Alle Artikel in: Sage & Schreibe online!

Ichigo ichie (Deutsch)

Von Kokone Shigemitsu* Ichigo Ichie. Diesen Spruch gibt es in Japan schon lange. Wörtlich übersetzt bedeutet es, dass man eine bestimmte Person beziehungsweise einen bestimmten Gegenstand nur einmal in seinem ganzen Leben trifft. [Bild: rietberg.ch] Das Sprichwort ging aus den Teezeremonien hervor. Es könnte das erste und auch das letzte Mal sein, dass man die Teeschale sieht, die vor einem steht, vielleicht wird man nie wieder Gäste einladen und die Zeit mit ihnen teilen. Es mag zu ernst und extrem klingen, im 21. Jahrhundert so zu denken, aber dieser Satz lehrt uns, jeden Moment so zu leben, als gäbe es keine zweite Chance. Ich persönlich interpretiere diesen Satz so: Hallo und auf Wiedersehen können sehr leicht kommen und gehen, also versuchen Sie, einander nicht zu verpassen. Plötzliche Trennungen passieren sehr selten, aber es gibt da einen Moment, an den ich mich immer erinnern werde. Es war das Frühjahr 2020, als mein Austauschjahr wegen der globalen Pandemie plötzlich zu Ende ging. Ohne mich persönlich von meinen Mitschülern und Lehrerinnen verabschieden und mich bei ihnen bedanken zu …

Begegnung erleben

Am 8. und 9. März 2022 hatten die Schülerinnen und Schüler aller 2. Klassen der Alten Kanti die Gelegenheit, im Rahmen von massgeschneiderten Modulen spannende Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft kennenzulernen. Die sage&schreibe-Redaktorinnen Amina Colombo, Alexandra Ihle, Ella Jost, Paynavi Punithakumar, Valeria Tomassini und Selina Wick haben ausgewählte Module besucht und berichten hier von ihren Erfahrungen und Eindrücken. Modul Psychische Krankheiten Das Thema «psychische Krankheiten» ist aktueller denn je. Die Kliniken sind voll, die Warteschlangen lang. Vor allem mit der Pandemie und der damit verbundenen Isolation ist das Thema «Gesundheit» und eben auch die «psychische Gesundheit» mehr in den Fokus gerückt. Früher ein Tabuthema, wird heute immer mehr offen darüber gesprochen. Dadurch fällt es Jugendlichen, die übrigens besonders stark betroffen sind, leichter, sich über ihr psychisches Befinden zu äussern. Das sagt auch Lukas Bösiger, Psychologe, den wir Anfang März im ask! zusammen mit der G20H im Rahmen des Projekthalbtages «Begegnungen» getroffen haben. In diesem Modul, dass sich rund um psychische Krankheiten und mentale Gesundheit drehte, durften wir einen vertieften Einblick in den Fachbereich der …

Schreibwettbewerb 2022 – Jurybericht

Nach einer einjährigen Coronapause fand 2022 wieder der traditionelle Schreibwettbewerb der Alten Kanti statt. «46 Minuten» hiess das Thema, das Schreiberinnen und Schreiber aus insgesamt 5 Abteilungen herausforderte. Von Andreas Neeser, Deutschlehrer und Jurymitglied In der gut gefüllten Aula wurden am 16. März 2022 nicht weniger als 5 prämierte Texte von den Autorinnen und Autoren vorgelesen. Ein eindrücklicher Lesereigen, was nicht zuletzt dem Vorlese-Coaching von Theaterregisseurin Andrea Santschi geschuldet war. Zahlreiche fein ausgearbeitete Texte hatten es der Jury – bestehend aus den Deutschlehrern Christoph Neidhart, Andreas Neeser, Peter Sutter und Lukas Tonetto – nicht leicht gemacht, das vom Ehemaligen-Verein AULA gespendete Preisgeld von 600 Franken gerecht zu verteilen. In der Kategorie 1./2. Klassen schwang schliesslich Jakob Schildhauer (G20F) obenaus. Der geteilte 2. Platz ging an Caroline Ritter (G20F) und an Nadina Schaerer (G20B). In der Kategorie 3./4. Klassen wurden zwei 2. Plätze vergeben – und zwar an Florian Brenner (G19K) und Adriana Catanese (G19K). Hier gibt es die Siegertexte zum Nachlesen: Jakob Schildhauer, Sechsundvierzig Minuten Caroline Ritter, 46 Minuten Nadina Schaerer, 1938 Florian Brenner, 46 …

«Die Schönheit der Polyamorie besteht in der grenzenlosen Liebe»

Mehrere romantische Beziehungen zur gleichen Zeit leben wird als Polyamorie bezeichnet. Genau in so einer Beziehung lebt der Schotte Orion Toivonen, welcher bereit war einige Fragen zur Polyamorie zu beantworten. Dabei werden Themen wie Nähe, Liebe oder Eifersucht in polyamorösen Beziehungen behandelt. Von Valeria Tomassini und Paynavi Punithakumar, G19A Eine ungewöhnliche Situation für ein Interview: Orion sitzt uns gegenüber, jedoch nicht an einem Tisch, sondern mehrere Kilometer entfernt, in Schottland. Über den Smartphonescreen sehen wir Orion in seinem Zimmer, seine Beziehungsperson Jose sitzt im Hintergrund und hört uns zu. Orion, du bist momentan in nur einer Beziehung. Deine Beziehungsperson Jose hat aber selbst noch drei weitere Partner. Was bedeuten die Begriffe «Nähe», «Intimität» und «Liebe» für dich? Wie würdest du die Unterschiede beschreiben? Orion: Ich glaube, Liebe ist etwas, das man bei jedem Menschen spüren kann: bei Freunden und in der Familie, vielleicht sogar bei einem Fremden, den man auf der Strasse trifft. Für mich ist es ein Gefühl der Wertschätzung. Nähe hingegen halte ich eher für etwas, das denjenigen Menschen vorbehalten ist, die mir …

Nur ein Wimpernschlag

Von Skyla Rossi [Bild: Sanne Keller] I Ich reisse die Arme hoch, halte sie vor das Gesicht, um mich vor dem nächsten Schlag zu schützen. Seine Knöchel sind bereits blutig, die Haut ist dort aufgeplatzt, wo seine Faust jeweils mein Gesicht fand. Er ist über mir, kniet auf meinen Oberarmen. Abwechselnd mit der linken und rechten Faust schleudert er meinen Kopf wie einen Ball hin und her. Sein dichtes, russfarbenes Haar ist zerzaust, das Gesicht widerlich verzerrt. Schweiss mischt sich auf seinen Wangen mit dem Blut, das von den wenigen Treffern, die ich landen konnte, aus kleinen Rissen sickert. Seine Augen sind glasig. Obwohl sie keinen Fokus zu finden scheinen, fühlt es sich an, als bohrten sie sich in mich hinein. Ich bin taub, aber ich sehe seinen Schrei, sehe, wie er den Mund aufreisst, wie der Speichel zwischen Ober- und Unterlippe Fäden zieht. Seine Faust kommt näher. Mein Blick verschwimmt. Es wird dunkel. Und wieder hell. Seine Faust ist bereits so nahe an meinem Gesicht, dass ich das Blut auf seinen Knöcheln rieche. Die …

Portraits der Mitarbeitenden

Ein Beitrag zur Umsetzung unserer Leitsätze Unsere Mitarbeitenden: Ins Unterrichtsgeschehen sind sie nicht direkt invol- viert, doch im Hintergrund stellen sie Tag für Tag das reibungslose Funktio- nieren der Alten Kanti sicher. Ob im Sekretariat, im Park oder in den Kata- komben der Telli, ob in Labors, in Büros oder in unseren weitläufigen Gän- gen, ob in der Mediothek, in Dachstöcken oder in Haustechnikräumen: über- all wird geschaut, geplant, gelöst und umgesetzt. Handfest und konkret. Oft im Stillen und unbemerkt. Der Umsetzungsgruppe Leitsätze ist es ein Anliegen, allen Schulangehörigen einen Einblick in das Wirken unserer Mitarbeitenden zu bieten. Denn: Diese tragen wesentlich dazu bei, dass die Alte Kanti als nachhaltige, attraktive, verantwortungsbewusste und professionelle Schule wahrgenommen wird. Erfreulicherweise waren viele Mitarbeitende bereit, sich portraitieren zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler der Abteilung G21A begleiteten sie bei der Arbeit und erfuhren im Gespräch mehr über ihre Tätigkeit an der Alten Kanti. Im Rahmen des Deutschunterrichts bei Simone Leuenberger entstand diese «Portraitgalerie». Herzlichen Dank an alle Beteiligten! Machen Sie sich selbst ein Bild von der Vielseitigkeit und …

Ein kleines Abenteuer

Vielleicht war es eine schlechte Idee, Opa aus dem Altersheim zu schmuggeln. Für einen Rückzieher war es nun aber sowieso zu spät. Opa hielt meine Hand und genoss die spätsommerliche Luft. Als die Sonnenstrahlen auf sein faltiges Gesicht fielen, schloss er die silbernen Augen. In der sanften Brise wippte sein fedriges Haar hin und her. Wir schlenderten über den Parkplatz und ich lächelte die anderen Besucher verkrampft an, um nicht aufzufallen. Ich strich mir die blonden Locken aus der Stirn. Bis jetzt lief alles gut. Der blassblaue Trabant stand schief in der Parklücke.

Auf der Schwelle zur Wirklichkeit

Ein Grollen. Für einige Sekunden ist alles hell. Dann wieder absolute Dunkelheit. Das nächste Grollen. Doch schon bald ist das erstarrende Geräusch verschwunden. Dann lässt sich nur dem Stürmen des Regens lauschen. Auf einmal wird erneut alles hell, der Waldrand blitzt durch das verregnete Fenster. Und abermals das Grollen und das Toben des Regens. Ein Pfeifen. Durch die Latten des kleinen Hauses bläst der Wind. Die Bretter biegen sich. Die Balken ächzen. Hammer und Nägel liegen griffbereit. In drei Decken eingewickelt, mit Mütze und selbst gestrickten Wollsocken an den zitternden Füssen und dem Knistern des Kamins im Hintergrund liegt er in seinem aus Holz gezimmerten Bett. Auf dem Nachttisch eine Tasse qualmender Tee. Die Hütte gleicht eher einer Baracke. Es reicht gerade so für sein Bett. Der kleine Kleiderschrank lässt seine schief hängende Tür bei jeder unvorsichtigen Bewegung fallen. Daneben ein kleiner, gasbetriebener Herd und ein Kamin aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Ein Jäger hatte sich einst die Hütte gebaut. Und irgendwann verlassen. Am Waldrand, abseits der Zivilisation, nicht weit von einem kleinen Teich. …

Gewitter im Kopf

Einem Palast vergangener Tage ähnelnd, so ragte die imposante Basis vor ihm auf. Sie war Teil eines staatlichen Verbundes, dem Zentrum für Netzwerk-Verarbeitungsstellen. Die Basis B-213 war natürlich in ihre Umgebung, eine Höhle von enormen Ausmassen, eingebettet, sodass sie wie aus dem Boden gewachsen erschien. Die ganze Grösse der Grotte war nur zu erahnen, denn ihr Rand verlor sich in tiefem Schwarz. Nur gelegentlich konnte man Licht aus angrenzenden Höhlen erblicken. Die Basis befand sich genau in der Mitte des Hohlraums; sie war von überall her sichtbar, so als wollte sie gesehen und bestaunt werden.

Heute ist ein guter Tag

«Hellblau oder gestreift?» Obwohl ich ihr die Frage nun schon zum dritten Mal stelle, scheint sie deren Inhalt nicht zu begreifen. Oder sie wägt noch ab. Ungeduldig rutsche ich auf dem altmodischen Holzstuhl hin und her, versuche ihrem kritischen Blick standzuhalten. Heute ist eigentlich ein guter Tag – und doch sieht es aus, als ob sie diese wenigen Worte überfordern würden. Ich erwäge, ihr die Entscheidung abzunehmen und einfach selbst zu wählen – die Verlockung ist gross. Dennoch halte ich ihr stand und warte ab. Ich warte ab, wie mir geraten wurde. «Sei geduldig, verlange nicht zu viel, mach oft Pausen …»

Gedankenbruch

«Lasst mich! Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?» Eine keifende Stimme über-tönte trotz des Lärms, der mittags immer in der Mensa herrschte, alle Gespräche, und als die Besitzerin der Stimme aufstand, waren alle Augen auf sie gerichtet. Ich fand es faszinierend, wie schnell etwa zweihundert Schüler ihre Gespräche einstel-len und eine Aufmerksamkeit zu Tage fördern konnten, wie es wohl nur selten in einer Unterrichtsstunde geschah. «Ihr versteht es nicht, ihr versteht es nicht, und so etwas schimpft sich meine Freunde! Ich werde das verdammte Zeug nicht mehr nehmen, ich kann nicht mehr atmen, es erstickt mich, seid still, seid still!» Die Worte wiederholend stand sie da, die Hände auf ihre Ohren gepresst, bis nicht nur ihre ‹Freunde›, sondern wirklich jedes Lebewesen im Raum schwieg und sie an-starrte. Ihre Miene war verschreckt, angespannt, ihre Augen zuckten hin und her, als ob sie nach einem Fluchtweg aus diesem Hexenkessel von Menschen suchte. Immer mehr schienen ihre Instinkte sie zu beherrschen; dann, auf einmal, verän-derte sich ihr Ausdruck und etwas anderes, mindestens genauso Unkontrolliertes, nahm den Platz …

Gewitter im Kopf – Gewinner

Auch 2019 führte die Fachschaft Deutsch der alten Kanti wieder einen Schreibwettbewerb durch. Über das Thema «Gewitter im Kopf» machten sich viele Schülerinnen und Schüler aus insgesamt acht Abteilungen Gedanken und schrieben schliesslich einen Text dazu – mit kreativen Ergebnissen. Am Mittwoch, dem 30. Oktober, wurden die Gewinner prämiert.

musicfactory time

Während Monaten waren die Schülerinnen und Schüler der Schwerpunktfach- und Ergänzungsfachklasse der Neuen sowie der Alten Kantonsschule Aarau damit beschäftigt, ihre eigenen Werke zu komponieren. Am 4. April 2019 kamen diese Werke im Rahmen der musicfactory zur Aufführung. Die ehemalige Emus-Schülerin Michelle Claus führte locker durch den musikalischen Abend.

China – 1 Land, 4 Regionen, 4 Küchen

China ist ein Land mit langer Geschichte und Tradition, wenn es ums Essen und um Essgewohnheiten geht. Es gibt viele verschiedene Regeln und Bräuche, wie anständig gegessen wird. Grundsätzlich wird das Essen nicht jedem Einzelnen auf einem eigenen Teller serviert, sondern alles wird auf den Tisch gelegt, sodass jeder das essen kann, was er will.

#3 Poesie

In unregelmässigen Abständen hält der passionierte Filmer und Fotograf Tobias Gamp (G4L) seinen Blick auf die Welt in einem ganz persönlichen Video fest. Mal frech, mal schräg, mal nachdenklich, mal knallig – immer aber zusammen mit Alexander Levnajic (G3B). Nur zusammen sind sie «Ganz Gamp.» 

Griechenland

Das im Südosten von Europa liegende Griechenland grenzt an das südliche Ende des Balkans und besteht aus der bekannten Halbinsel Peloponnes sowie mehr als 3000 Inseln. Eingegrenzt wird das griechische Festland vom im Süden liegenden Libyschen Meer und dem Ionischen Meer im Westen. Griechenland erstreckt sich über eine Fläche von 131 957 km² und ist somit fast dreimal grösser als die Schweiz. Es leben 11,2 Millionen Einwohner auf dem Festland und den umliegenden Inseln. Wegen seiner vielen Inseln besitzt das Land eine Küstenlinie von über 13’000 km. Obwohl viele Inseln und eine grosse Wasserfläche zu Griechenland zählen, hat die Nation einen Gebirgsanteil von fast 80 Prozent.

Schweizer und Schweizerinnen umarmen sich viel

Die 18-jährige Claire Ngo aus Kanada kam im August 2018 in die Schweiz, wo sie zuerst einmal einen zweiwöchigen Deutschkurs für Anfänger besuchte. Ab September war sie dann ein Jahr lang Austauschschülerin in der G2F an der Alten Kanti Aarau. Der vorliegende Text ist ihr sprachlich nicht bearbeitetes) Abschiedsreferat, das sie anlässlich eines Farewell-Dinners des Rotary Clubs Aarau Alpenzeiger gehalten hat.

Glückspost

«Die Arthritis, weisst du, die wird immer schlimmer. In den Händen auch. Zwei Reihen stricken, Andi, zwei, dann muss ich’s schon wieder hinlegen», jammert Oma Ingrid. Ihr Körper versinkt beinahe im übergrossen Bademantel, und händeringend blickt sie ihren Enkel an. Die Glückspost, die Andi ihr hilflos entgegenstreckt, lässt ihre Augen für einen Moment aufleuchten. «Wie lieb von dir! Sag Erika lieben Dank. Willst du Kaffee? Komm, ich ruf die Heike, die bringt dir einen.» «Nee nee, lass mal Oma. Ich trink doch eh keinen Kaffee, weisst du doch. Ich muss ja sowieso auch gleich weiter. Hab noch viel zu tun. Schule und so», murmelt der schlaksige Junge, vergräbt die Hände tief in den Hosentaschen seiner verwaschenen Jogginghose und der Rechten ertastet ein kleines Plastiktütchen, das er fest mit den Fingern umschliesst.

Eviva España!

España meets Aarau – und dies in der einladend dekorierten reformierten Kirche Buchs. Das Orchester der Alten Kantonsschule Aarau, verstärkt durch das Holzbläserensemble, verzauberte das Publikum regelrecht mit temperamentvollen südländischen Klängen. Das Herz Spaniens pulsierte, und die Wärme des Frühlings war trotz der tiefen Temperaturen deutlich zu spüren.

#02 Aufzüge

In unregelmässigen Abständen hält der passionierte Filmer und Fotograf Tobias Gamp (G3L) seinen Blick auf die Welt in einem ganz persönlichen Video fest. Mal frech, mal schräg, mal nachdenklich, mal knallig – immer aber zusammen mit Alexander Levnajic (G3L). Nur zusammen sind sie «Ganz Gamp.» 

Inclusive Digital Video Training in Youth Work (InDVT)

What is InDVT and what does it do for our society?  The InDVt is a project sponsored by the European Union involving several countries. The objective of the project is to create a way of teaching youth trainers to increase the use of “inclusive videos” in their daily work. It is intended to be used for non-formal youth trainings of any sort. The platform for all the basic and enhanced training was created by the partners in Bulgaria. They developed a website which will be translated into many different languages. On the platform there are several training modules each written by a different partner. You can access information, such as how to collect digital videos, the digitization of videos and TV, raising digital awareness, digital videos in inclusive training and last but not least some tips for trainers. After completion of each module, one will be able to take a self-assessment to test if one has understood the material correctly. In addition, there is one surprising element in the platform. They have an absolutely …

Turin, die verkannte Schöne

Drei Tage Turin! Eine Stadt, die in ihrem alten Glanz als ehemalige Hauptstadt Italiens erstrahlt und die Besucher – auch bei Regen – mit ihrer Schönheit in ihren Bann zieht. Turin überzeugt in allen Bereichen: beeindruckende Architektur, glorreiche Paläste, interessante Museen, gemütliche Cafés, Kirchen, Lauben, leckeres Essen und vieles mehr. Ein Erlebnisbericht über die Projektwoche Turin vom Frühjahr 2018.

Wort & Klang

In der «ausverkauften» Aula der Alten Kantonsschule  trafen die Talente der literarischen Begabungsförderungsgruppe «Treffpunkt Text» auf die Solist(inn)en der kantonalen Spitzenförderung Musik. Der anspruchsvolle, rundum gelungene literarisch-musikalische Novemberabend war eine Premiere. Mit hoffentlich vielen Nachfolgern.

1 – 68 – 60

Im November fand an der Alten Kantonsschule erstmals der zusammen mit der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften SATW konzipierte TecDay statt. 1 Tag. 68 Workshop-Module. 60 Schulklassen. Und alles drehte sich für einmal um Technik und Naturwissenschaften. Ein Stimmungsbericht.

Die Büchse

Es ist vorbei. Alles ist vorbei. Er hatte sich von der Apotheke hergemüht und saß nun auf dem Boden der Abstellkammer, in der er sich als kleiner Junge schon versteckt hatte, wenn die Welt ihm zu nahe gerückt war. Er legte die Tablettenschachtel neben einen grossen Koffer, der verriet, dass seine Eltern früher gemeinsam Ferien verbracht haben mochten. Über einer alten Blechdose tanzten Staubkörner im Licht, das durch das Dachfenster flutete. Noch immer zögerte er, die Büchse zu öffnen. Die Überwindung, die es ihn kostete, liess sich in verstrichenen Minuten messen.

Dicke Luft

Dunkelheit umgab die Hoffnung, als sie zum ersten Mal ihre Augen öffnete. Orientierungslos setzte sie sich auf und versuchte, ihre Umgebung zu erkennen. «Hallo?», rief sie zögerlich. Vielleicht waren ihre Freunde ja auch hier. «WO ZUM TEUFEL BIN ICH? WER HAT MICH HIERHER GEBRACHT?», kam es in ohrenbetäubender Lautstärke zurück. Na toll, das ist bestimmt die Wut, dachte Hoffnung. Aber mit ihr kann man sich sicher auch gut unterhalten. Sie kroch in die Richtung, in der sie vermutete, Wut zu finden. Dabei stiess sie auf einen noch regungslosen Körper, den sie als die Hinterlist identifizierte. Hoffnung schubste sie leicht, um sie zu wecken, doch plötzlich ging ein Ruck durch ihren Körper und Hinterlist packte Hoffnung. Sie legte ihre Hände um den Hals von Hoffnung und flüsterte drohend: «Sag mir sofort, wo wir sind, oder du wirst es bereuen!» «Ich habe keine Ahnung, du schon?», erwiderte Hoffnung. «Nein, natürlich nicht!»

Die Hände von Prometheus

Lärm hallte in den engen Gassen des altertümlichen Bergstädtchens wider. Der hereinbrechende Herbst brachte kalte, scharfe Winde mit sich. Die Windstösse brausten durch die schmalen Gassen des Dorfes und trugen den Lärm weit über die Dorfgrenze hinaus. Die wenigen verbleibenden Dorfbewohner störten sich nicht am Lärm. Sie hatten sich daran gewöhnt, seit Jahrzehnten erfüllte er das Dorf am Tage und in der Nacht. Der Lärm kam aus einer kleinen Werkstatt mit schiefen Fenstern am Fusse des Berges. Je näher man der Werkstatt kam, desto klarer konnte man hören, dass es sich bei dem Lärm um Hämmern, Meisseln und Schleifen handelte. Manchmal war auch das Ächzen eines alten Mannes zu vernehmen. Keiner der Dorfbewohner wusste, was in dieser verschrobenen Werkstatt vor sich ging, die Tür war immer verschlossen. Man sagte sich, dass dort ein äusserst begabter Bildhauer lebte, der Figuren aus Stein meisseln konnte, welche aussahen, als ob sie vor Leben sprühen würden und sich jeden Moment aus ihrer Starre lösen könnten.