganzes Jahr auszuziehen in die grosse weite Welt. Fünf Austauschschülerinnen und ein Austauschschüler der G23B schreiben exklusiv für sage&schreibe von sichtbaren und unsichtbaren Spuren, denen sie in der Fremde nachgehen – oder die sie selbst hinterlassen.
Von Alyssa Seiler, Phoebe Grütter, Carla-Julie Brandenberger, Navid Fathi, Noelia Küttel und Sara Lea Küng G23B
Ein Nebel legt sich über die Welt. Meine Gedanken kommen nicht zur Ruhe, ich schiesse Pfeile, aber ich treffe das Ziel nicht. Die Zukunft ist irgendwie hässlich, und die Gegenwart spüre ich nicht. In meinem Kopf sind nur Millionen Pixel. Ich reibe mir den Kopf, um all den Crap des Internets wieder loszuwerden.
Von Selma Fässler, G22L
Die Hosts Lynn Chakaï und Elías D’Nelson Baltzer (G23B) gehen der Frage nach: «Hinterlassen wir Spuren? Wie prägen uns die Spuren, die wir hinterlassen?» Dazu haben sie auch Menschen auf der Strasse interviewt. Die Antworten dazu finden Sie in unser neusten Podcast Folge.
Die Arbeitsgruppe Leitsätze hat die Schnapszahl 222 zum Anlass genommen, das Bestehen der Alten Kanti ausgiebig zu feiern – nicht mit einer grossen Sause, sondern mit zahlreichen informativen, überraschenden und witzigen Aktionen, Ausstellungen und Konzerten. Willkommene Auflockerungen im Schulalltag.
Von Prorektor Hans-Jürg Suter und der Gruppe Leitsätze
Beim Schreiben der ersten wissenschaftlichen Arbeit, ob in Schule oder Beruf, kommt man leicht ins Schwitzen. Gut also, dass es nützliche Tipps und Tricks gibt, um nicht nur eine erfolgreiche Arbeit zu schreiben – sondern auch stressfrei.
Von Prorektor Hans-Jürg Suter und der Gruppe Leitsätze
Fassen Sie Ihre Kantizeit in einem Satz zusammen.
Die Zeit an der Alten Kanti hat mich massgebend geprägt, vorab wegen der vielen neugewonnenen, meist bis heute bestehenden Freundschaften, dann aber auch wegen der grossen Fülle an neuem, von kompetenten Fachlehrpersonen vermitteltem Wissen, und schliesslich auch einfach aufgrund der einzigartigen Stimmung auf dem Campus der Alten Kanti.
Won i 1968 e Kanti cho be, hämmer e Chorleiter gha, wo aues gäh het, zom öis metriisse. Friitig för Friitig esch är pflotschnass gsi noch de Prob, ond är esch so aagfrässe gsi vo siner Begäischterig för e Gsang, dass är öis öppe ganz öbu aagfluechet het. Aber för dä wäre mer dor s Füür gange.
Von Ernst Strebel
You’re here because you know something. What you know you can’t explain. But you feel it. You’ve felt it your entire life. That there’s something wrong with the world. You don’t know what it is but it’s there, like a splinter in your mind driving you mad. (The Matrix, 1999)
Von Michael Schraner, Musiklehrer
Jeden Freitagmittag von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr findet an der Alten Kanti das Freifach «Relax! Strategien für weniger Stress und mehr Selbstvertrauen» statt. Diese eine Stunde inmitten des hektischen und prall gefüllten Schulalltags bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter der Leitung von Erica Fankhauser eine praxisorientierte Möglichkeit herunterzufahren, den Kopf auszuschalten und in das eigene Innenleben einzutauchen. Ausserdem sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, sich selbst zu reflektieren und ihre Bedürfnisse und Gefühle offen zu kommunizieren. sageundschreibe war bei einer Lektion dabei.
Von Ella Karg und Leonie Kihm , G21K
Wie lebt es sich als meistgehasster Mann an der Alten Kanti? Ob du das werden wolltest, hatte dich ja 2002 eine besorgte Kollegin gefragt.
Nein, das wollte ich nicht; aber Stundenplaner werden, schon. Ich meine, ich bin letzteres geworden, ohne ersteres zu sein. Falls ich mich täusche: Richtigstellungen bitte an hans-juerg.suter@ag.ch
Von Hans-Jürg Suter, Englischlehrer und Stundenplaner
Monatelang musste die Alte Kantonsschule Aarau ohne Mensa auskommen. Nun stehen Foodtrucks vor dem Albert-Einstein-Gebäude. Sind sie die Lösung der Versorgungskrise? Alessia Marta Hostettler und Luisa Dambach von der sage&schreibe-Redaktion haben den Food-Check gemacht.
von Alessia Marta Hostettler
Stress ist für viele ein ständiger Begleiter im Alltag – sei es wegen beruflicher Herausforderungen, privater Verpflichtungen oder Prüfungen in der Schule. Welche Rolle spielt die Lebensmittelauswahl in solchen Zeiten? Wie beeinflusst Stress unsere Ernährung? Sage&schreibe hat bei der ernährungspsychologischen Beraterin Irene Held nachgefragt.
Von Erza Gashi und Nathalie Tanner, G21K
Immer mehr Fehlzeiten, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Burnouts -sämtliche Statistiken zeichnen ein klares Bild: Stress im Beruf ist hierzulande ein Problem. Wir haben vier Personen aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zu den komplexen Zusammenhängen zwischen Beruf und Stress befragt.
Von Vivien Arnold und Erza Gashi, G21K
Stress ist im Leben von Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern unvermeidlich. Auch in der anspruchsvollen Disziplin des Schiesssports, bei dem Sekundenbruchteile über das Ergebnis entscheiden, ist Stress omnipräsent. Gerade in entscheidenden Momenten erleben Athletinnen und Athleten in solchen Momenten eine extreme Belastung. Auch Chiara Leone, die Olympiasiegerin von 2024 in der Königsdisziplin Dreistellung Gewehr 50m, kämpft mit solchen Herausforderungen. Sie erzählt uns in einem Videocall von ihren Erfahrungen und wie sie mit Stress umgeht.
Von Nathalie Tanner und Jessica Pinto Guerreiro, G21K
Die Anti-Stress-Therapie im Selbstversuch: Zwei Redaktorinnen von sage&schreibe haben sich eine zweiwöchige Pause von jeglichen Sozialen Medien auferlegt. Ziel des Experiments: unnötigen Stress durch Medienkonsum vermeiden und den Alltag so stressfrei wie möglich bewältigen. Inwiefern das gelungen ist, haben die beiden in Erfahrungsberichten festgehalten.
Von Vivien Arnold und Luisa Dambach, G21K
Die Hosts Vivien Arnold und Annalea Gottermayer (G21K) fragen: «Wie geht man am besten mit Stress um?» Sie machen sich auf die Suche nach der ultimativen Antwort und teilen einige Tipps und Tricks. Eine Episode zum Entspannen.
Wir sind wütend, weil wir diese Zeilen schreiben müssen.
Wir sind wütend, weil wir tagtäglich für uns einstehen müssen, einzig aufgrund unseres Geschlechtes. Wir sind wütend, weil wir immer zu sein haben, wie andere uns sehen wollen. Überkreuz deine Beine, du sitzt zu maskulin da. Schmink dich doch, man sieht ja deine Augenringe. Trag doch einen BH, deine Nippel muss nicht die ganze Welt sehen.
Von Carla-Julie Brandenberger und Zoé Christen, G23B
Wenn wir unser Haus verlassen, frische Luft schnappen, sehen wir eine überwältigend vielfältige Welt, voller faszinierender Dinge, voller unterschiedlicher Menschen. Wir sind so verschieden – gross, klein, breit, dünn, diese Sprache sprechend, jene Sprache sprechend. Diese Vielfalt ist nichts Ungewöhnliches. So ist die Natur. Nur scheint es, dass wir das nicht begreifen können.
Von Jakub Kwiatkowski, G22D
Eine Gesellschaft voller Einzigartigkeit. Überall die Idee, sich von der Masse abheben zu müssen, nach dem höchsten Selbst zu streben. Egal, ob im Internet oder einfach im Alltag, es scheint, als wäre es das Lebensziel aller.
Von Aurelia Frey, G22I
Ich setze mich ins Auto und fahre los. Durchs Fenster sehe ich die grünen Blätter der Eukalyptusbäume, wie sie in der prallen Sonne glitzern. Es gibt unendlich viele von ihnen, vor allem an den Hängen der nördlichen Berge. Die Strassen nehmen kein Ende, Kurve um Kurve enthüllen sie neue majestätische Landschaften, und die frische, feuchte Luft steigt mir in die Nase.
Von Jessica Pinto Guerreiro, G21K
Das Amt der höchsten Schweizerin ist der bisherige Höhepunkt einer beeindruckenden politischen Karriere: 2025 präsidiert die Aargauerin Maja Riniker (FDP) den Nationalrat. Wir haben sie in der Aula der Alten Kanti zum Gespräch über Stress, Familie und Politik getroffen.
Von Jakob Hechler und Sorin Lababidi, G21K
Ich bin der Körper im Geist meiner Ideen.
Ich stehe fest auf dem Boden. So falle ich.
Von Mila Schwyter
Stress auf dem Teller
Wer kennt es nicht: Der Tag war chaotisch, die Schule oder die Arbeit anstrengend, die To-do-Liste gleicht einem Roman. Und was tun wir? Wir suchen Trost. Nicht bei Freunden, nicht in einem inspirierenden Podcast, sondern in der Küche, genauer gesagt dort, wo die Snacks gelagert werden.
Von Erza Gashi, G21K
Stress ist ein Alltagsphänomen, das meist als etwas Negatives empfunden wird. Allerdings ist Stress ein normaler und unvermeidbarer Teil unseres Lebens – und erstaunlicherweise durchaus notwendig für unser Wohlbefinden. Dies behauptet PD Dr. med. Joram Ronel, Leiter des Departements für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Klinik Barmelweid. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen.
Von Jessica Berger, Erza Gashi und Jessica Pinto Guerreiro, G21K
Das Phänomen ist nicht neu, immer häufiger aber sind auch Orte in der Schweiz davon betroffen: Social-Media-Influencer posten Bilder von wunderbaren Naturlandschaften – worauf diese von Tourist/-innen-Strömen buchstäblich überflutet werden. Nicht selten bringen solche Hypes und der damit verbundene «Overtourism» für die Gemeinden mehr Probleme als Vorteile mit sich. Wir haben nachgefragt bei Gabriela Blatter, Gemeindeschreiberin von Iseltwald.
Von Luisa Dambach und Alessia Hostettler, G21K
Das Chagall-Förderprogramm ist diesen Sommer im Raum Aarau ins zweite Jahr gestartet. Es unterstützt Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus finanziell bescheidenen Verhältnissen bei einem Übertritt in eine anspruchsvolle weiterführende Schul- oder Berufslaufbahn nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit.
Von Marianne Deppeler, Prorektorin und Co-Projektleiterin Chagall
Beim Schreiben der ersten wissenschaftlichen Arbeit, ob in Schule oder Beruf, kommt man leicht ins Schwitzen. Gut also, dass es nützliche Tipps und Tricks gibt, um nicht nur eine erfolgreiche Arbeit zu schreiben – sondern auch stressfrei.
Von Nina Federer, Praktikantin Medienzentrum
Sämtliche Studien, die sich in jüngster Zeit mit dem Phänomen Stress beschäftigt haben, kommen zum Schluss, dass immer mehr Menschen darunter leiden und Stress in seinen vielfältigen Ausprägungen ein wachsendes gesellschaftliches Problem darstellt. Was aber geschieht eigentlich mit uns, wenn wir gestresst sind? Wir haben nachgefragt bei Prof. Dr. med. Krassen Nedeltchev, Chefarzt für Neurologie am Kantonsspital Aarau.
Von Alexandra Ellena und Mila Schwyter, G21K
Alltagsstress verbinden wir oftmals mit Faktoren, die sich ausserhalb unseres Familienlebens abspielen. Das fällt uns leicht, und es rechtfertigt unser tägliches Gestresstsein. Was wir gern verschweigen, weil es ein gesellschaftliches Tabu ist: Stress kann sehr wohl unmittelbar aus der familiären Situation erwachsen. Und noch immer sind die Leidtragenden zu oft die Mütter.
Von Ella Karg und Leonie Kihm, G21K
Der Begriff Therme leitet sich her vom griechischen «thermos» und bedeutet «warm». Bereits die alten Römer besuchten gerne Thermalbäder. Sie errichteten Badehäuser in ganz Europa, unteranderem auch in Baden. Das 2021 eröffnete Thermalbad FORTYSEVEN führt die jahrhundertealte Kultur des Badens weiter und profitiert dabei noch heute von den natürlichen Quellen in Baden.
Von Nathalie Tanner und Jessica Pinto Guerreiro, G21K
Vogelgezwitscher, tropische Hitze und der Geruch nach Regenwald. So stellt man sich Urlaub auf Madagaskar vor. Aber der Schweissfilm auf der Haut ist echt, und wir sind im Masoala Regenwald im Zoo Zürich. 11’000 Quadratmeter Dschungel mitten in der Stadt.
Von Jessica Berger, Denys Chernov, Jakob Hechler
Zum zweiten Mal wurde der von der Alten Kanti und dem Aargauer Literaturhaus Lenzburg ausgerichtete und von der Alumni-Vereinigung der Alten Kanti (AULA) mit einem Preisgeld von 1000 Franken alimentierte Wedekind-Preis für junge Literatur vergeben. Die Finallesungen mit anschliessender Preisverleihung im Literaturhaus waren ein Fest der jungen Literatur.
Von Andreas Neeser, Redaktionsleitung
Sich entschuldigen bedeutet wörtlich, jemanden darum zu bitten, die Schuld, die man auf sich geladen hat, von einem zu nehmen. Aber wie viel ist eine Entschuldigung eigentlich wert? Heutzutage scheint es, dass ein einfaches «Sorry» unzählige Möglichkeiten eröffnet. Die schlimmsten Vergehen können durch so eine leere Floskeln glattgebügelt werden, was häufig missbraucht wird.
Von Lena Tschannen
Vier Jahre, x-tausend Prüfungen und eine Matura später: was nun?
Die gnadenlose Frage, die jeder Schülerin und jedem Schüler nach den Schlussprüfungen innerhalb des Zeitraums der Kanti wie ein gotterbärmliches Fallbeil über dem Kopf hängt. Denn was danach sein wird, hat einem keiner gesagt. «Du hast noch genügend Zeit!», haben sie behauptet.
Der Schweiss fliesst einfach aus mir heraus. Steige ich die drei Stockwerke in mein Schulzimmer hoch, scheint es mir, als würde ich nachheizen. Dann fliesst es aus allen Poren. Während eines langen Schultags sind Leinenhemden und Merinoshirts immerhin ein Teil der Lösung.
Von Michael Schraner, Musiklehrer
Ein Leben endet, doch es ist noch einiges zu klären, das möglicherweise juristisch von Belang ist. Hier beginnt die Arbeit der Rechtsmedizin. Der kalte Körper soll die Antworten liefern, die das Leben offengelassen hat. sage&schreibe hat Dr. med. Daniel Eisenhart, Institutsleiter und Chefarzt des Instituts für Rechtsmedizin im Kantonsspital Aarau, über den Beruf des Rechtsmediziners befragt.
Von Alexandra Ellena, Emilia Laube und Lilly Zgraggen G21K
Mit dem Fahrrad über Stock und Stein, durch den Wald und auf den Strassen, immer so schnell wie möglich. Dies ist der Alltag von Lea Huber, die seit acht Jahren Mountainbikerin ist und deshalb das Sportgymnasium der Alten Kanti besucht. sage&schreibe hat die 20-jährige Vizeweltmeisterin zum Gespräch getroffen.
Von Alessia Marta Hostettler und Nathalie Tanner, G21K
Ein Team der sage&schreibe-Redaktion stellte sich der Herausforderung, beim Kochen und Essen in Sachen Schärfe an die Grenzen zu gehen. Nach reichlicher Absprache entschieden sich die Test-Köchinnen dazu, «Hot Chicken Pad Thai» zu kochen. Extra hot. Aber dann kam doch alles ein wenig anders.
Von Alessia Marta Hostettler, Jessica Pinto Guerreiro und Graciella Kazadi, G21K
«Heiss, heiss!» rief mein Patenkind jeweils laut, wenn es etwas in glühend roter oder gleissend weisser Farbe sah. Das konnte die Flamme beim Anzünden der Tischbombe sein – oder einfach nur eine rote LED oder ein Glühwürmchen. Dieses Wort des Kleinen, eines seiner ersten überhaupt, war Ausdruck einer einfachen Assoziation, mit der er begann, die Welt um sich herum zu begreifen: Was heiss ist, gibt helles Licht ab.
Von Michael Schär, Lehrer für Chemie
Die Hosts Vivien Arnold und Annalea Gottermayer (G21K) diskutieren eiskalt die heissen Fragen – wie zum Beispiel: Nutella mit oder ohne Butter? Darf Ananas auf die Pizza? Und was meinen Schülerinnen und Schüler der alten Kanti dazu? Finden Sie es heraus!
Seit vier Jahren leitet Andrea Santschi überaus erfolgreich die Theatergruppe der Alten Kanti. Im Nachgang zur jüngsten Produktion – der szenischen Umsetzung des Mittelalter-Romans «Tristan und Isolde» – haben wir Andrea Santschi zum Gespräch getroffen.
Von Alexandra Ellena, Emilia Laube und Lilly Zgraggen, G21K
Noch vor wenigen Jahren waren sogenannte Männer- beziehungsweise Frauenberufe selbstverständlich. Unsere heutige Gesellschaft legt jedoch zunehmend Wert darauf, diese stereotypen Berufsbilder aus dem Weg zu räumen und Platz für mehr Diversität zu schaffen. Wirklich? – Leonie Kihm und Alessia Marta Hostettler vom Redaktionsteam haben eine Pilotin und einen angehenden Fachmann Gesundheit bei ihrer Arbeit besucht und über die Beziehung von Beruf und Geschlecht befragt.
Von Leonie Kihm und Alessia Marta Hostettler, G21K
Sobald das Wort «Feuerwehr» fällt, spielt sich vor dem inneren Auge ein Film ab: gefährliche Flammen, Wasser, das aus Schläuchen schiesst. In keinem anderen Beruf treffen Hitze und kühlende Nässe so häufig aufeinander, ja bedingen sich sogar. sage&schreibe hat die Stützpunktfeuerwehr Baden durch eine Rettungsübung begleitet.
Von Ella Karg und Luisa Dambach, G21K
Trockenobst mit Nüssen gibt es hier nicht. Dafür eine köstliche und leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Die älteste Mittelschule der Schweiz jubiliert und feiert 2024 ihr 222-jähriges Bestehen. Aus Anlass des freudigen Ereignisses präsentiert sage&schreibe Kürzesttexte von Mitgliedern der literarischen Langzeitwerkstatt «Treffpunkt Text» zum Thema «222».
Dass Lesen unser individuelles Wärme- und Kälteempfinden beeinflussen kann, ist nicht neu. Wie aber liest es sich da, wo die äußeren Temperaturen extrem sind? Das Medienzentrum der Alten Kanti hat nachgefragt in der Kantonsbibliothek Lugano und beim Bibliobus neuchâtelois, der auch La Brévine, den kältesten Ort der Schweiz, anfährt.
Etwas von vielem, das mich an meine Kindheit in Polen erinnert, sind die alten Geschichten. Polen ist reich an Märchen, Sagen und Legenden, die seit Jahrhunderten überliefert werden und die kulturelle Identität der einzelnen Regionen prägen.
Von Piotr Bielski
Im November 2023 ist Anna Felder verstorben. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Alten Kanti schrieb sie ein literarisches Werk, das grosse Beachtung fand und 2018 mit dem Grand Prix Literatur des Bundesamtes für Kultur (BAK) ausgezeichnet wurde.
Von Ernst Strebel
Dass Lesen unser individuelles Wärme- und Kälteempfinden beeinflussen kann, ist nicht neu. Wie aber liest es sich da, wo die äußeren Temperaturen extrem sind? Das Medienzentrum der Alten Kanti hat nachgefragt in der Kantonsbibliothek Lugano und beim Bibliobus neuchâtelois, der auch La Brévine, den kältesten Ort der Schweiz, anfährt.
Von Stephan Haefliger, Mediothekar Alte Kanti Aarau
Anfang 2023 hat die Leitung des Departements Bildung, Kultur und Sport der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren den Auftrag erteilt, an den einzelnen Schulen Projekte zum eigenverantwortlichen, begleiteten Lernen zu erarbeiten. Schon im kommenden Schuljahr wird das von der Alten Kanti erarbeitete Konzept nun in einer Pionierphase umgesetzt.
Von Dr. Andreas Hunziker, Rektor
Nach unzähligen Tierschutzkampagnen und Protesten war letzten Winter dennoch wieder ein Comeback von Pelzmänteln und anderer felliger Kleidung zu sehen. – Moral und Trendfieber treffen erneut aufeinander, wobei die Generation Z neue Aspekte zum Meinungsstreit beizufügen hat.
Von Susanna Burkhard, G21K
Die Klimaerwärmung zeigt weltweit immer häufiger teils verheerende Folgen. In der Schweiz gilt eine der grössten Sorgen den Gletschern, die rasant schmelzen. Damit rückt eine noch relativ junge Wissenschaft in den Fokus: die Glaziologie. Simon Jung, Gletscherforscher an der ETH Zürich, gibt Einblicke in sein komplexes Forschungsgebiet und zeigt auf, wie sich die Gletscherschmelze langfristig auswirkt und inwiefern wir dem Wandel auch Positives abgewinnen können.
Von Ella Karg und Mila Schwyter, G21K
Wir, die sogenannte Generation Z, verbringen mehr Zeit in unseren Häusern als unterm Himmel.
Wir haben keine Ahnung, von wo unsere Nahrung kommt und wie sie hergestellt wird.
Wir verbringen mit unseren Liebsten mehr Zeit über einen Bildschirm als in Person.
Wir haben unbegrenzte Mengen an Instant-Informationen über unsere Fingerspitzen zur Verfügung.
Wir nutzen all diese Informationen, um unsere Gehirne konstant zu überfluten.
Von Jeremia Frey
Er liebt mich, er liebt mich nicht
kleine Augen, grosse Hände
du liebst mich nicht, du liebst mich
Von Emilia Laube
Rund ein Jahr ist es her, dass ChatGPT das Licht der öffentlichen Welt erblickt und die Bildungswelt in ihren Grundfesten erschüttert hat. Insbesondere Bildungsinstitutionen können sich den mit ChatGPT und anderen Chatbots einhergehenden Herausforderungen längst nicht mehr entziehen. Auch die Alte Kanti nicht.
Redaktorinnen und Redaktoren von sage&schreibe besuchten anlässlich des Kantitags der Kulturen am 8. September 2023 drei von knapp vierzig thematisch breit gefächterten Werkstatt-Modulen. Hier sind ihre Eindrücke.
AULA, die Alumni-Vereinigung der Alten Kanti, wurde 1997 gegründet. Sie unterstützt Projekte der Schule.
As aute Ma, wo scho öber sebezg Johr Zuekonft hender sech het, möcht i Muet mache för d Zuekonft. Aber wen i a d Wäutlag dänke, schiint mer, am stärchschte sege di zerstörerische Chreft, ond d Klimapolitik wärdi prägt vo egoestischer Chorzsechtigkeit.
Von Erst Strebel
Erich Obrist war nach Stationen an der Bezirksschule Baden und der Kanti Olten bis 2024 an der Alten Kanti als Lehrer für bildnerisches Gestalten tätig. Während 20 Jahren an unserer Schule hat er hunderte von Schülerinnen und Schülern begleitet, für Gestaltung motiviert und für Kunst begeistert. Eine Würdigung.
Von 1990 bis zum Sommer 2023 war Stefan Meister als Lehrer für Gitarre an der Alten Kanti tätig, zuerst ein Jahr als Stellvertreter für José Sanchez, anschliessend mit einem eigenen Pensum an der Kanti und an der Kantonalen Schule für Berufsbildung KSB.
«Grüezi, mir sind vom sage&schreibe-Team, aso kenne Si jo sicher, das isch s Magazin vo der Alte Kanti. Mir machen es Stroosse-Video zum Thema Zuekunft. – Händ Si Luscht, debii z sii?»
An einem regnerischen Morgen ist man vermutlich kaum in der Stimmung, Glace zu essen. Es sei denn, man trifft sich mit Roger Holzer in seiner ehemaligen Garage. Dort befindet sich nämlich die Werkstatt der Glace-Manufaktur «Crazy for Gelato» welche er 2022 gemeinsam mit seiner Frau gegründet hat. Spätestens, wenn man sich durch das eiskalte Sortiment probiert, schmilzt, egal bei welchem Wetter, nicht nur die Glace.
Von Luisa Dambach und Susanna Burkhard, G21K
Am 8. September 2023 ticken die Uhren an der Alten Kanti anders als normal. Der Stundenplan ist ausser Kraft gesetzt, viele Klassenzimmer bleiben leer, Abteilungen mischen sich bunt durcheinander, die Schul- und Sportanlagen sowie weitere Räumlichkeiten in der näheren Umgebung stehen für einen besonderen Anlass bereit – den Kantitag der Kulturen.
Von Bärbel Hess Bodenmüller, Organisationsteam Kantitag und Religionslehrerin
Finnland? – Ach ja, das Land in Skandinavien! – Das denken viele, aber es stimmt nicht. Finnland gehört nicht zu Skandinavien, sondern zu den sogenannten Nordischen Ländern. Soll man dieses Land besuchen? Als Entscheidungshilfe hier ein paar Funfacts:
Von Anastasia Uosukainen, G23B
Gesetze sind juristische Setzungen. So leicht lassen sie sich nicht verändern. Genau dies aber verlangt der rasant fortschreitende gesellschaftliche und technologische Wandel. Wie soll das gehen, und wo setzt man in Zukunft die Schwerpunkte? – sage&schreibe hat nachgefragt beim Aarauer Oberrichter Dr. Lukas Cotti.
Von Nathalie Tanner und Ella Karg, G21K
Arten verändern sich, so auch Homo sapiens. Was offensichtlich für seine kulturellen Errungenschaften gilt, stimmt auch für seine natürlichen Eigenschaften, bestimmt durch sein Erbgut. Was, wenn wir diese genetische Entwicklung aktiv beeinflussen und gestalten wollten? Wo könnten wir ansetzen, und wie müssten wir dabei vorgehen? Ein weihnächtliches Gedankenspiel.
Von Michael Kappeler, Lehrer für Biologie
Von Sebastian Grüninger, Lehrer für Geschichte Geschichte ist eine Rekonstruktion der Vergangenheit. Das lernen alle meine Schülerinnen und Schüler in den ersten Geschichtsstunden. Nur ist das mit der Rekonstruktion so eine Sache. Denn jede Rekonstruktion hat auch mit Interpretation und politischen Interessen zu tun. So ist es wenig erstaunlich, dass es beispielsweise nicht die eine Rekonstruktion des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gibt. Vielmehr haben der russische Präsident, die grosse Mehrheit der Russinnen und Russen, aber auch viele der sogenannten «Putin-Versteher» hier im Westen eine andere Version der Geschichte als neutralere Betrachter. Wenn Rekonstruktion also nicht faktenbasiert geschieht, haben wir es nicht mit historischen Wahrheiten, sondern mit Geschichtsklitterung zu tun, mit Fake News und letztlich mit politischer Propaganda. Grundsätzlich wirken sich Umdeutungen von historischen Fakten nicht nur auf die Gegenwart aus, sondern sie sind auch eminent zukunftswirksam. Dies ist gerade angesichts einer zu befürchtenden neuen Teilung der Welt in Demokratien und autoritäre bis totalitäre Diktaturen problematisch, befördert aber auch massiv die Spaltung innerhalb der westlichen Gesellschaften. Selbstverständlich sind politische Blockbildungen und Spaltungstendenzen in pluralistischen Gesellschaften …
Im Zimmer 266 des Paul-Karrer-Hauses befindet sich die eindrückliche Sammlung alter, längst nicht mehr verwendeter Geräte und Apparaturen aus dem Fachbereich Physik der Alten Kanti. Es ist ein faszinierender Raum, denn mit jedem der ausgestellten Objekte verbindet sich eine Geschichte von beträchtlichem dokumentarischem Wert.
Die Marken Gucci und Zara sind nicht gerade bekannt für ihre Gemeinsamkeiten. Trotz ihrer Unterschiede haben sie jedoch etwas gemeinsam: Beide haben in den letzten Jahren geschlechtsneutrale Modelinien veröffentlicht. Ein Trend, welcher immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Von Susanna Burkhard, G21K
Alois Zwinggi: von der Zementindustrie zum Managing Director des World Economic Forum sage&schreibe hat Alois Zwinggi, den Managing Director des World Economic Forum, in Cologny am Genfersee zu einem persönlichen Gespräch getroffen. Der Innenschweizer erzählt von seinem Werdegang, von den Anliegen des WEF und macht sich Gedanken über die Zukunft. Ein intensives und humorvolles Gespräch, bei dem der charismatische Alois Zwinggi auch einiges von sich selbst preisgibt.
Es gibt eine sehr spezielle Art von intelligenten Menschen. Die Intelligenz, bei der in einem simplen Apfel die Verkörperung des Guten oder der Unschuld gesehen wird. Es geht nicht darum, etwas zu essen, sondern man erörtert philosophisch dieses nun abstrakte Symbol. Mit solchen Menschen kann jedes banale Gespräch über das Wetter zu einer wissenschaftlichen Debatte über die Flüchtigkeit der Nimbostratuswolken werden.
Von Anna Caviezel, G20F
Triggerwarnung: Unerwünschte Nebeneffekte des unten skizzierten Erfolgsrezepts könnten Einsamkeit, sozialer Ausschluss und Verlust des nahestehenden Kreises sein. Hilfe bietet jederzeit die Dargebotene Hand unter der Nummer 143.
Von Lena Tschannen, G20F
Wenn man früher an Tanz dachte, kam einem sofort das Bild einer Ballerina in den Sinn. Perfekte Linien, perfekte Technik und ein Tutu mit Spitzenschuhen. Heute dringt ein anderer Stil immer mehr in die Köpfe der Gesellschaft: Contemporary oder Zeitgenössischer Tanz. Zeitgenössischer Tanz ist ein Sammelbegriff für die choreografische Bühnentanzkunst der Gegenwart.
Von Eowyn Wark
Die Gegenwart gestalten. Im Moment leben. Irgendwie versuchen wir das ja alle. Immer wieder aber bremst uns dabei die Erinnerung aus, denn die Vergangenheit hat uns zu dem gemacht, was wir sind. Und die Zukunft? Für uns alle ein weisses Blatt, das wir beschreiben sollen. Das ist unheimlich.
Von Alexandra Ellena und Erza Gashi, G21K
Schon immer hat die Menschheit über die Zukunft nachgedacht, und noch heute hat sie viele Ideen, wie sie wohl aussehen wird. Dies zeigt sich insbesondere in den Bereichen Religion, Literatur und Film. sage&schreibe präsentiert eine Auswahl von ganz unterschiedlichen Auseinandersetzungen mit der Zukunft.
Von Alexandra Ellena, Jakob Hechler, Mila Schwyter, G21K
Während man früher mangels Alternativen im richtigen Leben nach einer Partnerschaft suchte, sieht das heute ganz anders aus. Zahlreiche Internet-Plattformen ermöglichen Dating im virtuellen Raum. Selbst vor laufenden Fernsehkameras lässt sich das Beziehungsglück suchen. Und in der Zukunft? Werden wir bald unseren Avatar zum ersten Date schicken?
Von Luisa Dambach und Alessia Marta Hostettler, G21K
Trockenobst mit Nüssen gibt es hier nicht. Dafür eine köstliche und leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem, Halbgewusstem und Erfundenem rund um die Alte Kanti.
Von Susanna Burkhard und Jakob Hechler, G21K
Von Nadia Bajrami Luca richtete sich zu voller Grösse auf und versuchte vergeblich, einen Blick auf den Brief in den Händen seiner Mutter zu werfen, die konzentriert am Pult sass. Er stellte sich auf die Zehenspitzen, doch auch das half nicht. Also hüpfte er auf den alten Stuhl neben dem Pult – seinen heissgeliebten Mount Everest. Von oben herab starrte er nun gebannt auf das Papier, die Augen weit aufgerissen. Es sah aus, als hätte man ihm blaue Murmeln in das Marshmallow-Gesicht gedrückt. «Mama!», rief er halb ratlos, halb belustigt, «dieses Zeichen da oben links sieht aus wie ein Elefant!» «Hör mal, mein Schatz, Mama braucht jetzt Zeit für sich allein, ja.» «Aber ich hab doch gar nichts gemacht!» Als die Mutter nicht antwortete, kraxelte er mit einem betont lauten Seufzer von seinem Berg herunter und stampfte aus dem Arbeitszimmer, dass der Boden vibrierte. Aber die Mutter reagierte noch immer nicht. Im Wohnzimmer liess er sich auf das Sofa fallen, verschränkte die Arme vor der Brust und schob trotzig die Lippen vor. Dann fiel Lucas …
Ein Lehrer für Wirtschaft und Recht und ein Informatiklehrer im Gespräch über die Zukunft – das allein ist schon spannend. Und wenn es sich dabei um die älteste und die jüngste Lehrperson an der Alten Kanti handelt, erst recht.
Von Jason Browne, Informatiklehrer, und Jürg Hörner, Lehrer für Wirtschaft und Recht
Eine der wenigen Gewissheiten im Leben ist zweifellos die Unumstösslichkeit dess Todes. Könnte man denken. Denn schon bald wird der Tod möglicherweise nicht mehr das Ende des Lebens sein, sondern der Anfang zu einem neuen. Dies jedenfalls ist das Forschungsgebiet der Kryobiologie, die damit experimentiert, Tote einzufrieren, um sie zu gegebener Zeit wieder zum Leben zu erwecken.
Von Jessica Pinto Guerreiro und Hanna Siegel, G21K
Klimakrise, Migration, steigende Energie- und Lebenshaltungskosten, rekordhohe Krankenkassenprämien – selten war die Schweiz mit so vielen existenziellen Problemen gleichzeitig konfontiert. Nachhaltige Lösungen erhoffen wir uns von der Politik.
Von Nathalie Tanner und Sorin Lababidi, G21K
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Zukunft ist ein verhältnismässig junger Forschungszweig. Die Zukunftsforschung versucht Trends und Entwicklungen in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft oder Innovation frühzeitig zu erkennen, damit uns die Zukunft nicht unvorbereitet trifft. – sage&schreibe hat mit der renommierten Zukunftsforscherin Karin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institut gesprochen und unter anderem gefragt, wie genau man etwas erforscht, was es noch gar nicht gibt.
Von Leonie Kihm und Luisa Dambach, G21K
Hausmusik, eine jahrhundertealte Tradition, beschreibt das gemeinschaftliche Musizieren in den eigenen vier Wänden. Dabei vereinen sich Familie, Freunde und musikbegeisterte Nachbarn, um in entspannter Atmosphäre zusammen zu musizieren. Dieses intime Musikerlebnis schafft eine einzigartige Magie, die in größeren Konzertsälen selten erfahrbar ist.
Von Ernst Strebel* Velech het sech öpper ufgregt öber mi letscht Kolumne. Dass en aute Sack, wo nömm a de Front esch, gäg d Reglemänt schribt. Aute Sack esch ok, aber i be ned gäg aui Reglemänt. Zom Bispel wär i för es rigoroses Reglemänt gäg die, wo d Strosse blockiere. Gäg die, wo Tag för Tag, äine oder äini eläi, emene (meischt idiotisch grosse) Auto hocke ond d Strosse verstopfe. Di Auti Kanti esch jo diräkt betroffe. E Kolleg, e begäischterete Biolog, het for Johre an ere Wiiterbeudig gsäit, dass s Strosse-Drüegg om öisi Schuel för Tier em Park e Todesgränze seg. För d Mönsche zwar ned, aber em Lärm und de Abgas send täglech öppe 1500 Jongi vo der Kanti ond KSB usgsetzt. Of die sött me Röcksecht näh ond d Strosse för e Vercher speere. Woäne met de Auto? Ondere Bode. Grossi Städt händ U-Bahne; Aarau (wo jo scho di Meyersche Stolle het) chönt di erscht (fasch grossi) Stadt met U-Strosse wärde: Die Stadt der schönen Giebel und der stillenden Stollen. Jetz …
«Nääääi!» No äinisch «nääääi!» Denn es dritts Moou. Deewääg luut und schaarf, dass mes wiitume ghöört, bis zum Waudrand, bis abe zum Schiessplatz und bis is Buech use. Di paar Spaziergänger im Waud bliibe stoo, schüttle de Chopf und froge sech, was ächt loos seig. E Schlegerei drei Taag vor de Wienecht? De Haubstarche isch jo äu der Advänt nümm häilig. Nach eme Wiili hets plötzlech überluut ghüület, entsetzlech, häärzzerriissend. Aui sind schweer verschrocke, hätte gäärn ghouffe, aber e kene het gwüsst, wohäär dass s chunt.
Die Trend-Kolumne In einem Zeitalter, in dem Trends schneller kommen und gehen als je zu vor, kann es schwierig sein, sich nicht komplett mitreissen zu lassen. Jedem Trend zu folgen ist nämlich nicht nur teuer, sondern schadet auch der Umwelt, denn ein Grossteil der nicht mehr getragenen Kleider landet am Ende auf Mülldeponien.
Erstmals wurde der von der Alten Kanti und dem Aargauer Literaturhaus Lenzburg initiierte, mit insgesamt 1000 Franken dotierte Wedekind-Preis für junge Literatur vergeben. Zu den Preisträgerinnen anlässlich der stimmungsvollen Finallesungen im Literaturhaus am 2. April 2023 gehörte auch eine Schülerin der Alten Kanti.
In der Schweiz werden laut Bundesamt für Statistik jährlich knapp 20’000 Menschen Opfer von häuslicher Gewalt. Bei mehr als 70% der Fälle handelt es sich um Frauen. Als Zufluchtsort für betroffene Frauen und deren Kinder gibt es in der Schweiz 23 Frauenhäuser. sage&schreibe hat Rosmarie Hubschmid, die Leiterin des Frauenhauses Aargau-Solothurn, über Zoom getroffen und Einblick erhalten in eine wichtige Institution.
Noch fünf Minuten. Jede überstandene Stunde ist eine Stunde weniger, in der ich die Kontrolle verlieren kann.
Es darf nicht passieren. Ganz normal schlucken, ganz normal. SCHLUCKEN.
Verdammt.
Die Ausgabe 2023 des jährlich stattfindenden Maturakonzerts der Alten Kanti und der Neuen Kantonsschule Aarau war ein Spektakel. Die insgesamt 28 Maturandinnen und Maturanden des Schwerpunkt- und Ergänzungsfachs Musik präsentierten ihre lang eingeübten Prüfungsprogramme. Sage&schreibe war dabei.
Es gibt viele bekannte Gründe, Vegi zu werden: zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Fleischkonsum, Umweltbelastung und Klimawandel. Oder dass Regenwald für den Sojaanbau abgeholzt wird, hauptsächlich für Tierfutter.
Dating ist heutzutage einfacher als je zuvor: Man trifft eine nette Person, verabredet sich mit ihr – und wenn es klappt, dann klappts. Kein Problem, oder?
Zweifellos ist es die Wohnungseinrichtung, die uns ein Gefühl von Behaglichkeit und Zuhause-Sein vermittelt. Die gemütliche Sofa-Ecke, der grosse Esstisch, ein Bücherregal, vielleicht. sage&schreibe wollte wissen, wie die Schweizerinnen und Schweizer wohnen, und hat einen gefragt, der sich auskennt: Ralph Hasler, Mitglied der Geschäftsleitung und Regionalverkaufsleiter von Pfister.
Mit Pflanzen das Raumklima verbessern. Genau das verspricht die Zürcher Firma Oxygen at Work. Ein revolutionäres Konzept für attraktivere und gesündere Büros? Oder nur Hokuspokus? – sage&schreibe ist der Sache auf den Grund gegangen und hat Manuel Winter, den CEO von Oxygen at Work, zum Gespräch getroffen.
Nach dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine fühlten sich Anna Pavlova und Liudmyla Pavlova nicht mehr sicher in ihrem eigenen Land. Mutter und Tochter versuchten der ständigen Bedrohung zu entkommen und verliessen die Ukraine. Seit April 2022 leben die beiden zusammen mit drei Landsleuten am Hallwilersee. Angst um ihr Leben brauchen sie keine mehr zu haben. Doch die Angst um ihre Lieben nimmt ihnen keiner.
Grösser ist besser? Dies gilt nicht für die Aarauer Stadträtin Angelica Cavegn Leitner und ihren Ehemann. Sie wohnen nämlich schon seit eineinhalb Jahren in einem Tiny House im Garten ihres «alten» Hauses, das sie ihren Töchtern übergeben haben. Wir haben die Aarauer Stadträtin besucht und sie üner das Grosse und Kleine befragt.
Die obigen Zeilen stehen in «Värsli, Liedli, Sprüchli», einem illustrierten Buch, das mir meine Gotte zur Taufe geschenkt hatte. Es lag fünfzehn Jahre lang in einer Kiste im Keller, zusammen mit meinem Testatheft der Musikakademie Basel und meiner ersten mit Computer verfassten Bez-Hausarbeit aus dem Jahr 1993 zum Roman «Ingenieur Andrées Luftfahrt» von Per Olof Sundman.
Freitagabend in Zürich. Die Sonne zeigt sich nach langer Zeit wieder einmal und die Stimmung in der Stadt ist super. Tout Zürich ist auf den Strassen unterwegs, auch Touristinnen und Touristen aus aller Welt – perfekte Bedingungen für ein sage&schreibe-Strasseninterview und eine einzige Frage. Eine ziemlich einfache Frage. Wobei…
Die klassische Wohnsituation von Studentinnen und Studenten: die Wohngemeinschaft. sage&schreibe hat eine Neun-Personen-WG in Zürich besucht, um mehr über das studentische Zusammenleben zu erfahren. Red und Antwort gestanden sind zum einen die 22-jährige Jelena Hufschmid, die an der Uni Zürich Veterinärmedizin studiert und seit November 2020 in der WG lebt, zum anderen Janick Baumann, 23, der Gesundheitswissenschaften und Technologie an der ETH studiert und Mitte Juni in die WG eingezogen ist.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Eine Sprachlehrerin und ein Sprachlehrer diskutieren über den Begriff «Zuhause» und merken schnell, dass dabei noch viele andere Begriffe mitschwingen.
Fassen Sie Ihre Kantizeit in einem Satz zusammen.
Ich erinnere mich gerne an eine unvergessliche Zeit mit tollen Freundschaften, breites Allgemeinwissen und viel Musik.
You’re here because you know something. What you know you can’t explain. But you feel it. You’ve felt it your entire life. That there’s something wrong with the world. You don’t know what it is but it’s there, like a splinter in your mind driving you mad. (The Matrix, 1999)
Von Michael Schraner, Musiklehrer
Allegra! Vielleicht denkst du jetzt an Mineralwasser. Vielleicht hast du irgendwann mal eine solche Flasche auf einem Tisch im Restaurant gesehen. Oder aber du hast Ferien in einer Ecke Graubündes gemacht, wo «allegra» dir auf der Strasse begegnet:
Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus finanziell bescheidenen Verhältnissen unterstützen und fördern und für sie eine Brücke schlagen, damit sie nach der obligatorischen Schulzeit leichter Zugang zu einer weiterführenden Schule finden? «Chagall» macht es möglich. Das Förderprogramm wird neu auch in Aarau umgesetzt.
Für viele Menschen ist der letzte Umzug ein besonders schwieriger, denn er bedeutet, vom alten Zuhause Abschied zu nehmen und sich in einem Alters- oder Pflegezentrum neu einzuleben. Was bedeutet dieser Schritt für die Betroffenen? Wie wichtig ist es gerade für ältere Menschen, sich zuhause und geborgen zu fühlen? sage&schreibe hat das Pflegezentrum Sanavita AG in Windisch besucht – und nachgefragt beim Geschäftsleiter und drei lebensfrohen Bewohnerinnen.
Die Aussengrenzen Europas werden immer undurchdringlicher. Es gibt kaum legale Fluchtwege. Diejenigen, die es trotzdem versuchen, geniessen zu wenig Schutz, laufen Gefahr, ausgebeutet, geschlagen, gefoltert oder gar getötet zu werden.
Aarau und Boniswil. An diesen zwei Orten im Aargau hat Kurt Büchler Wurzeln geschlagen. Noch heute verrät sein Dialekt jedoch unmissverständlich die Solothurner Herkunft: In Olten wuchs er auf und besuchte die Kanti, in Solothurn absolvierte er das Oberseminar.
«Die Zeit ist kein Sumpf, sie ist Strom. Alle Völker nennen sie so, und mit Recht. Denn Stillstand ist nirgends, sondern fortwährender Wandel der Dinge und darum Verwandlung von Allem», schrieb der aus Magdeburg stammende und in Aarau sesshaft gewordene Publizist Heinrich Zschokke (1771 – 1848) im Jahr 1817 in seinen «Überlieferungen zur Geschichte unserer Zeit».
Chiara Audia und Giada Di Lorenzo vom sage&schreibe- Videoteam haben am Weihnachtsmarkt in Aarau einige Aarauerinnen und Aarauer auf die Probe gestellt und ihr Allgemeinwissen getestet. Ganz nach dem Motto: «Frag Aarau.»
«Die Zeit ist kein Sumpf, sie ist Strom. Alle Völker nennen sie so, und mit Recht. Denn Stillstand ist nirgends, sondern fortwährender Wandel der Dinge und darum Verwandlung von Allem», schrieb der aus Magdeburg stammende und in Aarau sesshaft gewordene Publizist Heinrich Zschokke (1771 – 1848) im Jahr 1817 in seinen «Überlieferungen zur Geschichte unserer Zeit».
Anfang Juni lagen wir uns überwältigt und freudetaumelnd in den Armen. Am nationalen Finale des Company Programmes, organisiert durch Young Enterprise Switzerland, wurden wir zur «Company of the Year 2022» gekürt. Über 200 Miniunternehmen aus der ganzen Schweiz nahmen an diesem Wettbewerb teil, und unsere Leistungen konnten die Jury überzeugen. Dadurch wurden wir für das Europäische Finale nominiert und hatten das Flugticket nach Tallinn in der Tasche. Das bedeutete für uns allerdings viel Arbeit: Geschäftsbericht, Flyer, Homepage, Präsentation etc. – alles musste innerhalb von zwei Wochen auf Englisch übersetzt werden.
Sie ist da – die dritte illustrierte Anthologie mit Texten von aktuellen und ehemaligen Schreibtalenten der Alten Kanti. – Ein Buch, das definitiv ins Regal aller Freunde von guter Literatur gehört.
Автор Анна Павлова, G22F*
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Vielleicht merken wir es nicht jeden Tag, aber sie macht etwas mit uns: die Zeit. Dabei wissen wir vielleicht nicht einmal genau, was das überhaupt ist. – Aber man kann ja fragen.
Schon früh war Jakob Schildhauer von der Blockflöte fasziniert, seit seinen ersten Versuchen auf dem Instrument hat der Schüler der Alten Kanti viel erreicht: Er ist Teil der Spitzenförderung Aargau, hat diverse Preise gewonnen, spielt mit den Besten seines Fachs und in so vielen Formationen, dass er selbst manchmal den Überblick verliert. Wir habenden aufstrebenden Flötisten mit Fragen zu seinem Instrument, zur Technik und zu seiner noch jungen Karriere konfrontiert.
Im Schweizer Mittelland soll das Mittelalter wieder lebendig werden. Möglich macht es der Verein «abenteuer – zeitreise», welcher den Nachbau einer Siedlung plant, wie sie zwischen 1000 und 1500 n. Chr. ausgesehen haben könnte. Wir haben uns zusammen mit Silvia Aeschimann, der Initiantin des Projekts, einerseits auf eine Zeitreise zurück ins Mittelalter begeben, andererseits aber auch auf eine Reise in die Zukunft, denn die Umsetzung des Projekts steht noch in den Sternen.
Sandresegarem Tharmachandran ist 73 Jahre alt und bereiste dank seiner Arbeit auf Frachtschiffen Länder wie Brasilien, Japan, Amerika, Kanada, Saudi-Arabien und viele weitere. Er flüchtete wegen des Bürgerkriegs aus Sri Lanka und lebt heute in der Schweiz. – Ein Porträt über einen Menschen mit einer besonderen Beziehung zur Zeit.
Im April 2022 starb völlig überraschend nach kurzer Krankheit der Publizist, Schriftsteller und Germanist Lukas Tonetto im Alter von nur 49 Jahren. Lukas Tonetto unterrichtete von 2019 bis 2022 Deutsch an der Alten Kanti. Der nachfolgende Text des Musiklehrers Michael Schraner ist eine persönliche Annäherung an einen vielschichtigen, schillernden Menschen und Kollegen, der im Kollegium der Alten Kanti schmerzlich vermisst wird.
Wer die Zeit nicht hat, muss sie sich nehmen. Genau das haben ein Mathematiker und ein Anglist der Alten Kanti getan. Und sich unterhalten über eines der ganz grossen Themen: die Zeit. Ihr Wortwechsel beweist: Langweilig geworden ist ihnen dabei nicht.
Von Annika Fey
Von Demenzkranken heisst es oft, sie hätten den Bezug zur Zeit verloren. Tatsächlich verlieren viele das Gefühl für Tag und Nacht, sind mit dem normalen Tagesablauf überfordert. Nicht wenige ziehen sich dann in eine für Aussenstehende verschlossene Vergangenheitswelt zurück. Was macht diese Krankheit mit den Betroffenen? Wie verändert sie insbesondere den Umgang mit der Zeit? sage&schreibe hat nachgefragt bei Ralph Juchli, Wohngruppen-Teamleiter auf der Demenzabteilung des Alterszentrums Haslibrunnen in Langenthal BE.
Von Ruben Loreti, I20B
Von Anna Caviezel, G20F
Von Ella Karg, G21K
Mit Beginn des kommenden Schuljahrs verändert sich einiges in den Lehrplänen der Wirtschaftsmittelschule. Verantwortlich dafür ist die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, SBFI, konzipierte Reform der kaufmännischen Grundbildung, welche der Digitalisierung und dem Fachkräftemangel Rechnung trägt und Handlungskompetenzen in den Fokus der Ausbildung rückt.
Für den Rest des Lebens eingesperrt sein. Wegen weniger Minuten, wegen eines grossen Fehlers. Das ist die Realität von B. der heute 56-Jährige wurde im April 2009 festgenom- men und bekam achteinhalb Jahre später das Urteil. Seither verbüsst er eine lange Frei- heitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lenzburg.* Vor seinem Tod wird er das Gefängnis wahrscheinlich nicht mehr verlassen. Wie er damit umgeht, was das mit einem Menschen macht und was Zeit für ihn bedeutet – mit sage&schreibe hat er darü- ber gesprochen.
Von Olivier Schade (G20F) und Johannes Voss (G19A)
Marc Eichenberger Hoteldirektor [ Bild: zVg]
Von Ernst Strebel*
Ein halbes oder ein ganzes Jahr fremde Familie, fremde Sprache und fremde Kultur satt – dies ist das Programm eines Austausch-Aufenthalts im Ausland. Jedes Jahr wagen zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Alten Kanti das Abenteuer, sich auch im übertragenen Sinn auf unbekanntem Terrain zurechtzufinden. sage&schreibe hat vier Schülerinnen der Abteilung G21K gebeten, von ihren Erfahrungen zu berichten.
Von Dr. Herbert Hunziker
Von Michael Schraner, Musiklehrer
Die Uhrmacherei hat eine lange Tradition in der Schweiz. Uhren verraten mehr als nur die Zeit. Um den Geheimnissen, welche sich hinter den Uhren verstecken, auf den Grund zu gehen, haben wir die Uhrmacherin Rebekka Meier in der Uhrenstadt Grenchen besucht. Sie betreibt dort in der alten Michel-Villa seit Jahren ein Uhrenatelier.
Von Lukas Wampfler, Mathematiklehrer
Seit 1997 gibt es den Verein für ehemalige Schülerinnen und Schüler der Alten Kanti – kurz: AULA. Ulrich Price, langjähriges Mitglied und aktueller Präsident der Vereinigung gibt im Interview mit sage&schreibe Auskunft über die Zielsetzungen, Aktivitäten und Visionen von AULA.
Eine Schule durch eine Pandemie führen ist nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional eine Herausforderung – Krisenbewältigung zwischen Hoffen und Bangen. Dies zeigt sich auch im vierten Teil der Corona-Chronologie. Aber vielleicht ist es ja der letzte…!
In vielen Sportarten, aber auch im künstlerischen Bereich ist der Körperkontakt als besondere Form von Nähe zentral. Haut, Schweiss, Atem – wie fühlt sich solch extreme Nähe an? Wir haben den mehrfachen Kickbox-Weltmeister Rocco Cipriano, den «eidgenössischen» Schwinger Nick Alpiger und die Tänzerin und Choreographin Brigitta Luisa Merki getroffen und nach ihren Erfahrungen gefragt.
Von Daut Limani und Olivier Schade, G19A
Der Mensch ist ein soziales Wesen und auf die Nähe zu seinen Mitmenschen angewiesen. Aber was, wenn man diese Nähe in seinem Umfeld nirgends finden kann? Genau diese Zielgruppe spricht «rent a friend» an, das Online-Portal, welches Menschen, die sich einsam fühlen, einen unkomplizierten Weg zu neuen Freundschaften verspricht. Der einzige Haken dabei: Man muss den gemieteten «friend» für die gemeinsam verbrachte Zeit bezahlen. Geniale Geschäftsidee oder schamloses Ausnützen von Einsamkeit? Wir haben den aus Deutschland stammenden Wahl-Basler Leon C. gefragt, einen der potenziellen Friends, die gebucht werden wollen.
Von Fiorenza Larcher, G20F
Nicht selten zeigt sich erst im Gespräch die wahre Komplexität der Welt – oder wenigstens des vertrauten Begriffs «Nähe». Aber wenn ein Romanist und eine Germanistin zusammen reden, ist auch der Stift nicht weit – und das Flüchtige wird in kondensierter Form fassbar gemacht.
Assunta Amatucci ist gelernte Sexualbegleiterin und Berührerin für Menschen mit Beeinträchtigung. Wir haben die 55-Jährige in ihrer Praxis in Solothurn besucht, um mehr über diese noch immer weitgehend tabuisierte Arbeit zu erfahren. Wir wollten wissen, wie sie mit ihren Klientinnen und Klienten umgeht und was für sie Nähe bedeutet.
Desiring or being in multiple romantic relationships at the same time is called polyamory. Orion Toivonen from Scotland was willing to talk openly about polyamory by answering a few questions surrounding themes such as closeness, love or jealousy.
Von Dr. Michael Schär, Chemielehrer
Von Alexandra Ihle, G19A
Eine Hunderasse? Oder vielleicht Kampfsport? Mit beidem hat Shiatsu nichts zu tun. Shiatsu kommt ursprünglich aus der fernöstlichen Medizin und ist eine Therapie- beziehungsweise Massageart. Um mehr über Shiatsu herauszufinden, haben wir Elena Ritmeisters, ausgebildete Shiatsu -Therapeutin, in ihrer Praxis in Aarau besucht.
Unser Selbstwert hat sehr viel mit Nähe und sicheren Bindungen bereits im Säuglings- und Kindesalter zu tun. Die Tatsache aber, dass 40 bis 50 Prozent der Menschen als Kind eine unsichere Bindung erfahren haben, lässt aufhorchen. Prof. Dr. Guy Bodenmann, ein führender Experte in der klinischen Paar- und Familienpsychologie, gibt im Interview vertiefte Einblicke in die Thematik der Bindung beziehungsweise Bindungsstörung im Kindesalter.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Insbesondere Menschen mit Downsyndrom wird ein offener und herzlicher Umgang mit ihren Mitmenschen zugeschrieben. Der Aargauer Simon Federer ist da keine Ausnahme. Was ihn aber besonders macht: Als Masseur hat er eine besondere Art von Nähe zu seinem Beruf gemacht. Von Rahel Furrer und Regina Knüsel, G19A
Einen ganz besonderen Beruf hat das Luzerner Medium Maria Piazza. Sie sieht sich als mediale Lebensberaterin, als Vermittlerin zwischen der geistigen und der materiellen Welt und hat daher eine eher ungewöhnliche Nähe zu Verstorbenen. Im Interview gibt sie Einblick in ihre Arbeit, ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Beziehung zum Reich der Toten. Von Amina Colombo und Elin Cattaneo, G19A
Von Reinhold Bruder*
Corina Eichenberger Rechtsanwältin und Politikerin (ehem. Grossrätin und Nationalrätin) Matura: 1974
Von Jakob Schildhauer, G20F
Von Adriana Catanese, G19K
Von Nadina Schärer
Von Caroline Ritter, G20F
Von Florian Brenner, G19K
Von Piotr Kwiatkowski, G19E
Von Kokone Shigemitsu*
Von Kokone Shigemitsu*
Am 8. und 9. März 2022 hatten die Schülerinnen und Schüler aller 2. Klassen der Alten Kanti die Gelegenheit, im Rahmen von massgeschneiderten Modulen spannende Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft kennenzulernen. Die sage&schreibe-Redaktorinnen Amina Colombo, Alexandra Ihle, Ella Jost, Paynavi Punithakumar, Valeria Tomassini und Selina Wick haben ausgewählte Module besucht und berichten hier von ihren Erfahrungen und Eindrücken.
Nach einer einjährigen Coronapause fand 2022 wieder der traditionelle Schreibwettbewerb der Alten Kanti statt. «46 Minuten» hiess das Thema, das Schreiberinnen und Schreiber aus insgesamt 5 Abteilungen herausforderte.
Mehrere romantische Beziehungen zur gleichen Zeit leben wird als Polyamorie bezeichnet. Genau in so einer Beziehung lebt der Schotte Orion Toivonen, welcher bereit war einige Fragen zur Polyamorie zu beantworten. Dabei werden Themen wie Nähe, Liebe oder Eifersucht in polyamorösen Beziehungen behandelt. Von Valeria Tomassini und Paynavi Punithakumar, G19A
Von Skyla Rossi
Sterbender Sommer Bernsteinbraune Augen verlieren sich in der weiten Menge der warme Wind wirbelt in meinem Haar und roten Blättern an der Ecke zum Park Die Schönheit der Welt liegt in den Zyklen Geburt und Vergehen und alles ein Anfang Denn ich bin verliebt in den Jungen der im Café sein Buch liest in die Mädchen an der Kreuzung in die alte Dame am Zeitungskiosk Und vielleicht ist das Liebe auf Zeit. —————- Schwarzer Schnee Du tanzt barfuss im Schnee unter tintenschwarzer Nacht unsere Atemwolken schimmern im blassen Fensterlicht wann bist du so schön geworden? Jubelnde Silvestergäste hier draussen hören wir sie nicht zu zweit allein jung und frei du tanzt, ich sehe dich – doch du —————– Graffito I’m sorry I fell for you during a pandemic steht oben geschrieben an der düstergrauen Wand Warum sind es immer fremde Menschen die mir am vertrautesten sind? Von Tabea Geissmann https://sageundschreibe-altekanti.ch/wp-content/uploads/2021/12/Drei_Gedichte_von_Tabea_Geissmann.m4a
Ende November trafen sich drei weisse verheiratete Männer, mittleren Alters im Zimmer15 und diskutierten zwei Stunden lang mehr oder weniger erfolgreich über den BegriffLifestyle. Getrunken haben sie dazu ein Appenzeller Quellfrösch, welche einer der dreiaus einer weissen 5-Rappen-Plastik-Tüte des nahen Grossverteiler gezaubert hatte.
Von Paynavi Punithakumar, G19A Reis: 2 Tassen Basmatireis -Reis waschen 3 Tassen Wasser 2TL Salz 1 kleines Stück Butter -Wasser, Salz, Butter und Safran aufkochen 2 Msp. Safran -Reis dazu geben -Evtl. übrig gebliebenes Wasser vom Reis abgiessen 3 Karotten -Kartoffeln und Karotten in kleine Würfel schneiden und 2 Kartoffeln -mit Salz und Chillipulver gut durchmischen 1 TL Salz Chillipulver (Menge je nach Schärfe) Öl – In einer Pfanne zuerst Karotten frittieren, danach die Kartoffeln 50g Erbsen -Erbsen anbraten Am Schluss den fertigen Reis mit dem Gemüse gut durchmischen. Poulet-Curry: 2 grosse Zwiebeln -Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne auf mittlerer Stufe anbraten 500 g Poulet Fleisch -Das Fleisch in mittelgrosse Stücke schneiden und wenn die Zwiebeln goldbraun sind, in die Pfanne geben. 1 ½ TL Salz -Nach etwa einer Minute mit Salz und rotem Curry würzen und Wasser dazugeben, anschliessend aufkochen lassen Rotes Curry (nach Schärfe anpassen) 100 ml Wasser -Etwa zehn Minuten auf niedriger Stufe weiterkochen lassen 1/2 Zitrone oder Limette -Vom Herd nehmen und Saft der Zitrone oder Limette …
Auch 2021 gab es im Rahmen des Projektunterrichts an der Alten Kanti wieder einen Aktionstag rund um die Themen Ernährung, Lebensmittel und Abfall. Genau genommen war es ein Halbtag am 14. September 2021, an dem sich die Abteilungen G19A, G19F und G19H beteiligten und der von Sabrina Aegerter, Fabia Brentano, Lara Dredge und Manuela Knecht geleitet wurde. Ein Erfahrungsbericht.
Tomas Ibañez Herrera, G20F
Tomás Ibáñez Herrera, G20F
Mark alias Kira Lafleur hat in der Kunst, in Drag zu performen, das Glück gefunden. Wir haben die 21-Jährige Aargauerin, eine Grösse in der Zürcher Drag-Szene, über Zoom zu ihrer nicht alltäglichen Kunst befragt und einen jungen Menschen kennengelernt, dem es ein Anliegen ist, seine Leidenschaft mit anderen Menschen zu teilen, aber auch Missverständnisse zu klären und mit Vorurteilen aufzuräumen.
Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2020 ist Rektor Dr. Andreas Hunziker mit seinem Team vor allem als Krisenmanager an der Corona-Massnahmen-Front gefragt. – A never ending story? Teil III seiner Aufzeichnungen jedenfalls lässt noch nicht wirklich auf eine nachhaltige Entspannung der Situation schliessen.
Im Zeitalter der Digitalisierung ist es selbstverständlich, dass auch eine so alte und ehrwürdige Institution wie die Alte Kanti sich die Vielzahl von digitalen Möglichkeiten zu Nutze macht. sage&schreibe bietet hier eine Übersicht über die verschiedenen Arten, wie die Alte Kanti in der grossen weiten Welt auf sich aufmerksam macht.
Ein Künstler-Atelier, ausgestattet mit verschiedensten Werkzeugen. An den Wänden hängen nebst Tiergeweihen Fotos von Landschaften und unendlichen Weiten – aus Grönland oder Patagonien. Eines ist darauf immer zu erkennen: ein Mann, der sich ein Ziel gesetzt hat. Sei es als Expeditionsführer in der Arktis oder als Gleitschirmpilot mit einer Gämse als Passagier im Arm – seine Lebensart bedeutet Risiko. – Wir befinden uns im Büro von Thomas Ulrich. Und was für uns auf den ersten Blick nach Risiko aussieht, ist in Wahrheit detaillierte Planung.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Viktoria Dzhamgarova, Armenierin aus der Ukraine, und Suthasini Punithakumar, aus Sri Lanka, sind beide in die Schweiz ausgewandert. Sie erzählen, wie sie die Kultur ihrer Heimatländer hier leben und weitergeben.
Von Daut Limani und Olivier Schade, G19A
Es war das Buch «The Magic of Tidying-up», das Carla Opetnik den Anstoss für ihre besondere Lebensweise bot. Heute ist es Carla selbst, die ihre Mitmenschen «mit einer Prise Ungeduld» und grossem Engagement zum Nachdenken bewegen will, um die Welt ein Stück offener – grüner – zu machen. Ihre Leidenschaft vermittelt die Zürcher Studentin in zahlreichen Projekten wie «bonnieversum» oder «minimalwastezurich». Im Web-Interview bietet sie uns einen Einblick in eine alternative Welt –eine, welche die Bedeutung von Konsumverzicht thematisiert und den Begriff der «Nachhaltigkeit» in ein neues Licht rückt.
Schon seit vielen Jahren gibt es an der Alten Kanti Aarau eine Schulkommission. Genau. Nur, was tut so ein Gremium? Und braucht es so was überhaupt? – sage&schreibe hat bei Dr. Ruedi Bürgi, ehemaliger Oberrichter und Präsident der Schulkommission, nachgefragt – und überraschende Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen unserer Schule bekommen.
Die Jenischen, oft auch «Fahrende» genannt, gehören zu einer Minderheit in der Schweiz, der von der Gesellschaft wegen ihrer Lebensart nicht selten mit Zurückhaltung, Misstrauen oder gar offener Ablehnung begegnet wird. Wir wollten genauer wissen, was das für ein Leben ist, wenn man während der Sommermonate mit der ganzen Familie von Ort zu Ort zieht. Daniel Huber, Präsident der Radgenossenschaft Zürich und heute «sesshaft», hat sich unseren Fragen gestellt.
Valentina Rosamilia besucht die Sportabteilung der Alten Kanti Aarau und kann über 800m mit der Leichtathletik-Weltklasse mithalten. Wir haben darüber gesprochen, was es bedeutet, so viel Zeit und Leidenschaft in den Sport zu investieren und worauf es bei einem Wettkampf ankommt. Von Rahel Furrer, G19A
Beim Wort Lifestyle handelt es sich wortgeschichtlich um eine doppelte Entlehnung: Zuerst übernahm das Englische den Begriff aus dem Deutschen, dann kam er als Rückentlehnung wieder ins Deutsche zurück. Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache zeichnet den Weg des Wortes sehr präzise nach. Demgemäss wird der Begriff Lebensstil des Individualpsychologen Alfred Adler im Jahr 1929 auf Englisch mit «life-style» (mit Bindestrich) wiedergegeben. Erst ab 1946 erscheint lifestyle als eigener Eintrag im Oxford English Dictionary mit der Bedeutung «style or way of living». Das neue englische Wort verbreitet sich anschliessend über den Bereich der Individualpsychologie hinaus in den der Soziologie: Der Begriff Lebensführung von Max Weber wird 1958 mit «style of life» übersetzt, und Louis Wirth gibt seinem Aufsatz den Titel Urbanism as a Way of Life, deutsch: «Urbanität als Lebensform». Aus der Soziologie wird der Begriff lifestyle in die entstehende Konsum- und Werbeforschung übernommen und Ende der Achtzigerjahre zurück ins Deutsche entlehnt. Allerdings verengt sich dabei die Bedeutung: Im Englischen heisst lifestyle dasselbe wie das deutsche «Lebensstil», im Deutschen dagegen ist lifestyle ein …
Von Lena Tschannen, G20F
Ziehen im Oberschenkel, Schmerzen im linken Knie. Toxische Männlichkeit, zumindest in Bezug auf den Säurehaushalt der Beinmuskulatur. Dranbleiben! Dem Typen hinter mir gestehe ich so kurz vor der Passhöhe kein Überholmanöver mehr zu. Die Lippen sind trocken, der Atem geht stossweise, das Merinotrikot nimmt den Schweiss zuverlässig auf. Vorfreude auf die obligate Cola Zero auf einer Scheitelhöhe von 2239 Metern.
Schon seit fast elf Jahrhunderten lebt im Kloster Einsiedeln eine Gemeinschaft der Benediktiner. Sie lebt nach der Regula Benedicti, dem Kodex des heiligen Benedikt. Ein Tag im Kloster ermöglichte uns einen Einblick in die Lebensart und die Gedankenwelt der Einsiedler Mönche.
Eine Woche Ferien auf dem Campingplatz – gut. Aber wie ist es, wenn die Ferien zum Alltag werden, das Wohnmobil zum Zuhause wird? Wir wollten wissen, was das für ein Leben ist, und haben einen Besuch gemacht auf dem Campingplatz «Seeblick» im luzernischen Mosen.
Von Michelle Würth, G20F
Sie ist da – die zweite illustrierte Anthologie mit Texten von aktuellen und ehemaligen Schreibtalenten der Alten Kanti. – Ein Buch, das definitiv ins Regal aller Freunde von guter Literatur gehört. Von Andreas Neeser, Redaktionsleitung Der zweite Band der Reihe «Treffpunkt Text» enthält Geschichten und Gedichte von 14 Autorinnen: Caroline Buck, Lena Franke, Tabea Geissmann, Tatjana Gligorevic, Hannah Hermann, Sarah Hunziker, Sophie Kuse, Anja Obrist, Skyla Rossi, Sofiya Schweizer, Priska Steinebrunner, Anna Sophia Stöckli, Olivia Studer, Sara Katarina Trailovic. Künstlerisch bereichert wird die Textsammlung von der eigenständigen, ausdrucksstarken Bilderspur von Sebastian Samek. Das Buch in englischer Broschur wurde in einer Auflage von 350 Exemplaren gedruckt und kann zum Preis von CHF 20 (CHF 10 für Schülerinnen und Schüler) auf dem Sekretariat erworben werden: info@altekanti.ch. Weitere Texte von Schreibtalenten sind zu finden auf der Website von «Treffpunkt Text»: www.treffpunkttext.ch
von Sophie Kuse
Sie ist da – die illustrierte Anthologie mit Texten von aktuellen und ehemaligen Schreibtalenten der Alten Kanti. – Ein Buch, das definitiv ins Regal aller Freunde von guter Literatur gehört.
Stimmen und Gesichter zu den Leitsätzen der Alten Kanti.
Von Nathalie Dutoit, G2G
Von Sham Dawit, G1F
Ein Treffen ohne Maske in Zeiten von Corona? Schwierig. Es sei denn, man trifft sich im virtuellen Raum. Immerhin eine der wenigen Möglichkeiten, wieder mal ganze Gesichter zu sehen. Genau das haben eine Geografin und eine Sprachlehrerin der Alten Kanti getan. Dass der im Chatraum Microsoft Teams geführte Wortwechsel dann ausgerechnet um das Thema Masken kreist – wen wunderts!
Von Katrin Brupbacher, Geschichtslehrerin
Von einer, die auszog aus der Urschweiz, die Welt bereiste, in Aarau länger als geplant Station machte – und jetzt, nach Abschluss ihrer Berufslaufbahn, erneut viel unterwegs sein wird. Vor allem mit ihren Hunden. Eine kurze Würdigung der Geografielehrerin Barbara Gloor.
Seit Dezember 2019 liegen sie vor, die neuen Leitsätze der Alten Kanti – und ebenso lange, coronabedingt, auf Eis. Höchste Zeit, sie aufzutauen. Auf dieser Seite zeigen sie sich erstmals einer breiteren Öffentlichkeit.
Von Michael Brodmann, G2G
Von Andreas Neeser, Redaktionsleitung
Die Welt des Nō-Theaters lädt uns zu einer Reise in die japanische Mythologie ein, aus der die Stücke, Figuren und das Bühnenbild entspringen. Besonders berühmt: die Nō-Masken, welche Furcht und Faszination zugleich erwecken.
Unfähige Liftmonteuere, kapitale Wasserschäden, Einbrüche oder unverbesserliche Parkpinkler – als Mitarbeiter des Hausdienstes hat Ruedi Suter so einiges erlebt. Für sage&schreibe blickt der frischgebackene Jung-Pensionär noch einmal auf fast 18 Jahre Alte Kanti zurück.
von Sham Dawit, G1F
Seit dem Winter 20/21 sind sie von der Strasse nicht mehr wegzudenken und besonders unter jungen Leuten sehr beliebt: «Baggy Jeans» oder generell weite, sackartig geschnittene Hosen sind im Trend. Sie sind bequem und vermitteln zudem trendiges Modebewusstsein.
Als Rektor Dr. Andreas Hunziker Ende 2020 für sage&schreibe eine «Chronologie der Ereignisse» rund um die Corona-Pandemie skizzierte, zeichnete sich bereits ab, dass eine Fortsetzung unumgänglich sein würde. So präsentieren wir ein halbes Jahr später also Teil II dieser Chronologie, die zeigt, wie herausfordernd Corona-Management auch an der Alten Kanti ist.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Das Thema Verschleierung war schon immer Brennstoff für angeregte Auseinandersetzungen, und gerade seit der Abstimmung über das Verhüllungsverbot im März 2021 steht insbesondere der Niqab im Mittelpunkt der Diskussion. Maske? Erniedrigende Verhüllung? Oder religiöses Bekenntnis? –- Und was ist eigentlich mit dem Kopftuch? F. M., Schülerin einer dritten Klasse an der Alten Kanti und überzeugte Kopftuchträgerin, gibt Auskunft über ihre Überzeugungen, ihre Haltung zu Niqab und Kopftuch und über ihre Erfahrungen im Alltag.
Wie wichtig sind unsere Bräuche heute noch? Manche geraten in Vergessenheit, andere werden immer noch von ganzen Regionen gelebt. Ganz besonders Bräuche, in denen Masken eine zentrale Rolle spielen, scheinen trotz (oder wegen!) ihrer jahrhundertelangen Geschichte nach wie vor im Trend zu sein. Worin also liegt die Faszination von Masken im Brauchtum? Und was verbirgt sich dahinter?
Sham Dawit ist seit knapp zwei Jahren in der Schweiz. Sie ist aus Eritrea geflüchtet und schätzt die Schweiz sehr, denn sie hat hier die langersehnte Freiheit gefunden. Dennoch vermisst sie die Kultur und die Menschen von Eritrea. sage&schreibe hat mit ihr gesprochen.
Einmal im Jahr ist es so weit – jeweils am Montag nach Aschermittwoch beginnen in den Strassen Basels mit dem Morgenstreich um vier Uhr früh die «drey scheenschte Dääg»: die Basler Fasnacht. Obwohl sie auch 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, haben wir uns auf die Suche nach dem Geheimnis der berühmten Larven gemacht.
Totenmasken haben in fast allen Gegenden der Welt Tradition. Dieses Phänomen, das Gesicht eines Toten mit einer Maske zu bedecken, reicht weit in die Geschichte zurück und kommt bis zum heutigen Tag vor.
Lichtnahrung bezeichnet verallgemeinernd und vereinfachend eine Ernährungsweise, bei der angeblich die Energie aus Sonnenlicht als Hauptnahrungsquelle dient. Dies ist Bestandteil eines esoterischen Konzeptes, das auch als «Breatharianismus» bezeichnet wird. Breatharianisten glauben, dass aus Licht alle lebensnotwendigen Stoffe gewonnen werden können. In Extremfällen verzichten sie deshalb auf die Aufnahme jeglicher herkömmlicher Nahrung, inklusive Flüssignahrung wie Suppen und Säfte.
Vaters Hand umklammert meine. Er hält sie ungewohnt fest, so dass die zarten Fingerchen meiner Kinderhand fast abgedrückt werden. Die freie Hand folgt der weiss gestrichenen, rauen Wand. Wieder biegen wir um eine Kurve, diesmal wenden wir uns nach rechts und folgen den nummerierten Zimmertüren. Alle diese Türen haben denselben grau glänzenden Knauf, dieselbe weiß lackierte Oberfläche. Unsere Schritte eilen uns voraus, ergießen sich vor uns in den fast menschenleeren Gang und hallen von den kalkweißen Wänden. Vereinzelte Gestalten, in weiße Kittel gehüllt, fließen ruhig wie kleine Rinnsale von einem Zimmer ins nächste. Ansonsten ist es bedrückend still. Wir folgen weiterhin dem immer enger werdenden Flur. Ich weiß, wohin dieser Weg uns führen wird. In meinem Kopf schwappen die Gedanken wie eine dicke Flüssigkeit von der einen Wand zur anderen, klatschen gegen das Innere meines Kopfes, so dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann. Die Schlinge um meine Hand zieht sich noch enger zusammen und zerrt mich unerbittlich weiter. Da! Hier ist sie! Kalt, ohne Farbe, ohne Gefühl, versperrt sie uns den Weg ins Zimmer. …
Im Gegensatz zur berühmten Rede von Henry V. in Agincourt hätte man sich am Debattentag «more men» gewünscht. Gemäss Schutzkonzept ohne Zuschauer, aber mit viel Ehrgeiz, traten am 22. Oktober zweiunddreissig Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen am Debattentag gegeneinander an. Am Ende triumphierte Marcel Hächler (G2B).
Grün, Blau, Violett – Polarlichter machen aus einem dunklen Nachthimmel ein faszinierendes Farbenschauspiel.
Das Licht geht aus, das Klatschen des Publikums verklingt, die G18L verlässt die Bühne. Zugabe wird es keine geben, denn die Zeit ist um.
Immer wieder werden die sogenannten Illuminaten für die verschiedensten bizarren Ereignisse verantwortlich gemacht. Die Gruppe, zusammengesetzt aus den einflussreichsten Menschen der Welt, soll nämlich im Untergrund an einer neuen Weltordnung arbeiten. Was steckt tatsächlich hinter dem mutmasslichen Sündenbock für ungewöhnliche Geschehnisse?
«Du hast mein Leben zerstört, Marah. Das werde ich dich nie vergessen lassen!» Marah weicht vom Spiegel zurück. Ihr Spiegelbild funkelt sie aus kalten, grünen Augen an. Das waldgrüne Kleid schmiegt sich an ihre helle Haut. Sorgfältig streicht sie eine nicht-vorhandene Falte aus dem Kleid. Ihr Gesicht ist blass. Die kastanienbraunen Haare sind zu einem strengen Knoten zurückgebunden. Eine einzelne Haarsträhne sträubt sich widerspenstig, doch erfolglos – Marah streicht sie mit einer schnellen Handbewegung zurück an ihren Platz. Sie mag keine Unordnung. Alles muss absolut perfekt sein – und zwar immer! Sie wendet sich vom Spiegel ab und begibt sich nach unten. Nolan wartet schon auf sie an der Eingangstür. Er trägt einen dunkelgrünen Anzug, abgestimmt auf ihr Kleid. Alles passt, alles ist perfekt. Nach einigen Minuten Fahrt kommen sie an ihrem Zielort an. Vor dem majestätischen Gebäude steht eine Limousine neben der nächsten, eine schöner und imposanter als die andere. Mit ihrem Ehemann am Arm stolziert Marah durch das mächtige Eingangstor. Heute sollte sie endlich geehrt werden für all die harten Jahre voller Arbeit, …
Armenien ist mein Heimatland. Es ist eines der ältesten Länder der Welt, mit einer Geschichte, die bereits 3000 vor Christus anfängt. Das heutige Armenien bildet mit etwa 29.7km2 einen sehr kleinen Teil des historischen Armeniens. Wie auch andere Länder hat mein Heimatland in seiner Geschichte Kriege, Gewinne und Verluste erlebt.
Dicker schwarzer Edding wasserfest auf fast allen Materialien, auch auf dem Fensterglas der Strassenbahn. Der Junge steckte ihn wieder ein, schulterte seinen Rucksack aufs Neue, wartete genauso lange bis die blecherne Stimme verkünden liess: «Nächster Halt Kunsthaus», kramte dann ein Taschentuch aus einer seiner unzähligen Hosentaschen und liess damit die Träne aus seinem Gesicht verschwinden. Er streckte seinen Rücken durch, schob die letzte seiner widerspenstigen Strähnen unter die alte Mütze seines Vater, starrte noch ein letztes Mal auf seinen Schriftzug und trat mit einem angestrengten Lächeln aus der Strassenbahn auf die wartenden Menschen zu. Er würde das Wochenende schon irgendwie überstehen, wenn er ihnen keine Angriffsfläche bot. Was hatte der Junge mit der hässlichen Mütze bloss an dieser Scheibe gefunden? Die junge Frau verdrehte die schwarz umrahmten Augen, als sie das mickrige, unsicher wirkende «PEACE» in der unteren Ecke des Fensters sah. Nicht gut genug für meinen Account, dachte sie, stieg ein, zog sich die Kopfhörer wieder über die Ohren und schaltete die gleiche Musik wie immer ein. Das laute Schlagzeug übertönte den leisen Ton …
Abnehmend, zunehmend, voll, leer. Der Mond hat viele Gesichter und weckt seit dem Beginn der menschlichen Existenz unsere Neugierde. Es existieren etliche Mythen über den hellsten Himmelskörper am Nachthimmel. Der wohl bekannteste ist der des schlechten Schlafs. Nicht selten wird eine unruhige Nacht auf den vollen Mond geschoben. Auch manche Kritiker, die von unwissenschaftlichen Deutungen sonst nicht viel halten, geben zu, dass sie dann schlechter schlafen. Aber was steckt wirklich dahinter?
Gohar Tamrazyan pflegt ein nicht ganz so übliches Hobby. Seit vielen Jahren widmet sich die Schülerin der Alten Kanti intensiv dem Schachspiel und mischt mittlerweile bei den ganz Grossen mit. Heute darf sie sich mehrfache Schweizermeisterin nennen.
Sobald eine Sirene ertönt oder ein Blaulicht auftaucht, Marcel Klauenbösch ist sich sofort bewusst: «Meine Kollegen haben einen Einsatz.» Seit über 20 Jahren ist der grosse Mann mit dem verschmitzten und warmen Lächeln im Rettungsdienst tätig.
Das Theater lebt von der richtigen Beleuchtung. Der Job eines Lichtdesigners ist es, die Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Theaterbühne ins richtige Licht zu setzen. sage&schreibe hat mit dem Zürcher Lichtkünstler Michael Omlin gesprochen und rückt ein wichtiges, aber oft unterschätztes Handwerk für einmal ins Spotlight.
Licht spielt in den meisten Kulturen und Religionen eine zentrale Rolle und gilt gemeinhin als Symbol für Leben, Wärme und Göttlichkeit. Dies ist der Versuch einer Auslegeordnung im Bereich der griechischen und ägyptischen Mythologie.
Հայաստանն իմ հայրենիքն է։ Այն աշխարհի ամենահին երկրներից է, որի պատմություը սկսվում է դեռևս մեր թվյարկությունից առաջ երրորդ հազարամյակից։ Ներկայիս Հայաստանը կազմում է պատմական Հայաստանի միայն շատ փոքր մասը, մոտ 29,7 km2։ Մյուս պետությունների նման Հայաստանն էլ պատմության ընթացքում ունեցել է տարբեր պատերազմներ, հաղթանակներ, պարտություններ։ Մեր պատմության ամենատխուր էջը թերևես հայոց ցեղասպանությունն է, որը կազմակերպվեց 20-րդ դարի սկզբին թուրքական իշխանության կողմից և որի ժամանակ կոտորվեցին ավելի քան 1,5մլն հայեր։
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Ob die Sonne scheint oder nicht – Licht gehört für uns vielleicht zum Selbstverständlichsten, was es gibt. Aber es macht so einiges mit uns, auch dann, wenn es nicht da ist. sage&schreibe sprach mit dem Psychotherapeuten Bruno Sternath darüber, was für einen Effekt Licht auf uns Menschen und insbesondere unsere Psyche hat.
Zu «Licht» ist das meiste schon gesagt. Wenigstens vom literarischen Standpunkt aus. Kein Schriftsteller, von der Zeit auf den Sockel gehoben, der nicht irgendetwas übers Licht gesagt hätte. Seitenweise könnte ich sie hier abfeiern, von Novalis über Mörike bis zu Michael Krüger. Allerdings, selbst wenn schon alles gesagt wurde, sind wir doch, wir Allwissenden, wir Herren dieser Welt, Beherrscher aller Feuer, stets aufs Neue gebannt, wenn Helios, Sohn des Hyperion und der Theia, seine Pferde schirrt und gleissend ins Firmament steigt, auch wenn wir couldn’t say exactly where the night became the day*, um nun doch einen dieser Dichter zu zitieren, wenn auch keinen deutschsprachigen. Unabhängig aber, wie weit sich unsere Spezies von ihrem Urgrund entfernt, sie bleibt doch bis zum heutigen Tag gebannt vom archaischen Schauspiel der Sonnenauf- und -untergänge, zwar weniger als Pendlerhorde abends auf den Bahnhöfen denn als Pauschaltouristen beim Sundowner in der Ägäis. Womöglich eine Alterserscheinung, dass mir der Sonnenaufgang mittlerweile näher liegt als der Untergang. Und so stehe ich frühmorgens immer wieder draussen im Dämmerlicht und harre der Sonne, deren …
Schillernde, sandkorngrosse «Glühwürmchen» schweben im Wasser der Nordsee oder vor Puerto Rico und lassen den Ozean in grünlich-blauem Licht leuchten. Klingt wie ein Märchen? – Ist aber Wirklichkeit.
Wer kennt sie nicht? Die Lehrer, die schneller als ihre Schüler aus dem Zimmer flüchten. Sobald es zur Pause klingelt, sind sie weg. Spurlos verschwunden.
Im Universum, so William Blake, gäbe es Bekanntes sowie Unbekanntes. Über das Dazwischen schwieg er sich aus. Das Dazwischen, das Intermezzo, war Thema des Schreibwettbewerbs 2020. Gefüllt wurde es mit 26 Texten aus den Kategorien 1./2. Klasse und 3./4. Klasse – mit drei Siegerinnen.
Wir stehen schon vor dem Zimmer bereit. Dann wird die Tür aufgeschlossen. Eine maskierte Gruppe strömt in den Raum und bewaffnet sich. Banküberfall? Einbruch? Raubzug?
Als am 13. März nachmittags die Meldung die Runde macht, dass die Schulen ab der kommenden Schulwoche schliessen würden, ertönt in den Gängen der Schulgebäude das Jubelgeschrei der Schülerinnen und Schüler: Ferien! Und dann erst noch auf unbestimmte Zeit! Jeder Gedanke an das für diese «Ferien» verantwortliche Virus und die unabsehbaren Folgen im Gesundheitswesen oder in der Gesellschaft, jeder weiterreichende Gedanke scheint in diesem Moment sekundär.
Eine Chronologie der Ereignisse
Kein anderer Beruf hat so viel mit Licht und Schatten zu tun, wie der der Hebammen. Menschen, die einem Kind in eine neue Lebenswelt helfen. Saskia Zulauf, Hebamme im Kantonsspital Aarau, erzählt von ihren Erfahrungen in diesem alten Beruf.
Ich starre auf die Rechnung und überfliege erneut die Mitteilung. Offene Rechnung … Bitte begleichen Sie diese innerhalb von 30 Tagen. Mit einer Hand schliesse ich den Briefkasten und mit der anderen taste ich nach dem Schlüssel in meiner Tasche. Ich hebe den Kopf, als Frau Roths Stimme von der anderen Strassenseite zu mir herüberhallt. «Was schauen Sie denn so erschrocken, Frau Hauser? Haben Sie etwa ein Gespenst gesehen?» Ich räuspere mich. «Nein, nein, alles in Ordnung. Nur die Handyrechnung meines Sohnes – Sie wissen ja, wie Jugendliche sind.»
Vom Holzofen in der Alphütte bis zu Lichtgestalten in Zeiten von Klimawandel und Corona: Ein Historiker und eine Theologin lassen sich vom Begriff «Licht» zu einer eindrücklichen gemeinsamen Gedankenreise inspirieren.
Ein Essay über die Eigenschaften des Lichts
Pianistin, Klavierpädagogin, Komponistin, Improvisatorin, Electronic Sound Artist, Video Artist, Hangvirtuosin, Expertin in Klavierpräparationen – mit Esther Flückiger nimmt eine komplette Musikerin nach 25 Jahren Abschied von der Alten Kanti.
Zur Pensionierung von Hans Schmid Sei freundlich, niemals hochmütig, grüsse jeden. Auch zum Abschied. Morgens rufst du. Einen wunderschönen Morgen wünsch ich. Mittags. Der Herr beschütze Sie und Ihre Lieben. Und abends. Eine friedliche Nacht sei Ihnen sehr gegönnt. Herzeloyde in «Parzival» von Lukas Bärfuss
Zur Pensionierung von Antonietta Müller Eine gewichtige Veränderung im Vorzimmer des Rektorats: Antonietta Müller, die «rechte Hand» des Schulleiters, ging Ende September vorzeitig in Pension.
Ueli Salm verlässt die Alte Kanti Aarau nach fast dreissig Jahren als Lehrer und Prorektor. Er wurde auf das Schuljahr 2020/2021 zum Rektor der Kantonsschule Sursee gewählt.
Der aktuelle Newsletter unserer Schule ist mit «Die Alte hat einen Neuen» überschrieben: Ja, wir haben einen neuen Rektor! Ebenfalls auf der Shortlist für den Titel war: «Die Alte hat eine Neue» – nämlich eine neue Schulleitung. Gleich zu dritt haben wir diesen August in unseren Funktionen in der Schulleitung begonnen. Und ich freue mich, innerhalb der Schulleitung die Wirtschaftsmittelschule und die Informatikmittelschule sowie weitere Ressorts wie etwa die der externen Kommunikation mit zahlreichen Anlässen betreuen zu dürfen.
Dies ist die kurze Geschichte unserer Kollegin Claudia Wyler, die ihren Schülerinnen und Schülern die wichtige Rolle der Chemie von der Bronzezeit bis zum Digitalzeitalter anschaulich und handfest vermittelte.
Auf dem Parkplatz der Alten Kanti, genauer: vor dem Tamáshaus, steht wie immer eine Honda oder ein ähnlich schwerer Töff. Er ist ein Schauobjekt, das auch an einem warmen Sommernachmittag die Aufmerksamkeit von neugierigen Schülern, nein, nicht von Schülerinnen, auf sich zieht. Gerade hat Petra für heute die letzte Unterrichtsstunde beendet, tritt aus dem János-Tamás-Haus und geht in Richtung ihres Fahrzeugs. Dort angekommen, wird sie mit bewundernden Augenpaaren und folgendem Ausruf empfangen: «Wow, gehört dieser Töff dir?» Der Schüler, welcher zuvor bei Petra Unterricht hatte, ist auch bereits da. «Ihr dürft sie doch nicht duzen, sie ist meine Posaunenlehrerin», platzt es aus ihm heraus. Petra hingegen reagiert mit einem Schmunzeln. – Diese Episode aus den neunziger Jahren passt hervorragend zu Petra Bachmanns Charakter. Ihre Spontanität ist wie eine Blume, die sich öffnet, aber überlegt und aufmerksam, denn sie duftet nur, wenn das Umfeld für Petra stimmt. [Bild: Sarah Böhler] Wenn die Posaunistin im János-Tamás-Haus war, dann spürte man es im Nordteil oder im Lehrerzimmer durch die Wände hindurch. Es war nicht ihr «profumo», es war …
Zur Pensionierung von Rektor Martin Burkard Martin Burkard verlässt die Alte Kanti. Nicht weniger als 36 Jahre hat er an der ältesten Kantonsschule der Schweiz gewirkt, anfangs als Lehrer für Deutsch und Latein, während der letzten 22 Jahre hat er die Geschicke der Schule geleitet. Mit Martin Burkards Pensionierung geht eine Ära zu Ende. Versuch einer Bilanz im Gespräch.
Wer Markus Kühne persönlich kennt, weiss: Markus strahlt sein Gegenüber an, mit einem offenen und interessierten Blick. Markus ist herzlich, neugierig, pointiert, spitzbübisch und durchaus auch mal mehr oder weniger subversiv.
Être und avoir? Da denken die meisten wohl zuerst einmal an Lektionen, in denen die beiden Hilfsverben geübt und in allen zu kennenden Tempi und Modi durchkonjugiert werden. Es mag wenig erstaunen, wenn eine Französischlehrerin einen Text im «sage&schreibe» mit den beiden Verben beginnt und diesen sogar noch einen prominenten Platz im Titel des Textes zugesteht: Es sei mir erlaubt, siebzehn Jahre Französischunterricht – und natürlich ganz grundsätzlich die Faszination für mein Fach, die mich immer noch begleitet – in den folgenden Gedanken nicht ganz aussen vor zu lassen. Die Konjugation kann dabei aber für einmal getrost vergessen werden. In den grundsätzlichen Gedanken einer Prorektorin zu Schule und Bildung ist eine weit allgemeinere Warte gefragt. Was also haben sein und haben mit Bildung zu tun? Sehr viel.
Zur Pensionierung von Markus Zimmermann Fortunato l’uom che prende Ogni cosa pel buon verson E tra i casi e le vicende Da ragion guidar si fà. Lorenzo Da Ponte
Zur Pensionierung von Roland Latscha Geht einer wie Roland Latscha nach siebenunddreissig Jahren als Deutsch- und Philosophielehrer in den Ruhestand, ist man versucht, auf die Lücke hinzuweisen, die so einer hinterlässt. Dass es sich dabei um eine grosse Lücke handelt, versteht sich von selbst, nicht zuletzt in Anbetracht der ungewöhnlich langen Dienstzeit.
«Mein erstes gemeinsames Unternehmen mit Martin Burkard war eine Schulreise. Wir ahnten damals nicht, dass dies der Anfang einer intensiven Zusammenarbeit und herzlichen Freundschaft werden sollte. 14 Jahre später wurde Martin Rektor der AKSA, gerade als MAR 95 umgesetzt werden sollte. Ich wurde als Konrektorin sofort in die politischen und pädagogischen Auseinandersetzungen einbezogen. Wir waren stark gefordert, das Schiff MAR durch die hoch gehenden Wogen zu steuern. Ich erlebte Martin als besonnenen Kapitän, der sich nicht vom Kurs abbringen liess, und war stolz darauf, ihn unterstützen zu dürfen. Martin, es war schön, mit dir zusammen zu arbeiten!» Silvia Bonati Deutschlehrerin von 1968-2005 Konrektorin von 1995-2007 «Caesar, Commentarii Belli Gallici, Seneca, Ad Lucilium Epistulae Morales, Vergil, Aeneis – diese drei Bücher sind neben meinem Maturitätszeugnis die einzigen Relikte aus meiner Zeit an der «Alten Kanti» in Aarau. Damit verbunden sind tolle Erinnerungen an den jungen, beliebten und mitreissenden Lateinlehrer Martin Burkard, von dem man schon nach der ersten Lektion wusste, dass er eine grosse Leidenschaft für die Werke von Friedrich Dürrenmatt und den Fussballclub Grasshopper Zürich …
Peter Hänsli verlässt die Schulleitung der Alten Kanti, bleibt der Schule aber als Mathematiklehrer erhalten.
Aqua. 14:50 Uhr. Weder Motivation noch Aufmerksamkeit sind unter den vielen Schülern, die zur nächsten Lektion schlurfen, zu erkennen. Erschöpft von den vielen Unterrichtsstunden, wünschen sie sich nichts lieber, als nach Hause zu gehen. Aus der Ferne vernehmen einige von ihnen jedoch ein leises: «Pop, plop, pop,…». Gedanklich immer noch nicht ganz anwesend, suchen sie nach dem Ursprung des Geräusches. Doch plötzlich fängt die Nase einen Duft ein. Popcorn! Endlich aus der Trance herausgeholt, wird eruiert, woher dieser Geruch kommt und wer ihn erzeugt. Ist es jemand, den man kennt? Wenn ja, wie stellt man es an, dass man etwas vom Popcorn abbekommt? Aber nein, man kennt die Person natürlich nicht und muss so oder so in die nächste Stunde. Doch der Geruch des Popcorns lässt einen nicht los. Das ganze Gebäude ist davon erfüllt. Auch wenn man schon im Klassenzimmer sitzt, riecht man ihn noch und hört das Poppen der Körner. In den letzten Minuten vor Unterrichtsbeginn kann man an nichts anderes mehr denken. Dann ertönt die Schulglocke. Die Lehrperson beginnt zu sprechen, doch …
Holland. Das Land der Windmühlen, des Käses, der Tulpen – und der Drogen. Tatsächlich sind auch die Drogen mittlerweile ein Teil der Gesellschaft und der Kultur des Landes. Wie wurde die Drogenkultur ausgerechnet in den Niederlanden zu einer der bekanntesten weltweit? Und wie geht der Staat damit um?
Peter Widmer – Doktor für Philosophie, Mitglied der International Association for the Study of dreams, Meditationslehrer und Geschäftsführer des Zen-Zentrums Basel – beherrscht seit vielen Jahren das luzide Träumen. Wir haben ihn in Basel getroffen.
Das Leben ist eine Reise, die uns verändert. Und die die Wünsche, die Sehnsüchte? Verändern sie sich mit? Hören wir gar irgendwann auf zu träumen? – Antworten auf diese Fragen hat die 86-jährige Annelies Hubler.
Weltwahrnehmung. Welch eine Vieldeutigkeit schwingt in diesem einen Wort. Wie kaum ein zweites in der deutschen Sprache vermag es sämtliche Ausrichtungen des menschlichen Ingeniums zu umreissen. Jede Meinung, jede Ahnung und Erinnerung, gar jede emotionale Regung ist Weltwahrnehmung, vorausgesetzt man bezieht die Begrifflichkeit Welt auf alles Äussere, das den Menschen umgibt und auf ihn wirkt – so auch die Begegnung mit sich selbst –, und bezeichnet Wahrnehmung als Informationsfluss aller Sinne.
Vielleicht war es eine schlechte Idee, Opa aus dem Altersheim zu schmuggeln. Für einen Rückzieher war es nun aber sowieso zu spät. Opa hielt meine Hand und genoss die spätsommerliche Luft. Als die Sonnenstrahlen auf sein faltiges Gesicht fielen, schloss er die silbernen Augen. In der sanften Brise wippte sein fedriges Haar hin und her. Wir schlenderten über den Parkplatz und ich lächelte die anderen Besucher verkrampft an, um nicht aufzufallen. Ich strich mir die blonden Locken aus der Stirn. Bis jetzt lief alles gut. Der blassblaue Trabant stand schief in der Parklücke.
Der Mensa Check geht in die zweite Runde. Dieses Mal treten die Kanti Wettingen, Kanti Zofingen und die Alte Kanti gegeneinander an. Bei der Bewertung vergeben wir Sterne von eins bis fünf– und zwar in den Kategorien Personal, Essen und Ambiente.
Ein Grollen. Für einige Sekunden ist alles hell. Dann wieder absolute Dunkelheit. Das nächste Grollen. Doch schon bald ist das erstarrende Geräusch verschwunden. Dann lässt sich nur dem Stürmen des Regens lauschen. Auf einmal wird erneut alles hell, der Waldrand blitzt durch das verregnete Fenster. Und abermals das Grollen und das Toben des Regens. Ein Pfeifen. Durch die Latten des kleinen Hauses bläst der Wind. Die Bretter biegen sich. Die Balken ächzen. Hammer und Nägel liegen griffbereit. In drei Decken eingewickelt, mit Mütze und selbst gestrickten Wollsocken an den zitternden Füssen und dem Knistern des Kamins im Hintergrund liegt er in seinem aus Holz gezimmerten Bett. Auf dem Nachttisch eine Tasse qualmender Tee. Die Hütte gleicht eher einer Baracke. Es reicht gerade so für sein Bett. Der kleine Kleiderschrank lässt seine schief hängende Tür bei jeder unvorsichtigen Bewegung fallen. Daneben ein kleiner, gasbetriebener Herd und ein Kamin aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Ein Jäger hatte sich einst die Hütte gebaut. Und irgendwann verlassen. Am Waldrand, abseits der Zivilisation, nicht weit von einem kleinen Teich. …
Zur Verabschiedung unseres langjährigen Gitarrenlehrers José Sanchez
Als Nelson Mandela 2013 verstarb, waren Tausende von Menschen zutiefst verwirrt. Sie alle glaubten, dass Mandela schon Jahre zuvor in einem Gefängnis gestorben war – und ihre Erinnerungen stimmen überein. Kann die Erinnerung so vieler Menschen tatsächlich trügen?
Der Vorhang geht auf, die Artisten des «Jour de fête» erwecken die Manege zum Leben und versetzen das Publikum in Staunen. Das Thema der 35. Monti-Inszenierung ist das bunte Treiben eines Jahrmarktes. Der Circus Monti ist bekannt für seine träumerischen und atemberaubenden Vorstellungen mit Artisten aus aller Welt. Sobald die Show beginnt, befinden sich die Zuschauer in einer Traumwelt. Und was ist das für ein Leben, wenn die Lichter gelöscht sind? Wir haben hinter die Kulissen geschaut.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Einem Palast vergangener Tage ähnelnd, so ragte die imposante Basis vor ihm auf. Sie war Teil eines staatlichen Verbundes, dem Zentrum für Netzwerk-Verarbeitungsstellen. Die Basis B-213 war natürlich in ihre Umgebung, eine Höhle von enormen Ausmassen, eingebettet, sodass sie wie aus dem Boden gewachsen erschien. Die ganze Grösse der Grotte war nur zu erahnen, denn ihr Rand verlor sich in tiefem Schwarz. Nur gelegentlich konnte man Licht aus angrenzenden Höhlen erblicken. Die Basis befand sich genau in der Mitte des Hohlraums; sie war von überall her sichtbar, so als wollte sie gesehen und bestaunt werden.
«Hellblau oder gestreift?» Obwohl ich ihr die Frage nun schon zum dritten Mal stelle, scheint sie deren Inhalt nicht zu begreifen. Oder sie wägt noch ab. Ungeduldig rutsche ich auf dem altmodischen Holzstuhl hin und her, versuche ihrem kritischen Blick standzuhalten. Heute ist eigentlich ein guter Tag – und doch sieht es aus, als ob sie diese wenigen Worte überfordern würden. Ich erwäge, ihr die Entscheidung abzunehmen und einfach selbst zu wählen – die Verlockung ist gross. Dennoch halte ich ihr stand und warte ab. Ich warte ab, wie mir geraten wurde. «Sei geduldig, verlange nicht zu viel, mach oft Pausen …»
Die Schlange vor dem Lift ist lang, nur noch wenige Minuten bis Unterrichtsbeginn. Die Tür geht auf, und wieder schaffe ich es nicht in den Lift, werde langsam nervös.
«Mami? Was schreibst du denn übers Träumen?» – «Ja, was denkst denn du, was Träumen ist?» Als Antwort auf meine Frage präsentiert mir meine 6-jährige Tochter kurze Zeit später die zwei folgenden Skizzen mit der Erklärung: «Träumen ist wie Denken – aber beim Träumen schläft man und beim Denken ist man wach.»
Wunschträume, Albträume – im Traum widerfährt uns allerlei Schönes und Belastendes. Wir alle träumen. Wir sprechen von zerplatzten Träumen, Traumreisen, Traumjobs, Traumfrauen oder Traumprinzen. Und wenn eine Altphilologin mit einem Chemiker ins Gespräch kommt, wirds richtig interessant.
«Lasst mich! Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?» Eine keifende Stimme über-tönte trotz des Lärms, der mittags immer in der Mensa herrschte, alle Gespräche, und als die Besitzerin der Stimme aufstand, waren alle Augen auf sie gerichtet. Ich fand es faszinierend, wie schnell etwa zweihundert Schüler ihre Gespräche einstel-len und eine Aufmerksamkeit zu Tage fördern konnten, wie es wohl nur selten in einer Unterrichtsstunde geschah. «Ihr versteht es nicht, ihr versteht es nicht, und so etwas schimpft sich meine Freunde! Ich werde das verdammte Zeug nicht mehr nehmen, ich kann nicht mehr atmen, es erstickt mich, seid still, seid still!» Die Worte wiederholend stand sie da, die Hände auf ihre Ohren gepresst, bis nicht nur ihre ‹Freunde›, sondern wirklich jedes Lebewesen im Raum schwieg und sie an-starrte. Ihre Miene war verschreckt, angespannt, ihre Augen zuckten hin und her, als ob sie nach einem Fluchtweg aus diesem Hexenkessel von Menschen suchte. Immer mehr schienen ihre Instinkte sie zu beherrschen; dann, auf einmal, verän-derte sich ihr Ausdruck und etwas anderes, mindestens genauso Unkontrolliertes, nahm den Platz …
Seit seiner Kindheit steht der heute 23-jährige Jongleur Mario Muntwyler in der Manege des Circus Monti. Was ist das für ein Leben, und wie geht er damit um?
Peter Fischer ist Fachpsychologe für Psychotherapie in einer Gemeinschaftspraxis in Zürich, oberhalb des Freud-Institutes. Er empfängt das sage&schreibe-Team, um über Träume und die Traumdeutung zu sprechen, aber auch Einblicke zu geben in die professionelle Auseinandersetzung mit den Botschaften des Unbewussten.
Auch 2019 führte die Fachschaft Deutsch der alten Kanti wieder einen Schreibwettbewerb durch. Über das Thema «Gewitter im Kopf» machten sich viele Schülerinnen und Schüler aus insgesamt acht Abteilungen Gedanken und schrieben schliesslich einen Text dazu – mit kreativen Ergebnissen. Am Mittwoch, dem 30. Oktober, wurden die Gewinner prämiert.
Seit 7 Jahren spielt Sarah Suter, NAWIMAT-Schülerin an der Alten Kanti, Querflöte. Sie wirkt in vielen Bläser-Ensembles und Musikgesellschaften mit und ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe. Der Anfang einer grossen künstlerischen Karriere?
Die Luft war kalt und strich um ihre blossen Beine. Neben den müde funkelnden Sternen hing der Mond am Himmel. Unter ihren Füssen knirschten die Blätter, die sich verfärbt hatten und von den Ästen der Bäume gesegelt waren. Die Fenster der Häuser waren dunkel, die gesamte Lilienstrasse schlief; einzig das Licht der Laternen erhellte die Strasse. In ihrem weissen Kleid tapste die Traumfängerin die Häuser entlang, bis sie vor einem roten Backsteinhaus stehen blieb. Der Briefkasten im Vorgarten stand schief da. Efeu kletterte an der Fassade hoch. Zwei edle Blumentöpfe standen vor den Stufen, die zur Haustür hinaufführten.
Holland. Het Land van de windmolens, de kaas, de tulpen en de drugs. Daadwerkelijk zijn ook drugs inmiddels een deel van de maatschappij en de cultuur van het land. Maar hoe kwam het, dat juist de drugscultuur in Nederland tot één van de bekendste ter wereld werd? En hoe gaat de staat daarmee om?
Sind Sie zufrieden mit sage&schreibe? Sogar begeistert? – Dann müssen Sie hier weiterlesen! Zweimal jährlich präsentiert Ihnen die Alte Kanti in sage&schreibe vielfältige thematische Beiträge, verfasst von Schülerinnen und Schülern und von Lehrpersonen aller Fachschaften. Jedes Heft ist ein publizistisches Gemeinschaftswerk, das aus unterschiedlichen Perspektiven vertiefte, immer wieder überraschende Einblicke in den Alltag an der Schule bietet und über den Ententeich hinausblickt. Wenn Sie dieses Engagement schätzen und gleichzeitig verhindern möchten, dass sage&schreibe dem vom Kanton Aargau verordneten Konzept der papierlosen Schule zum Opfer fällt, freut uns das sehr. Der Ausdruck Ihrer Freundschaft in Form eines einmaligen oder wiederkehrenden Unterstützungsbeitrags sichert die Finanzierung des Heftes für die Zukunft. – Wie wir uns bei Ihnen revanchieren, verrät der Freundschafts-Flyer.
«Kleider machen Leute» –Schon Gottfried Keller führte uns vor Augen, wie wichtig das Auftreten ist und was passieren kann, wenn die Wirkung nach aussen nicht mit dem Inhalt übereinstimmt. Auch die Unternehmenswelt hat die Bedeutung eines einprägsamen, positiven Bildes längst erkannt und dabei die Form mithin gar über den Inhalt gestellt. Das kann allerdings nur kurzfristig funktionieren, denn bekanntlich haben ja Lügen kurze Beine; wir ärgern uns schnell, wenn wir nicht das erhalten, was wir versprochen bekommen. Negative Beispiele mindern jedoch die Bedeutung eines guten Auftritts nicht. Sie fordern uns vielmehr auf, dass wir nach aussen das darstellen, was auch drin ist. Konsistent, offen, ehrlich. Das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern gerade auch für Schulen. Ein Blick zurück Mit Mandarinen und grünen Äpfeln haben wir 2005 den Auftritt des damals neuen Logos und der neuen Website der Alten Kantonsschule Aarau lanciert. Farblich frisch, neu, für viele überraschend, für einige auch befremdend. Der Auftritt – das Corporate Design (CD), wie man es heute nennt –, wurde von Andrea Gsell, einer ehemaligen Schülerin der Alten Kantonsschule, …
Schon als ich am Morgen aufstehen möchte, frage ich mich zum ersten Mal, warum ich mir das antue. Zusammen mit ein paar Kolleginnen einen ganzen Tag nichts essen. Nur um herauszufinden, ob Essen glücklich macht. Was für eine Idee!
Plötzlich funkelt’s, da, ein Schimmer, neben mir ein Glanz Licht durchbricht die Fluten, wunderbarer Farbentanz Helle Flammen züngeln in der kleinen Lampe drin Führen mich auf immer neuem Weg zum tiefsten Sinn.
Sie hat angefangen wie alle anderen auch. Doch was Nora Meister von anderen Sportlerinnen mit Handicap abhebt, ist ihre unglaubliche Willensstärke. Bereits mit 13 Jahren schwamm die Gymnasiastin an ihrer ersten Europameisterschaft. 2020 möchte sie in die Königsklasse einsteigen.
Wie viel Geld geben wir eigentlich in der Mensa aus? Wollen wir gar nicht wissen. Doch was wäre, wenn man eine ganze Woche lang kein Geld für Essen ausgeben müsste? Mit ein bisschen Glück bist du schon bald Besitzer eines Mensa-Gutscheins im Wert von 60 CHF und einer Riesenportion Smarties!
Beat Lehmann, mit was für Emotionen sind Sie im Grand Casino Baden konfrontiert? In unserem «House of Entertainment» setzen wir auf eine Atmosphäre voller Spass, Spannung und Entspannung. Wir freuen uns mit unseren Gästen über ausserordentliche Gewinne, sind mit Rat und Tat aber auch da für sie, wenn es mal nicht nach Plan läuft.
Liliane Studerus kam als Quereinsteigerin in die Bibliothekswelt und ergänzte das Team mit ihrer Lebenserfahrung. Mit ihrer liebenswürdigen und humorvollen Art lotste sie so manchen Benutzer durch das Informationslabyrinth. Nun geht sie in die wohlverdiente Pension.
Während Monaten waren die Schülerinnen und Schüler der Schwerpunktfach- und Ergänzungsfachklasse der Neuen sowie der Alten Kantonsschule Aarau damit beschäftigt, ihre eigenen Werke zu komponieren. Am 4. April 2019 kamen diese Werke im Rahmen der musicfactory zur Aufführung. Die ehemalige Emus-Schülerin Michelle Claus führte locker durch den musikalischen Abend.
中国历史很长,比如吃的和吃饭的规矩。中国人很多不同的规矩和俗,怎么样吃饭是礼貌的。那菜不是放到每一个人的盘子而是所有的菜都一起放到餐桌上,然后大家一起吃,你可以挑自己喜欢的
Kindern, die während Wochen, manchmal Monaten im Spital sind, ein Lächeln ins Gesicht zaubern, zwischen Therapien und Arztterminen ein paar Momente von Leichtigkeit und Glück schenken – dies haben sich die sogenannten Traumdoktoren zur Aufgabe gemacht. Liz Monteleone ist eine von ihnen. Wir haben sie im Kantonsspital Baden getroffen.
Zeichnungen, Skulpturen und Filme – bei der Ausstellung des Schwerpunktfachs Bildnerisches Gestalten im Stadtmuseum Aarau fehlte es nicht an Vielseitigkeit. Die Schülerinnen und Schüler der beiden Aarauer Kantonsschulen hatten hier die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten auszustellen.
Die NASA lügt, und die Mondlandung ist ein Fake – das behaupten die Anhänger der sogenannten Flat Earth Theory, der Theorie der flachen Erde, einer Verschwörungstheorie, die angeblich beweist, dass die Erde in Wahrheit nicht rund, sondern flach ist. Auf den ersten Blick mag dies ziemlich absurd wirken. Es lohnt sich aber durchaus, einige Aspekte genauer zu betrachten.
Die Sonne ist kurz davor, den Horizont zu streifen, sodass die reformierte Kirche in Buchs goldenen bestrahlt wird. Die Temperatur sinkt und die letzten Musikerinnen und Musiker betreten den hinteren Teil des Gebäudes, während die Besucher beim Haupteingang warten. Sinfoniekonzert der Alten Kanti. Eine genaue Ahnung von dem, was an diesem 24. März 2019 auf sie zukommt, haben die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht. Das stört sie auch nicht, denn alle sind hier, um sich zu überraschen lassen. >
Für den grossen Aargauer Mensa-Check haben wir alle sechs Mittelschulen im Kanton besucht, mit den Verantwortlichen gesprochen und das Essen vor Ort getestet. Über tausend Gäste gehen in den jeweiligen Mensas täglich ein und aus. Drei bis vier Menüs werden angeboten, darunter mindestens ein vegetarisches. Doch worin unterscheiden sich die Mensas überhaupt? Für den ersten Teil des Mensa-Checks haben wir die Mensas in Baden, Wohlen und an der Neuen Kantonsschule Aarau auf Herz und Nieren geprüft.
«Weg von der Tür!», ruft der Busfahrer missmutig durch die Sprechanlage. «Ich kann nicht losfahren, solange ihr da nicht weggeht!» Unter den Fahrgästen macht sich genervtes Murmeln breit, während drei Schüler verzweifelt versuchen, einen grösseren Abstand zwischen sich und die Tür zu bringen. Nach einigen Sekunden, in denen gedrückt, geschoben und gezwängt wird, ertönt endlich der Motor. Alle Passagiere atmen erleichtert auf. Doch dann senkt sich der Bus auf der Einstiegsseite erneut ab. Ein keuchender Schüler, der offensichtlich direkt vom Sportunterricht kommt, drückt hektisch auf den Knopf, in der Hoffnung, dass sich die Tür erneut öffnet. Und siehe da, der Busfahrer ist gnädig und erweitert die Schar der leidenden Fahrgäste um eine Person.
Im Grossratssaal Aarau präsentierte das Kantitheater zusammen mit dem Chor der Alten Kanti einen bunten Mix von Szenen aus dem Irrsinn des Alltags. Auch wenn das Stück von Wolfgang Deichsel in den 1960er Jahren spielt: In «Frankenstein – Aus dem Leben der Angestellten» ist die Welt auch 2019 aus den Fugen.
Glück ist als Dauerzustand im Plan der Schöpfung nicht vorgesehen. Diese melancholische Einsicht verdanken wir Sigmund Freud, dem 81-jährigen Hellmuth Karasek und der Firma Ikea. Freud schrieb sie 1930 in Das Unbehagen in der Kultur nieder; der berühmte Literaturkritiker Karasek zitierte sie 2015 in einem Werbespot für Ikea: In einem behaglichen Sessel rezensiert Karasek «das meistverbreitete Buch der Welt», nämlich den Ikea-Katalog. Er liest: «Glück ist, wenn du ein superbequemes Sofabett, ein paar Beistelltische und eine gute Wifi-Verbindung hast». Daraufhin lässt er den Katalog sinken, schaut halb besserwisserisch, halb milde in die Kamera und kontert mit Freud.
China ist ein Land mit langer Geschichte und Tradition, wenn es ums Essen und um Essgewohnheiten geht. Es gibt viele verschiedene Regeln und Bräuche, wie anständig gegessen wird. Grundsätzlich wird das Essen nicht jedem Einzelnen auf einem eigenen Teller serviert, sondern alles wird auf den Tisch gelegt, sodass jeder das essen kann, was er will.
Grässlich. Einfach grässlich. Endlich habe ich ein passendes Wort für die Kakofonie namens «Babywillstmeinneuesstückhören». Existiert eigentlich Ohrenkrebs? Ich fürchte, schon. Bestimmt gibt es Klänge, welche die Ohrenzellen mutieren lassen. Und am Ende werde ich eine Radio-Therapie in einem spezialisierten Krankenhaus irgendwo in Israel über mich ergehen lassen müssen. – Es regnet wieder. Zum wievielten Mal heute? – Vielleicht bin ich einfach zu altmodisch und checke das moderne Zeug nicht. Ich meine, wenn du mir von deinen musikalischen Reisen erzählst, die nur in deinem Kopf stattfinden, dann wird mir einfach nur übel. Moment – diese Passage kenne ich – die kommt auch in einem anderen Stück vor, nicht? Na ja. Mama hat immer gesagt, das Leben mit einem Musiker sei anstrengend. Sie hatte Recht. Mama hat immer Recht. Ich sollte sie vielleicht mal anrufen und fragen, wie es ihrem Pudel geht. Bono. Schon sein Vorgänger hiess so. Sie wählt immer denselben Namen. Keine Veränderungen – kein Stress. Gutes Motto, Mama.
Glück ist für jeden etwas anderes und für viele undefinierbar. Dabei wird das Glück auch wissenschaftlich erforscht. Wie geht das? Und was ist das für ein Forschungsgebiet? – Wir haben den renommierten Glücksforscher Mathias Binswanger in der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten besucht – und nachgefragt.
Der Künstler Raja Dibeh ist 48 Jahre alt und hat erlebt, was niemand erleben will. Blut, Leid und Krieg hat er in seiner Heimat Syrien tagtäglich gesehen und hautnah erfahren. Vor allem für islamistische Rebellengruppen wie den IS war Raja Dibeh als christlicher Künstler eine Zielscheibe. Deshalb musste er flüchten und lebt nun seit vier Jahren in der Schweiz. Zusammen mit anderen Geflüchteten wohnt er in einer Asylunterkunft in Schupfart. Wir haben ihn nach der Bedeutung von Glück gefragt.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Die Sehnsucht nach Glück und der Spass am Spiel sind tief im Menschen verankert. Deshalb treibt es viele ins Casino. – Ein Spaziergang zwischen Slot-Maschinen und Roulette-Tischen im Grand Casino Baden.
Irgendwie haben wir es ja vermutet: Glückserfahrungen haben nicht nur mit Psychologie, sondern auch eine ganze Menge mit Biologie zu tun. Die Zusammenhänge zwischen körperlichen Prozessen und seelischer Empfindung sind ebenso spannend wie komplex – und es zeigt sich: Auch aus biologischer Sicht ist das Glück ein flüchtiges und alles andere als ungefährliches «Geschenk». >
In einem ebenso tief- wie hintersinnigen Gespräch loten der Flötist Walter Feldmann und die Historikerin Martina Frei den Wortraum von «Glück» aus. In einer Nebenrolle: Oliven.
Das Mozart-Requiem – ein Meisterwerk der abendländischen Musik, kombiniert mit einer Uraufführung eines ehemaligen Schülers der Alten Kanti: Mit KANTICHORplus kann man im März 2020 auch singend dabei sein.
Die besten Lauchbilder wurden erkoren!
Das tägliche Rennen gegen die Zeit beziehungsweise die eigenen Mitschüler um den letzten freien Tisch im Erdgeschoss des Aquariums. Der leidige Kampf um einen Platz im Lift. Immer kein Kleingeld in der Mensa. – Das muss nicht sein! Der sage&schreibe-Fotowettbewerb «Weniger laufe, mehr Liftschlüssel» macht das Leben an der Alten Kanti lebenswerter. – Vielleicht auch deines!
Das Wunder aus einem naturwissenschaftlichen Blickwinkel oder: Ein unvollständiger Essay über geteilte Meere, unscharfe Teilchen und Wellen, Eisbohrkerne – und Entropie.
„Glauben Sie an Wunder?» Kaum jemand im Umfeld einer Kantonsschule wird diese Frage mit einem uneingeschränkten «Ja» beantworten. Wunder wirken wie ein Relikt aus alten Tagen. Sie erinnern an Aberglaube und Magie. Im Denken unserer Zeit scheinen sie keinen Platz mehr zu haben. Der Gang Jesu auf dem Wasser? – Spontane Heilungen an Wallfahrtsorten? – Eine Madonna, die Blutstropfen weint? – Wundersame Erscheinungen am Himmel? Nein, danke!
Bei einem Kaffee und einem Chai im Barista Shop haben sich der Biologie Stefan Girod (SG) und der Pianist Daniel Woodtli (DW) über einen der ganz grossen Begriffe unterhalten. Im Dialog unternehmen die beiden Lehrer der Alten Kanti Aarau einen ebenso unterhaltenden wie anregenden Gedankenspaziergang – immer im Spannungsfeld zwischen der Macht der Fakten und der Macht des Göttlichen.
Unmittelbar nach dem kürzesten Tag des Jahres feiern wir mit Weihnachten das Fest der Liebe und des Lichts: die Geburt von Jesus Christus. Doch Jesus wurde gar nicht im Winter geboren. Was also liegt hinter unserem Weihnachtsfest verborgen?
In der Weihnachtszeit hat sie Konjunktur, versprüht ein ganz besonderes Licht: die Wunderkerze. Sie löst Glücksgefühle aus und lässt nicht nur Kinderaugen glänzen. Was ist da eigentlich drin? Viel Wunder, aber auch viel Chemie.
Schmid Beck im beschaulichen Zunzgen ist eine Feinbäckerei, Konditorei und Chocolaterie der besonderen Sorte, denn sie trägt die herausragende Qualität bereits in ihrem Namen: «echt weltmeisterlich». Um die Genusswelt zu erkunden und der Leidenschaft der Erschaffer auf die Spur zu kommen, sind wir tief in die preisgekrönte Wunderstätte eingetaucht.
Tatsächlich: Es gibt einen Baum, aus dem eines der tödlichsten natürlichen Gifte und gleichzeitig ein tagtäglich gebrauchtes Öl gewonnen wird. Vielleicht klingelts bei der einen oder anderen Krimi-Leseratte oder bei faltengeplagten Beautyfans bei den Begriffen Rizin und Rizinusöl. – Was hat es wirklich auf sich mit dem Wunderbaum? Wir haben über die «Giftpflanze des Jahres 2018» recherchiert.
Trag dich ein Leben lang ertrage die schreiende Stille – ich weine und lächle dir Tränen
Ein Augenblick, der das Leben verändert. Oft hören wir von diesem einen Augenblick; doch erleben tun ihn die meisten nie. Der Familienvater Beat Fehlmann hat einen solchen Moment erfahren und gibt uns einen Einblick in sein «zweites Leben».
Zum zehnjährigen Jubiläum des Frank-Wedekind-Hauses, des Gebäudes, das unter einem Dach Medienzentrum, Mensa und Räumlichkeiten für das bildnerische Gestalten beherbergt, wollen wir einen Blick zurück in die Vergangenheit werfen – back to the roots sozusagen.
Was alle Schüler und Schülerinnen schon seit jeher auf Trab hält, wie ein Damoklesschwert über ihnen schwebt und sie manchmal in Angstzustände versetzt, lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Prüfungen.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
Einhundert Gramm durchschnittliches Brot enthalten etwa zweihundertsiebenundsechzig Kalorien. Eine Schreibe davon wiegt ungefähr fünfzig Gramm, hier jedoch können wir von mindestens siebzig ausgehen. Also sind wir mit einer Scheibe schon mal bei einhundertneunundachtzig Kalorien. Je nach dem, von welchem Teil des Brotes das Stück stammt, lassen sich durch die Kruste weitere Kalorien addieren oder subtrahieren.
Η Ελλάδα είναι χώρα της νοτιοανατολικής Ευρώπης. Συνορεύει βορειοδυτικά με την Αλβανία, αποτελείται από την ήπειρο και την Πελοπόννησο και έχει πάνω από 3000 νησιά. Η χώρα βρέχεται από το Λιβυκό Πέλαγος στον Νότο και το Ιονικό Πέλαγος στη Δύση. Η Ελλάδα έχει Έκταση 131’957 τετραγωνικά χιλιόμετρα και είναι τρείς φορές μεγαλύτερη απο τήν Ελβετία. Η χώρα έχει περίπου 11,2 χιλιάδες πληθυσμό. Λόγο των πολλών νησιών η Ελλάδα έχει μια ακτογραμμή από 13’000 χιλιόμετρα. Αν και υπάρχουν πολλά νησιά και μεγάλη επιφάνεια θάλασσας, η Ελλάδα έχει επίσης 80 της εκατό βουνά.
Sie trainiert im eisigen Winter, sie trainiert in der Gluthitze des Sommers – Hauptsache, die Kanutin Naemi Brändle ist in ihrem Element: dem Wasser! Sie fährt an Weltcups, ist Elite Schweizermeisterin und hat eine Weltmeisterschaftsmedaille geholt: Mit nur 17 Jahren hat die junge Sportlerin bereits erreicht, wovon andere nur träumen!
Ding – ein paar letzte Plopps ertönen aus der Mikrowelle, dann ist es ruhig. Ich nehme die Tüte vorsichtig in die Hand und trage sie zu unserem Tisch. Ein buttriger Duft steigt daraus auf, der Duft einer Zwischenstunde. Alle haben ihre Schulsachen ausgepackt, Stifte liegen achtlos verstreut auf dem Tisch. Wirklich am Arbeiten ist jedoch niemand. Dazu fehlt die Motivation.
Aus Anlass der Pensionierung von Ariane Bolli, Deutschlehrerin, im Herbst 2018
In den 22 Jahren ihres Wirkens als leitende Bibliothekarin an der Alten Kantonsschule hat Regula Gossweiler viele Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen kommen und gehen sehen. Nun ist es an uns, von ihr Abschied zu nehmen. Wir lassen sie ziehen – mit einer Würdigung, die von Herzen kommt.
In unregelmässigen Abständen hält der passionierte Filmer und Fotograf Tobias Gamp (G4L) seinen Blick auf die Welt in einem ganz persönlichen Video fest. Mal frech, mal schräg, mal nachdenklich, mal knallig – immer aber zusammen mit Alexander Levnajic (G3B). Nur zusammen sind sie «Ganz Gamp.»
Das im Südosten von Europa liegende Griechenland grenzt an das südliche Ende des Balkans und besteht aus der bekannten Halbinsel Peloponnes sowie mehr als 3000 Inseln. Eingegrenzt wird das griechische Festland vom im Süden liegenden Libyschen Meer und dem Ionischen Meer im Westen. Griechenland erstreckt sich über eine Fläche von 131 957 km² und ist somit fast dreimal grösser als die Schweiz. Es leben 11,2 Millionen Einwohner auf dem Festland und den umliegenden Inseln. Wegen seiner vielen Inseln besitzt das Land eine Küstenlinie von über 13’000 km. Obwohl viele Inseln und eine grosse Wasserfläche zu Griechenland zählen, hat die Nation einen Gebirgsanteil von fast 80 Prozent.
Die Vorbereitungen für den alljährlichen Schooldance Award laufen auf Hochtouren und kEinstein, die Tanzgruppe der AKSA, hat nichts Geringeres vor als die Titelverteidigung. Wir haben die Tänzerinnen und Tänzer in einem Training besucht und Einblick erhalten in ihre Arbeit.
Die 18-jährige Claire Ngo aus Kanada kam im August 2018 in die Schweiz, wo sie zuerst einmal einen zweiwöchigen Deutschkurs für Anfänger besuchte. Ab September war sie dann ein Jahr lang Austauschschülerin in der G2F an der Alten Kanti Aarau. Der vorliegende Text ist ihr sprachlich nicht bearbeitetes) Abschiedsreferat, das sie anlässlich eines Farewell-Dinners des Rotary Clubs Aarau Alpenzeiger gehalten hat.
Sozialeinsatz an der Alten Kanti Aarau einmal anders: Anstatt in die Berge zu fahren oder ein Bachbett zu reinigen, gestaltete die Abteilung G2G unter der Leitung von Sabrina Aegerter und Lukas Fellmann im Frühjahr 2018 eine Begegnungswoche mit unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA). Ein Erlebnisbericht.
«Die Arthritis, weisst du, die wird immer schlimmer. In den Händen auch. Zwei Reihen stricken, Andi, zwei, dann muss ich’s schon wieder hinlegen», jammert Oma Ingrid. Ihr Körper versinkt beinahe im übergrossen Bademantel, und händeringend blickt sie ihren Enkel an. Die Glückspost, die Andi ihr hilflos entgegenstreckt, lässt ihre Augen für einen Moment aufleuchten. «Wie lieb von dir! Sag Erika lieben Dank. Willst du Kaffee? Komm, ich ruf die Heike, die bringt dir einen.» «Nee nee, lass mal Oma. Ich trink doch eh keinen Kaffee, weisst du doch. Ich muss ja sowieso auch gleich weiter. Hab noch viel zu tun. Schule und so», murmelt der schlaksige Junge, vergräbt die Hände tief in den Hosentaschen seiner verwaschenen Jogginghose und der Rechten ertastet ein kleines Plastiktütchen, das er fest mit den Fingern umschliesst.
Mit 43 Jahren ist Christian Dorer bereits Chefredaktor von BLICK, SonntagsBlick, Blick am Abend und Blick online. Der Absolvent der Alten Kantonsschule Aarau bestimmt, was jede Woche 1.8 Millionen Schweizerinnen und Schweizer lesen. Wie fühlt sich so viel Verantwortung (und Macht) an? Wie begegnet Christian Dorer der digitalen Herausforderung? Und wie geht er mit der allgegenwärtigen Gefahr von Fake News um? – Wir haben den einflussreichsten Journalisten der Schweiz in Zürich zum Gespräch getroffen.
Wenn im Wald ein Feuer brennt, können wir das mithilfe unserer Sinne feststellen, was uns in verschiedenen Szenarien einen evolutiven Vorteil bringen kann. Das Feuer werden wir aber nie in seiner Gesamtheit erfassen können. Dafür sehen wir gelbe Flammen züngeln und hören ein Knistern, obwohl das Feuer genau genommen weder Farben besitzt noch Geräusche erzeugt. Wie kommt’s?
Stell dir vor, der September wäre hellgrün, der Februar eisig-rosa, das «E» gelb, alle 20er Zahlen rötlich und die Melodie der Schulglocke orange. Genau so geht es Victoria Dvořák, einer Schülerin der Alten Kantonsschule Aarau. Wir treffen sie an einem Mittwoch in einem Café. Sie erzählt uns von ihrem Leben als Synästhetikerin und legt uns ihre ungewöhnliche Wahrnehmung offen: die Verknüpfung von Musik, Zahlen und Wörtern mit Farben.
Wie sinnvoll und also wie lebenswert ist die menschliche Existenz in einer Welt ohne Gott? – Die Frage nach dem Sinn, so gestellt, ist dann eben keine religiöse, sondern eine eminent philosophische. Und eine, die schon viele Denker umgetrieben hat, weil es keine allgemeingültige Antwort darauf gibt.
Veronika Potykanowicz (PotVe), Wirtschaftslehrerin an der Alten Kantonsschule Aarau, sucht über WhatsApp das Gespräch mit ihrer 19-jährigen Nichte Bernadette Schwarz (SchBe) aus Österreich, die zurzeit Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz studiert. Immer im Zentrum des Dialogs zwischen der Pädagogin und der jungen Idealistin: der (Un-)Sinn der Ökonomie.
Isabelle Egger ist ein ausgebildetes Medium mit langjähriger Erfahrung und führt eine ganzheitlich mediale Beratungspraxis im Herzen Aaraus. – Ein Besuch bei jemandem, der dank des ausgeprägten sechsten Sinnes mit übernatürlichen Phänomenen auf du und du lebt.
Viele Leute fürchten sich davor, über einen Baumstamm zu gehen; Freddy Nock hat das Balancieren, noch dazu in schwindelerregenden Höhen, zu seinem Beruf gemacht. Bei einem Besuch des Artisten zu Hause in Uerkheim haben wir einen Einblick in seine Arbeit erhalten – und von seinem neusten Projekt erfahren, das alles andere in den Schatten stellen wird.
Der Mensch hat fünf Sinne. Was auch immer wir tun: Erst das Zusammenspiel aller Sinne ermöglicht die ganzheitliche Wahrnehmung eines Erlebnisses. – Wie aber ist es, wenn wir uns bei einem Erlebnis ausschliesslich auf einen Sinn konzentrieren? Wir haben uns aufgemacht in ein Burger-Restaurant und uns beim gemeinsamen Essen jeweils ganz auf einen einzigen Sinn konzentriert. Ein sinnliches Experiment.
Ich hetze auf den letzten Drücker ins Zimmer – geschafft. Mein Kopf braucht etwas Zeit, um sich zurechtzufinden. Also, ganz langsam: Ich sitze in einer Biologiestunde. Biologie zählt dieses Jahr für die Matur, also sollte ich mich nun zwei Stunden konzentrieren. Unser heutiges Thema: Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen. ZIRP. Meine Sinne erinnern mich gerade wieder daran, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war, kurze Hosen anzuziehen. Vorsichtig löse ich mein Bein vom Stuhl und platziere es etwas weiter rechts; zwecklos – es fängt schon wieder an, am Stuhl festzukleben. ZIRP. Die Hitze ist unerträglich. Wieso bekommen wir bei diesen Temperaturen nicht hitzefrei?
Bazar. Der süsse Duft, kaum spürbar Zimt, Koriander, Nelken die Himbeere, süss und verführerisch wie das Geschrei der Verkäufer himmelblau, Himmelbeere, mitten im Bazar die Verlockung, süsser als Honig verstörende Farbe, einzigartig die Sinne berauschend alles vergessend, vergessen versinken und schweben, höher und höher ekstatisch, ein Geschmack wie Vollendung der Abgang ist böses Erwachen himmellos bitter bleibt Ingwer im Nachgeschmack. Von Nadine Girod und Su Haskaya, G3L Aquarell von Nicole Wehrli, G3K
Digitalisierung – für die einen ein Zauberwort, das Türen in ungeahnte neue Lebens- und Arbeitsräume öffnet, für die anderen ein Unwort, der Inbegriff einer datengesteuerten, gefühlskalten, insgesamt inhumanen Welt. – Wie auch immer: Als moderne Mittelschule sind wir verpflichtet, uns dem Wandel auch in diesem Bereich zu stellen, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen. Eine Bestandesaufnahme.
Mein Zug war schon da, als ich den Bahnsteig erreichte und auf den Türöffner drückte. Ich setzte mich an den erstbesten Platz am Fenster, und als der Zug langsam losfuhr, heftete sich mein Blick an einen der vielen Regentropfen an der Scheibe. Ich beobachtete, wie ein Tropfen grösser wurde, runterkullerte und alle, die seinen Weg kreuzten, mit sich riss. Etwa hundert Tropfen später wurde meine Haltestelle angekündigt. Ich stieg aus und blickte nach oben, fühlte, wie der Regen auf mein Gesicht prasselte, den Hals runterlief, und sah, wie sich meine Schultasche verfärbte. Ich machte mich auf den Weg nach Hause.
Die Seite für Ratsuchende, Ideenlose, Sparfüchse und Neugierige. Hier gibt es zwar kein Trockenobst mit Nüssen, aber immerhin eine genussvolle, leichtverdauliche Mischung aus allerlei Wissenswertem rund um die Alte Kanti.
So ein Lift ist schon eine praktische Erfindung. Ohne Lift würden wir nicht weit kommen, vor allem nicht in die oberen Stockwerke des Aquariums beziehungsweise Paul-Karrer-Hauses. Da sind wir schon ab und zu dankbar, dass es gleich drei an der Zahl hat. Doch das gerät manchmal in Vergessenheit, wenn wir uns über die Lifte aufregen müssen, und das ist keine Seltenheit.
Schweizer Physikolympiade – dazu braucht es Physiktalente aus der Schweiz, Prüfungsunterlagen und spezifische Utensilien für den experimentellen Teil des Wettkampfs. Am 24./25. März 2018 ging es für 24 Schülerinnen und Schüler darum, sich für den europäischen Wettbewerb in Moskau zu qualifizieren. sage&schreibe war beim experimentellen Teil der Prüfungen an der Neuen Kantonsschule Aarau vor Ort.
Er trainiert bis zu 18 Stunden pro Woche. Denn Volleyball ist seine Leidenschaft! Irian Mika ist ein wahrhaft grosser Spieler – nicht nur wegen seiner 192 cm Körperlänge: Der 20-jährige spielt im Nationalliga-A-Team von Volley Schönenwerd. Als Schüler der Sportabteilung der Alten Kanti stellt Irian jeden Tag unter Beweis, dass sich Spitzensport und Gymnasium bestens vereinen lassen!
España meets Aarau – und dies in der einladend dekorierten reformierten Kirche Buchs. Das Orchester der Alten Kantonsschule Aarau, verstärkt durch das Holzbläserensemble, verzauberte das Publikum regelrecht mit temperamentvollen südländischen Klängen. Das Herz Spaniens pulsierte, und die Wärme des Frühlings war trotz der tiefen Temperaturen deutlich zu spüren.
An der Alten Kantonsschule Aarau standen am 8. und 9. März 2018 aussergewöhnliche Schultage auf dem Programm. Anlässlich der Wanderausstellung «ETH unterwegs» gastierte die Hochschule bereits zum vierten Mal während zweier Tage in Aarau.
Anlässlich der Veranstaltung «ETH unterwegs» haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und drei Studenten – allesamt Absolventen der Alten Kanti – zwei entscheidende Fragen gestellt.
Kambodscha ist ein Königreich und wird «Preah Reacheanachak Kampuchea» genannt. Der letzte und noch aktuelle König heisst Norodom Sihamoni. Phnom Penh ist die Hauptstadt, südöstlich im Staat gelegen. Der Staat liegt an der Küste und hat Vietnam, Laos und Thailand als Nachbarländer.
Nach über dreissig Jahren Schuldienst verlässt Martin Jordi die Alte Kantonsschule. Ein ewiger Zauberlehr-ling, der nicht geht, sondern fliegt – angetrieben von der unstillbaren Neugier auf unbekannte Welten.
Es brauchte schon einen Markus Meier, um das Glockentürmchen auf dem First des Einstein-Hauses wieder zum Klingen zu bringen. Wenn er jetzt die Alte Kantonsschule zum zweiten Mal verlässt, bleibt von seinem Engagement glücklicherweise viel mehr als dieser helle, regelmässig wiederkehrende Glockenschlag.
Ursula Fahrländer, ebenso passionierte wie engagierte Wirtschaftslehrerin, verlässt die Alte Kantonsschule im Sommer 2018. Eine, die über viele Jahre vor allem eines vermittelt hat: Wieso «entweder – oder», wenn «sowohl – als auch» ebenso gut denkbar wäre?
adaptiert von Jaques in Shakespeares «As You Like It»
In unregelmässigen Abständen hält der passionierte Filmer und Fotograf Tobias Gamp (G3L) seinen Blick auf die Welt in einem ganz persönlichen Video fest. Mal frech, mal schräg, mal nachdenklich, mal knallig – immer aber zusammen mit Alexander Levnajic (G3L). Nur zusammen sind sie «Ganz Gamp.»
Unter der kompetenten Leitung von Michael Schraner präsentierte ein 150-köpfiger Chor, professionell begleitet vom Symphonieorchester argovia philharmonic, einen denkwürdigen Beethoven-Abend und begeisterte das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Stadtkirche Aarau. Genau so macht klassische Musik Spass.
What is InDVT and what does it do for our society? The InDVt is a project sponsored by the European Union involving several countries. The objective of the project is to create a way of teaching youth trainers to increase the use of “inclusive videos” in their daily work. It is intended to be used for non-formal youth trainings of any sort. The platform for all the basic and enhanced training was created by the partners in Bulgaria. They developed a website which will be translated into many different languages. On the platform there are several training modules each written by a different partner. You can access information, such as how to collect digital videos, the digitization of videos and TV, raising digital awareness, digital videos in inclusive training and last but not least some tips for trainers. After completion of each module, one will be able to take a self-assessment to test if one has understood the material correctly. In addition, there is one surprising element in the platform. They have an absolutely …
Drei Tage Turin! Eine Stadt, die in ihrem alten Glanz als ehemalige Hauptstadt Italiens erstrahlt und die Besucher – auch bei Regen – mit ihrer Schönheit in ihren Bann zieht. Turin überzeugt in allen Bereichen: beeindruckende Architektur, glorreiche Paläste, interessante Museen, gemütliche Cafés, Kirchen, Lauben, leckeres Essen und vieles mehr. Ein Erlebnisbericht über die Projektwoche Turin vom Frühjahr 2018.
Der Fleiss der Pianistin Sophie Holma wird sich auszahlen [Bild: zVg] Anfang 1999 als Kind zweier Pianisten geboren, wurde ihr das Klavierspiel in die Wiege gelegt. Ihre Mutter begann, sie im Alter von fünf Jahren zu unterrichten. Schnell zeigte sich, dass Sophie Begabung für das Pianospiel hatte. Oberste Priorität für eine Karriere als Musikerin haben allerdings Fleiss und Disziplin. Ihre Eltern begleiteten sie als Lehrer und Mentoren bis zum Ende der Bezirksschule.
Die Tränen lassen alles vor meinen Augen verschwimmen, bis ich den Namen in der Zeitung nicht mehr lesen kann. Ich blinzle und er ist wieder da. Auch alles andere.
Eine Reportage über den Hausdienst der Alten Kanti ‹Der Drucker im unteren Stock ist schon wieder kaputt!›, ruft ein Lehrer im Vorbeigehen, bevor er im Lift verschwindet und sich die Türen vor ihm schliessen. Solche impliziten Hinweise und Bemerkungen gehören zum Alltag von Beat Spillmann, dem langjährigen Leiter des Hausdienstes der Alten Kanti. Doch nebst den Druckerreparaturen gehört noch so manch anderes zu seiner Arbeit. Zusammen mit seinem Team, bestehend aus drei Hauswarten, einem Gärtner, einem technischen Supporter, zwei Lernenden im Beruf Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt und den Reinigungskräften, sorgt er dafür, dass an unserer Schule alles reibungslos abläuft.
Was bedeutet es, als junge Frau in der Politik aktiv zu sein? 43 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts der Frau besteht noch keine ausgewogene Verteilung der Geschlechter auf politischer Ebene. Wir haben mit einer Frau gesprochen, die für Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau einsteht. Irène Kälin ist seit fünf Jahren im Grossen Rat und Präsidentin der Grünen Lenzburg. Frau Kälin, hatten Sie ein Schlüsselerlebnis, das sie zur Politik führte? Irène Kälin: Ja und nein. Ich war irgendwie schon immer politisch, Fragen der Ungerechtigkeit auf der Welt, aber auch in unserer Gesellschaft haben mich schon immer beschäftigt. Aber bis zu meinem Nachrücken in den Grossen Rat vor fünf Jahren habe ich nie daran gedacht, Politik in einem Amt zu machen, sondern fühlte mich wohl in der Rolle der politischen Aktivistin. Warum glauben Sie, gibt es weniger Politikerinnen? Kälin: Weil die Politik noch immer – auch im Jahre 2015 – eine primär männliche Domäne ist und weil die bürgerlichen Parteien es offenbar nicht schaffen, jeweils mit ausgewogenen Listen anzutreten. In den linken Parteien hat es erstaunlich …
„Der weisse Kalong“ – zwölf Schauspieler, zwei Theaterleiter und ein ungelöstes Mysterium: Der Flughund aus dem fernen Borneo. Samstag, 5. März 2016, 20 Uhr: Die Geschäfte entlang der Bahnhofsstrasse in Aarau sind geschlossen, im Naturama brennt jedoch noch Licht. Im Foyer des mehrstöckigen Gebäudes sitzen wir gemeinsam mit etwa dreissig anderen Zuschauern auf farbigen Klappstühlen und lauschen den Worten des „Museumsdirektors“.
Ein Besuch auf dem Arxhof Stellen wir uns vor, wir sind im Gefängnis, doch wir sind nicht eingesperrt, der Weg nach draussen ist frei. Jederzeit könnten wir davonlaufen. Würden wir es tun? Kann so etwas überhaupt ein „Gefängnis“ sein, als Strafe für einen Gewalttäter? Und ist das sinnvoll?
Das Sportgymnasium an der Alten Kanti feiert sein zehnjähriges Bestehen Ehemaliger Spitzen-Handballer, Sportlehrer und seit 2003 Prorektor an der Alten Kantonsschule Aarau: Kurt Büchler ist in Sachen Sportgymnasium der Mann der ersten Stunde. Massgeblich bei der Projektierung und der Umsetzung beteiligt, zeichnet Büchler nun seit zehn Jahren verantwortlich für eine optimale Verbindung von Gymnasium und Spitzensport.
Eine Reportage über das Arbeitsleben des IT-Supports der AKSA Wir steigen eine alte, schmale Wendeltreppe empor und betreten das Reich des IT-Supports. Eine freundliche Atmosphäre füllt das sonnengeflutete Obergeschoss. Der feine Duft nach Kaffee hängt noch in der Luft und zusammen mit dem leisen Surren der Computer deutet alles darauf hin, dass hier gearbeitet wird. Auf beiden Seiten des knarrenden Ganges befinden sich Zimmer mit jeweils zwei verstellbaren Arbeitspulten, auf denen grosse Bildschirme thronen. Zwei Männer begrüssen uns und führen uns hinauf in eine kleine Dachkammer. Die gekippten Fenster lassen eine angenehme Brise ins Zimmer. In der Nähe erklingt die Kirchenglocke.
Regula Gossweiler ist die Leiterin des Medienzentrums der Alten Kanti. Das Thema „Backstage“, meint sie, passe sehr gut zu ihrem Aufgabenbereich, denn bei ihrer Arbeit läuft sehr vieles hinter den Kulissen ab.
Was es heisst, einen Betrieb wie die Alte Kanti Aarau zu gewährleisten – jeden Tag Sind Sie bereit für ein kleines Experiment? Nehmen Sie ein Blatt Papier und ein paar Farbstifte zur Hand. Die Aufgabe lautet: Zeichnen Sie einen Hauswart!
Theater@49 verblüfft das Publikum mit Gilles Dyreks Komödie „Venedig im Schnee“ Haben Sie sich jemals gefragt, was sich im 4. Stock des Einstein-Gebäudes befindet? Vielleicht wussten Sie von der Lehrerbibliothek oder dem Konferenzraum? Doch haben Sie schon einmal etwas vom Theaterraum mit der Quadratzahl 49 an Anzahl Plätzen gehört? Wenn nicht, dann haben Sie etwas verpasst, im Besonderen das letztens aufgeführte Stück „Venedig im Schnee“ unter der Regie von Heinz Schmid und gespielt von den talentierten Schauspielerinnen und Schauspieler mit Namen Michel von Känel, Thomas Waldmeier, Jessica Zybach und Delia Berner. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie besuchten die Alte Kanti; und das ist auch das Markenzeichen der Gruppe Theater@49, all ihre Mitglieder sind Ehemalige der Schule. Die Premiere des Stückes „Venedig im Schnee“ fand am 15. Februar 2017 statt. In der Folge kam es zu einer Reihe weiterer Aufführungen bis in den März.
Seit bald 19 Jahren ist Dr. Martin Burkard Rektor der Alten Kanti Pensen und Quoten, ob MAR oder GAL, der Rektor der AKSA hat in den letzten Jahren so einiges miterlebt – und vieles an dieser Schule mit geprägt. Martin Burkart hält wenig von einem kurzsichtigen Utilitarismus, dafür umso mehr von einer vertieften Allgemeinbildung.
Es ist vorbei. Alles ist vorbei. Er hatte sich von der Apotheke hergemüht und saß nun auf dem Boden der Abstellkammer, in der er sich als kleiner Junge schon versteckt hatte, wenn die Welt ihm zu nahe gerückt war. Er legte die Tablettenschachtel neben einen grossen Koffer, der verriet, dass seine Eltern früher gemeinsam Ferien verbracht haben mochten. Über einer alten Blechdose tanzten Staubkörner im Licht, das durch das Dachfenster flutete. Noch immer zögerte er, die Büchse zu öffnen. Die Überwindung, die es ihn kostete, liess sich in verstrichenen Minuten messen.
Dunkelheit umgab die Hoffnung, als sie zum ersten Mal ihre Augen öffnete. Orientierungslos setzte sie sich auf und versuchte, ihre Umgebung zu erkennen. «Hallo?», rief sie zögerlich. Vielleicht waren ihre Freunde ja auch hier. «WO ZUM TEUFEL BIN ICH? WER HAT MICH HIERHER GEBRACHT?», kam es in ohrenbetäubender Lautstärke zurück. Na toll, das ist bestimmt die Wut, dachte Hoffnung. Aber mit ihr kann man sich sicher auch gut unterhalten. Sie kroch in die Richtung, in der sie vermutete, Wut zu finden. Dabei stiess sie auf einen noch regungslosen Körper, den sie als die Hinterlist identifizierte. Hoffnung schubste sie leicht, um sie zu wecken, doch plötzlich ging ein Ruck durch ihren Körper und Hinterlist packte Hoffnung. Sie legte ihre Hände um den Hals von Hoffnung und flüsterte drohend: «Sag mir sofort, wo wir sind, oder du wirst es bereuen!» «Ich habe keine Ahnung, du schon?», erwiderte Hoffnung. «Nein, natürlich nicht!»
Lärm hallte in den engen Gassen des altertümlichen Bergstädtchens wider. Der hereinbrechende Herbst brachte kalte, scharfe Winde mit sich. Die Windstösse brausten durch die schmalen Gassen des Dorfes und trugen den Lärm weit über die Dorfgrenze hinaus. Die wenigen verbleibenden Dorfbewohner störten sich nicht am Lärm. Sie hatten sich daran gewöhnt, seit Jahrzehnten erfüllte er das Dorf am Tage und in der Nacht. Der Lärm kam aus einer kleinen Werkstatt mit schiefen Fenstern am Fusse des Berges. Je näher man der Werkstatt kam, desto klarer konnte man hören, dass es sich bei dem Lärm um Hämmern, Meisseln und Schleifen handelte. Manchmal war auch das Ächzen eines alten Mannes zu vernehmen. Keiner der Dorfbewohner wusste, was in dieser verschrobenen Werkstatt vor sich ging, die Tür war immer verschlossen. Man sagte sich, dass dort ein äusserst begabter Bildhauer lebte, der Figuren aus Stein meisseln konnte, welche aussahen, als ob sie vor Leben sprühen würden und sich jeden Moment aus ihrer Starre lösen könnten.
Telekinese, das sollte ich jetzt können. Aber egal, wie stark ich mich konzentriere, der Zeiger will sich einfach nicht schneller bewegen. Funktioniert diese Uhr denn überhaupt noch?! Ich erinnere mich an den Physikunterricht – Einstein hat dieses Phänomen schon lange beschrieben: Zeit ist relativ, und je schneller man sich bewegt, desto langsamer vergeht die Zeit.
Mittag, 12.15 Uhr, für einige Schülerinnen und Schüler die Hölle auf AKSA-Erden. Acht Retter warten auf ihre Arbeit, unerreichbar ein jeder, so scheint es. Denn der Weg zur Erlösung ist weit. Gefühlte hundert Schüler versammeln sich vor der weltbewegenden Erfindung von Percy Spencer. Nun ist die richtige Taktik gefragt. Nach anfänglichem Zögern, genauem Überlegen und bedachtem Abschätzen wird eine Entscheidung gefällt, und man stellt sich hinter einer der zwei endlosen Schlangen an. Mit wachsamem Auge wird die Umgebung beobachtet. Ist ein bekanntes Gesicht unter den Kontrahenten? Ein kurzer Blick auf die Uhr, 12.26, schon bald 15 Minuten vorbei, und die Rettung noch immer weit …
Beim zweiten Schreibwettbewerb der Alten Kanti Aarau reichten Schülerinnen und Schüler aus sieben Klassen ihre Texte ein. Zum Thema «Die Büchse der Pandora» entstanden viele kreative Geschichten. Je zwei Texte pro Klasse nahmen am Wettbewerb teil. Die Gewinnerinnen wurden am 31. Oktober 2018 im Medienzentrum feierlich prämiert.
Was für ein Samstagmorgen. Wieso habe ich eigentlich Rückenschmerzen? Ah ja, das Argovia-Bänkli vor dem Einstein-Gebäude ist wohl kaum als Schlafplatz gedacht. Dem Geruch meines T-Shirts nach zu schliessen, musste ich gestern Abend nicht erbrechen. Oh, doch … mein Sportbeutel …
Wo immer Menschen sich für eine gemeinsame Aufgabe zusammenfinden, gibt es Partnerschaften. Wenn dann die gemeinsame Aufgabe erledigt ist, entstehen dann die verschiedensten „Ehemaligenvereine“.
Ich sass in einem Zug, der mich von meiner verregneten Heimatstadt fortbringen sollte, irgendwohin, wo die Sonne meine Haut aufzuwärmen vermochte. Und mein Herz. Das Spiegelbild auf der Zugscheibe liess mich blasser erscheinen, als ich eigentlich war, fast schon zerbrechlich. Ratternd schleppte sich die Maschine durch die gleichförmige Landschaft.
Eigentlich wollte ich diesen Text nicht schreiben. Nicht diesen Text, und schon gar nicht einen Leitartikel.
Vor 36 Jahren nahm Henning Timcke an der Alten Kanti Aarau sein Matura-Zeugnis entgegen. Und noch heute treibt ihn der Gedanke an die Zukunft an. Henning Timcke, was ist Ihre erste Erinnerung an die Alte Kanti? Henning Timcke: Lehrpersonen, die Wert darauf legten, in unserem sich entwickelnden Bewusstsein nachhaltig zu verankern, die Elite unseres Jahrgangs zu sein. Das hat Sie: stolz gemacht? verärgert? ein müdes Lächeln gekostet? Timcke: Das hat bei mir Widerstand geweckt und wenig Verständnis, damals. Aus heutiger Sicht sehe ich da eher die Besorgnis der Pädagogen und deren zum damaligen Zeitpunkt besten Willen, der Jugend – fokussiert auf die eigenen Klassen – einen Hinweis auf Halt im andauernden Chaos zwischen Pubertät und Adoleszenz zu geben. Damals war ja im Advent der Opernhauskrawalle, dem Aufstand gegen Elite, elitäre Kultur. Die Alte Kanti wollte Nobelpreisträger und wir bekamen No Future. Was machten Sie damals eigentlich während der Pausen und Zwischenstunden? Gab ja weder Internet noch Handy … Timcke: Geredet, diskutiert, dekorativ in der Gegend rumgestanden, kurz: nicht viel anderes als mit Handy und Internet, …
Vom anderen Sehen und Hören dank neuer Medien Um 1600 fand in der abendländischen Musikgeschichte eine der grössten Revolutionen statt: Der Sinn stand ganz nach musikalischer Dramatik. Textaussagen sollten musikalisch unmittelbar wirken. Prima le parole e poi la musica – zuerst das Wort, dann die Musik! Dem strengen Regelwerk komplexer mehrstimmiger Kompositionstechniken des Hochmittelalters bis ins späte 16. Jahrhundert wird eine radikal neue gegenübergestellt: Die Monodie. Diese Art von Sprechgesang über Stützakkorden in den nun vorherrschenden Tonsystemen Dur und Moll wird zum Beispiel das strukturelle Herz für die ersten Opern.
Warum sich kaum jemand den neuen Medien entziehen kann. Vielleicht war der Fortschritt noch nie so schnell wie heute. Wahrscheinlich ist ein Grossteil der Menschheit überfordert. Keiner weiss, wie die Welt sich in zwanzig Jahren dreht. Und dennoch scheint es sich um drei Aussagen zu handeln, die kaum noch jemanden nervös machen oder gar ängstigen – als hätten wir uns damit abgefunden, überholt worden zu sein … als hätten wir die Zügel längst aus der Hand gegeben?
Vor 20 Jahren gab es im Medienzentrum eine Internet-Station, ein oder zwei Computer mit Disketten. Weiter hatte es Videokassetten, CD, Dias, Tonbänder und deren Abspielgeräte, Mikrofone, sowie die herkömmlichen Printmedien wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Die Internet-Station – die erste und einzige an der Schule – war ein ansehnlicher Apparat. Dessen Benutzung kostete 2.50 Franken pro Viertelstunde und die Daten wurden per Telefonleitung übermittelt.
Die Maturitätslehrgänge, die an den schweizerischen Gymnasien und damit auch an der Alten Kantonsschule Aarau geführt werden, basieren auf eidgenössischen Vorgaben, die vor gut zwanzig Jahren von Bundesrat und EDK erlassen wurden. Wegen des kleinen „Jubiläums“ dieses Maturitätsanerkennungsreglements (MAR) hat die Rektorenkonferenz der aargauischen Kantonsschulen im vergangenen Herbst/Winter eine bildungspolitische Doppelveranstaltung organisiert. Es soll hier auch Anlass zu einem kurzen Überblick über wichtige Grundlagen unseres heutigen Gymnasiums sein.
Zu den jüngsten Sparplänen des Kantons Aargau Mit dem Aufgaben-und Finanzplan 2016–2019 hat die Regierung ein Sparpaket vorgelegt, welches den Staatshaushalt um 100 Mio. Franken entlasten soll. Je nach dem, durch welche politische Brille man diese ‹Entlastungsmassnahmen› betrachtet, erscheint einem die Vorlage als unabdingbare und richtige Reaktion auf die zugespitzten ökonomischen Rahmenbedingungen (Aufhebung des Euromindestkurses, schwächeres Wirtschaftswachstum und verminderte Steuereinnahmen) oder aber als Folge einer falschen Steuerpolitik in Kombination mit einer finanzpolitischen Kurzschlussreaktion ohne Notwendigkeit und einer (allzu) einseitigen Fokussierung auf die Ausgabenseite speziell im Bildungsbereich. Der Kanton Aargau hat die tiefsten Pro-Kopf-Ausgaben der Schweiz. Die Aargauer Bevölkerung hat im Rahmen der Leistungsanalyse im März dieses Jahres 15 Sparmassnahmen deutlich abgelehnt (unter anderem die Abschaffung des Berufswahljahres oder die Kostenbeteiligung im Freifach Instrumentalunterricht im Mittelschulbereich). Die Strassenkasse ist von den Sparbemühungen ausgenommen, was im Hinblick auf die maroden Staatsfinanzen nicht nachvollziehbar ist. Gegen die Sparabsichten im Bildungsbereich haben die Verbände im Juni in Rekordzeit 7329 (!) Unterschriften gesammelt. Eine vom Kanton initiierte Arbeitszeiterhebung förderte 2008 unzähligen Lehrerinnen-und Lehrerüberstunden zu Tage. Die Lehrperson als Ferientechniker ist …
Die Wolken liegen tief über Montmartre, verziehen sich zu langen Nebelschwaden. Der Regen flüstert in einer eigenen, einschläfernden Weise und die Tropfen sammeln sich auf dem Regendach.
Bereits kleine Kinder wissen, was Olympische Spiele sind. Seit gut zwei Jahren wissen mittlerweile hoffentlich schon fast alle Schülerinnen und Schüler der Alten Kanti, was Wissenschafts-Olympiaden sind! Wer aber sind sie, die brillanten Köpfe der AKSA, und welches sind ihre herausragenden Leistungen?
Letzthin, noch vor den Ferien, stand zwanzig Minuten zu früh am Bahnhof und beschloss, den Buchladen aufzusuchen, in der Hoffnung, die Zeit sinnvoll hinter mich zu bringen.
Mit dem geplanten Standortwechsel nach Zofingen würde eine Verlagerung der erfolgreichen und beliebten WMS vom wirtschaftlichen, geografischen und politischen Zentrum an die Peripherie mit weitreichenden finanziellen und zeitlichen Folgen für die Schülerschaft sowie deren Eltern erfolgen.
Von der Handelsabteilung zur Wirtschaftsmittelschule Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand die einzige Aargauer Kantonsschule aus zwei Abteilungen: Dem ursprünglich primär humanistisch ausgerichteten Gymnasium, stand die anfänglich auf industrielle und gewerbliche Berufe hinführende, bis zur Jahrhundertwende zunehmend mathematisch-naturwissenschaftlich orientierte Gewerbeschule zur Seite.
oder Warum Lesen, Verstehen und Schreiben nicht nur Sache der Deutschlehrer ist Mit dem Bildungsziel für die Matura, dass „Schülerinnen und Schüler […] zu jener persönlichen Reife [gelangen], die Voraussetzung für ein Hochschulstudium ist und die sie auf anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft vorbereitet“ (MAR, 1995, Artikel 51), stellt sich eine doppelte Forderung für die Maturanden und Maturandinnen
Das Verhältnis von Schülern und Lehrpersonen ist wohl in den seltensten Fällen einfach. Doch Besuchern an der AKSA bietet sich seit einiger Zeit ein seltsames Schauspiel. Über den Rand der Tische bauen sich Mauern aus Mappen und Etuis auf. Der Sichtschutz-Zirkus hat nur einen Zweck, eine Störung durch die lästige Lehrperson zu verhindern, während die Schüler mit ihrem neuen besten Freund Zeit verbringen.
Die sind wieder da. Die Tage, an denen Menschen über die Schwelle der AKSA treten, die dort eigentlich gar nichts verloren haben. Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde nutzen die Gelegenheit, ein wenig Unterrichtsluft zu schnuppern und ihren Liebsten bei der Arbeit zuzusehen. Eigentlich eine schöne Idee, wenn es da nicht ein kleines Problem gäbe:
Ich glaube, mein Unbehagen begann an einem Kiosk, das war vor vielleicht drei, vier oder auch schon mehr Jahren. Eine freundliche Person nahm nicht nur mein Geld entgegen, die Frau fragte mich zugleich, ob ich nicht einen ‹Glacé-Pass› wolle. Jedes siebente Vanille-Cornet gratis!
Im Januar 2000 habe ich die Leitung der Wirtschaftsmittelschule übernehmen dürfen. Der Start war mit der Reform der Wirtschaftsdiplomschule verbunden. Es galt, das „Handeli“ in eine Berufsmaturitätsschule zu überführen.
Oder wie politisch ist die heutige Jugend? Vergleicht man die politischen Aktivitäten der Jugendlichen von heute mit denjenigen der Jugend der 1960er Jahre, so überkommt einen unwillkürlich das Gefühl, man habe es mit einer apathischen und desinteressierten Meute zu tun, welche sich um das Allgemeinwohl und den politischen Alltag keinen Deut schert. In der heutigen Gesellschaft hat sich das Bild einer egozentrischen und luxusorientieren Generation Y fest in die Köpfe eingebrannt. „Viele Jugendliche entziehen sich der Politik mit der Ausrede, es betreffe sie nicht. Dafür ist das Engagement der Interessierten umso grösser.“ – Remo, 19 „Es spielt eine grosse Rolle, wie man politisch sein umschreibt. Geht es um Parteizugehörigkeit oder regelmässige Stimmbeteiligung, sind wenig junge Menschen politisch. Bedeutet politisch sein aber, sich für gesellschaftliche Fragen zu interessieren und eine individuelle Meinung zu haben, sind viele Jugendliche politisch.“ – Vera Sperisen, Zentrum für Demokratie, Aarau „Meiner Meinung nach interessieren wir Jugendliche uns für Politik. Es variiert jedoch stark nach Thema.“ – Lukas, 19 Geht man davon aus, politisch sein beschränke sich auf die Partizipation bei Wahlen …
Ein Essay zur Frage: Wie viel Politik erträgt eine Mittelschule? Sebastian Grüninger, Geschichtslehrer „Ihr, liebe Schüler, tut mir wirklich leid: Schon zu meiner Mittelschulzeit versuchten mich meine Lehrer dauern politisch zu beeinflussen!“ – Mit diesen Worten wandte sich ein Exponent einer grossen Schweizer Partei vor Jahren in der Aula einer Aargauer Kantonsschule – nicht der AKSA – an sein Podiumspublikum, nachdem er mit scharfen Worten die Neutralität des moderierenden Geschichtslehrers in Zweifel gezogen hatte. Sollte ich mich über den Redner ärgern? Mich für meinen Kollegen auf dem Podium schämen? Ich war jedenfalls heilfroh, dass ich im Publikum sass und nicht in seiner Haut steckte. Auch Jahre später hallt mir der Satz zuweilen nach, wenn ich vor einer Klasse stehe und mit ihr über Politik spreche bzw. Politische Bildung unterrichte, wie es heute heisst. Wie weit darf ich als Lehrer meine Meinung preisgeben? Nach dem auch in der bildungsföderalistischen Schweiz beachteten, in Baden-Württemberg der 1970er Jahre formulierten Beutelsbacher Konsens hat sich die Lehrperson im Unterricht neutral zu verhalten, die politischen Themen kontrovers und schülerzentriert zu behandeln.1 …
Eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema Disziplin und Verbindlichkeit an der Alten Kantonsschule Aarau
Phoebe Jewitt hat sich mit Ballett an die Sportkanti getanzt Phoebe Jewitt tanzt seit sieben Jahren Ballett. Die Alte Kantonsschule Aarau gibt ihr die einzigartige Möglichkeit, neben der schulischen Ausbildung ihre Leidenschaft auszuleben. Phoebes Ziel ist es, in einigen Jahren an der Zürcher Hochschule der Künste Profitänzerin zu werden.
Im Januar 2000 habe ich die Leitung der Wirtschaftsmittelschule übernehmen dürfen. Der Start war mit der Reform der Wirtschaftsdiplomschule verbunden. Es galt, das „Handeli“ in eine Berufsmaturitätsschule zu überführen. Nach der erneuten Reform der Wirtschaftsmittelschule 2010 stehe ich heute bei Reform Nr. 3. Bei der Informatikmittelschule IMS sind wir erst bei der zweiten Reform angelangt, wobei wir diesen Schultyp auch erst seit 2009 führen. Bei so vielen Reformen – die kleineren Anpassungen dazwischen lassen wir schon mal unerwähnt – ist die Frage erlaubt, ob sich der Reformrhythmus in diesem Mass so positiv auf die Qualitätsentwicklung auswirken kann.
„Und Sie?“, fragt die Frau hinter der Scheibe. Er schaut auf. Zwischen den Schlitzen im Glas hindurch findet sein Blick die hellblauen Augen, streift über die Lippen und kehrt zurück zu den eigenen Händen, die sich gegenseitig abtasten.
Der Deutsch- und Philosophielehrer Roland Latscha über seine Kantizeit 1970–1974 „Es liegt in der Natur der Sache, dass die Schülerinnen und Schüler heute anders sind als wir vor mehr als vierzig Jahren. Auch gibt es heute durchaus solche, die sich ausserschulisch engagieren, etwa in Umweltfragen oder im sozialen Bereich. Im Unterschied zu damals gibt es in meiner Wahrnehmung weniger ein unmittelbares Engagement im politisch-öffentlichen Bereich. Ich sehe auch keine offene Präsenz einer politisch-avantgardistischen Gegenkultur zum Establishment, die es zu meiner Zeit von einigen Schülerinnen und Schülern zumindest im Ansatz gegeben hat. In meiner Zeit an der Alten Kanti hatte man sich bewusst anders gekleidet, trug lange Haare und markierte nach aussen seinen Willen zur Abgrenzung. Ich möchte nicht von einer apolitischen Generation von heute sprechen, das wäre falsch, aber vielleicht sind die politischen Herausforderungen nicht mehr so unmittelbar benennbar wie in meiner Mittelschulzeit – wenn man sich den Zustand der Welt insgesamt ansieht allerdings schon! Einige von uns hatten damals eine betont pazifistische Grundeinstellung, vor allem aufgrund des Vietnamkriegs; die Präsenz der Kasernen wurde dementsprechend …
Letzte Saison spielte er noch beim FC Baden in der 1. Liga, nun hat der Sportkantischüler Marco Thaler (1994) aus Wohlen AG den Sprung zum FC Aarau in die höchste Schweizer Fussballliga geschafft.
Interview mit Franz Hohler Ein herzlicher und aufgestellter Franz Hohler begrüsst uns in seinem Arbeitszimmer bei ihm zu Hause in Zürich Oerlikon. An den Wänden des hohen Raumes steht Literatur vom Boden bis zur Decke. Werke, Publikationen, Abhandlungen, Bände, Schmöker … Auf einer kleinen Karte an der Pinnwand steht handgeschrieben: „Die etwas fragen, die verdienen Antwort.“
Der Hammer 2009 hat sich die Alte Kanti ein neues Leitbild gegeben. Hatten Sie es schon einmal in der Hand? Ein gewichtiges, attraktiv gestaltetes, farbiges, klar strukturiertes, inhaltlich substanzielles Dossier. Zweifellos das schönste Leitbild weit und breit. Überprüfen Sie es!
Alle schreiben und keiner spricht, sogar der Lehrer verhält sich ausnahmsweise ziemlich ruhig. Nur das störende Tropfen des Wasserhahns ist zu hören. Plötzlich wird ein Murmeln in der Klasse laut: „Wer hat denn den Hahn nicht zugedreht? Das war sicher Kevin.“
Als ich von diesem Schicksal zum ersten Mal hörte, musste ich gleich zweimal schlucken. Denn mehr Pech als diese Schülerin aus der zweiten Kanti kann man kaum haben.
Die Landschaft zieht an mir vorbei, verschwimmt zu einem trüben Bild aus Grau und Grün. Es ist ungewohnt kalt, kalt und trocken. Besser als kalt und nass wie zu Hause. Unruhig folgen meine Augen den Bäumen. Mischwälder erstrecken sich zu beiden Seiten des Zuges, über die Hügel und Berge. Da und dort Blüten, die sich dieser Kälte gewohnt sind. Der Fluss, über dessen Brücke der Zug gerade fährt, ist bedeckt mit einer dünnen Eisschicht. Kleine, fast unsichtbare Schneeflocken in der Luft. Sie tanzen vor meinen Augen und erzeugen ein flimmerndes Bild. Ich betrachte es so lange, bis ich nichts mehr sehe.
Die Generation Y (zwischen 1980 und 2000 Geborene) sei nicht mehr so arg Burnout-gefährdet wie ihre Vorgänger, war unlängst in der „Aargauer Zeitung“ zu lesen. Wenn nun aber Lehrpersonen an der Alten Kantonsschule Aarau meinen, sie hätten in den letzten zwei, drei Jahren vermehrt Arztzeugnisse mit der Diagnose „Erschöpfungsdepression“ vorgesetzt bekommen, täuscht dann dieser Eindruck?
Fit wie ein Neandertaler? In der Steinzeit haben die Menschen täglich gegen 4000 Kilokalorien umgesetzt. Sie waren hauptsächlich Fleischfresser und mussten, weil ihre Nahrungsquellen weit verstreut waren, beim Essenbeschaffen einen hohen Energieaufwand leisten. Ziel für sie war es, ein ideales Verhältnis zu finden zwischen Aufwand und Ausbeute. Heute setzen wir nur noch zirka 2000 bis 2500 Kilokalorien um. Wie aber stellt sich das ideale Verhältnis von heute dar? Hungrige Schüler und Schülerinnen sind auf der Suche nach (geistigem) Futter – Aufwand und Energieverbrauch werden dabei oft so minimal wie möglich gehalten.
Maya Schärer und Sarah Keller tragen beide den Schwarzen Gürtel im Karate
Kugelschreiber, diese praktischen kleinen Dinger.
Dunkel und verborgen ruht es im Keller des Aquariums der Alten Kanti. Ein Ort, umwoben von Sagen und Mythen wie kein anderer an dieser Schule. Die Schüler meiden ihn, zucken zusammen beim blossen Anblick der Treppe, die direkt in die Kammer des Schreckens führt. Das Unheil trägt einen Namen: Unisex WC.
Michael Schneider, ehemaliger Schüler der Alten Kantonsschule Aarau und heute Leiter des Künstlerhauses Boswil, erinnert sich und schlägt einen Bogen von gestern zu heute.
Eine fieberhafte Unruhe packte Lemaître. Seine Augen schweiften nervös von einem Gebäude, von einem Bild zum anderen, ohne etwas festzuhalten. Unendlich viele Eindrücke strömten auf ihn ein, und trotzdem geschah nichts. Was sollte er tun?
„Ἄνδρα μοι ἔννεπε, Μοῦσα, … (Ạndra moi ẹnnepe, Moụsa)“, sage mir, Muse, singe mir von den Dingen, hilf meiner Eingebung und beflügle meine Worte! So lässt der griechische Dichters Homer seine Odyssee beginnen, das wohl berühmteste und einflussreichste Epos der abendländischen Literatur, das den Namen seines Helden zum Synonym einer menschlichen Irrfahrt schlechthin gemacht hat. Ein Irren und Streben durch das Leben.
Sie isst, nein, sie geniesst das Croissant. Dank der Geschmacksexplosionen, die dieses wohlduftende Gebäck mit sich bringt, laufen ihre Gehirnfunktionen sofort auf Hochtouren. Der mathematische Zwiespalt an der Tafel wird zur Routineübung. „Sie wissen schon, dass Essen im Unterricht nicht gestattet ist?“
Als ich vorgestern wieder einmal auf den Lift wartete, schnappte ich das Gespräch einer Gruppe Schüler auf, welche neben mir stand.
Beantwortung der Frage: Was ist Bildung?